Außenwand Rotsandstein Innen dämmen

02.02.2006



Wir bauen gerade eine alte Scheune um. Sie besteht aus Mauern mit 50 cm starken Rotsandsteinen. Der Architekt war der Meinung, dass ein "Haus-in-Haus"-System, mit einer Innenschalung aus Holzständerwand die optimale Lösung sei. Wir sind inzwischen der Meinung, dass diese Lösung nicht sehr günstig ist (wegen Ungeziefer, hohen Kosten etc.) und haben uns nach Alternativen umgehört. Da hörten wir von einem Dämmputz "Klimasan Perlite", der mit ca. 8-10 cm auf die Innenwand aufgetragen wird. Außerdem hörten wir von einer Dämmplatte "Multipor", die ähnlich wie Blähton ist, auch 8-10 cm stark und an die Innenwand mit Mörtel verklebt wird. Wir sind uns sehr unsicher, welche Innenwanddämmung nun die richtige ist und suchen nach Menschen, die Erfahrung mit o.g. Produkten haben. Oder die generell Erfahrung haben mit Innendämmung von Natursteinmauern.



bei massiven Natursteinwänden ein gutes Strhalungs-Heizsystem



bevor die Frage der Außenwand-Innendämmung gelöst wird, empfehle ich ein konsequentes Strahlungs-Heizsystem,z.B. eine Fußleistenheizung,die entlang der Außenwände montiert wird. Bei Einbau von Wandheizsystemen müssen die Außenwände zwingend von innen gedämmt werden!!Bei Fußleistenheizung nicht bzw. nicht unbedingt.In jedem Fall würde ich großen Wert auf eine sehr gute Wärmedämmung im Dach (oder Speicherbodendecke) sowie im Erdgeschoß (Decke über KG)legen.Auf der Außenwand-Innenseite empfiehlt sich als moderate Wanddämmung der Auftrag von Leichtlehm-Wärmedämmputz,der einlagig bis 5cm Putzdicke aufgetragen werden kann.
weitere Infos unter www.texbis.de





Hallo
Sie sollten bei Ihrem Gebäude besonders darauf achten, dass nur sehr diffusionsoffene Materialien auf die Wand kommen.Damit sich kein Feuchtigkeitsstau hinter Dämmmaterialien bilden kann, weil Sandstein je nach Herkunftsort sehr gut Feuchtigkeit leitet. Bei 50cm Wandstärke kann durch die thermische Trägheit der Wand und die große Wärmespeicherfähigkeit auf große Dämmungen verzichtet werden.
In diesem Falle möchte ich mir der Empfehlung von Herrn Schillberg anschließen, Sockelheizleisten zu verwenden.
Von der Verwendung von Multipor würde ich in Ihrem Falle abraten (sehr teuer, bei großem Feuchtigkeitsanfall habe ich bei 2 Gebäuden hinter den trockenen Multiporplatten Schimmelrasen festgestellt)

Am Fußpunkt der Wand und am Übergang zur Decke sind die Übergänge sauber auszubilden (Dämmstoffdicke, Taupunkt)

Grüße aus Himmelstadt

Engelhardt



Die Wärmedämmung



einer solchen Wand ist denkbar schlecht. Ob bei einer solchen Wand die Südwand gedämmt werden sollte, darüber lässt sich streiten. Hier können erhebliche Energieeinträge durch den monolithischen Wandaufbau und die Sonnenstrahlung stattfinden.
Die anderen Wandschalen nicht zu dämmen halte ich für falsch. Aus solchen Wandkonstruktionen resultieren im Winter sehr kalte Oberflächentemperaturen. Auch wenn die Wand mit Sockelheizleisten beheizt wird ist die benötigte Energie enorm.
Übrigens ist die Sockelheizleiste kein konsequentes Strahlungs-Heizsystem. Im Gegensatz zum Grundofen oder einer Wandheizung sind hier die konvektions- Anteile deutlich höher.
Ich empfehle Ihnen eine maßvolle diffusionsfähige Innendämmung, auch in Kombination mit Strahlungswärme.

Viele Grüße Gerd Meurer



Kalziumsilikatplatten



sind hoch wärmedämmend, diffusionsoffen, sehr schimmelresistent und im Grunde die einzige bauphysikalisch und baubiologisch befriedigende Innendämmung. Thermische Aktivierung über Fußleistenheizung ist möglich.
Baubiologisches Büro Dr. Klaus H. Eiserhardt
Am Bronzehügel 86
D-22399 Hamburg



Die Kalziumsilikatplatten



als einzige baubiologische Alternativ zu bezeichnen halte ich schlichtweg für falsch!
Es gibt eine Fülle von Varianten, und für mich gehört die oben benannte Platte nicht dazu.

Gerd Meurer



@gerd meurer Thema Fußleistenheizung



wie ich bereits des öfteren meine 28-jährigen praktischen Erfahrungen mit professionell ausgelegten Fußleistenheizungen hier im fachwerk.de-Forum bekannt gemacht habe, steht die mögliche Energieeinsparung durch Wandheizung mit Zwangswärmedämmung der Außenwände bei solch monolithischem Bauwerk in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Baukosten-Mehraufwand.Es ist falsch,wenn Sie behaupten,daß eine Fußleistenheizung nur die Außenwand erwärmt.Gut geplante Fußleistenheizungen sind Hüllflächen-Heizsysteme.
Ich persönlich halte eine Wandheizung auch für sinnvoll in Neubauten,wo die Außenwände sowieso gut gedämmt werden.Das Behaglichkeitsklima einer Fußleistenheizung ist nahe zu mit dem einer Wandheizung vergleichbar.



@klaus schillberg



warum sprechen Sie mich an zu Dingen die ich nicht beschreibe? (Es ist falsch,wenn Sie behaupten,daß eine Fußleistenheizung nur die Außenwand erwärmt)
Wo bitte habe ich das geschrieben?

Ehrlich gesagt interessiert mich Ihre 28 jährige Erfahrung überhaupt nicht.

Für Sie ist die Behaglichkeit eine Sockelheizleist mit eine Wandheizung vergleichbar. Für mich nicht Punkt.

Ich denke Sie und ich müssen über dieses Thema auch nicht diskutieren!