Dämmung EG

08.05.2006


Hallo Freunde,
ich bin im EG zu Gange. Habe alle unorthodoxen Sachen wie Tapete und Platikfußböden entfernt.Möchte nun die Wände mit einem sehr feinen Kalkputz versehen...so dass sie so schön uneben bleiben.... die Aussenwände sind ca. 80cm dick. Ich höre trotzdem immer wieder `da musst Du dämmen, Junge!´Ich kann mir nicht vorstellen, dass das was bringt. Ich wollte fröhlich drauflos putzen. Was sagt Ihr? P.S. der vorhandene Putz sitzt schön fest....
Was mach ich mit den Böden? Da soll wieder Dielung rein (teilweise die Originale). Ich wollte Kiesschüttung (33er) vornehmen (Wie stark soll die sein)und .... dann? wie macht man weiter?



Aus welchem Material



sind denn die Wände? Auch ohne das geklärt zu haben, bin ich mir sicher, das keine Dämmung notwendig ist. Wir hatten mit 36er bzw. 24er Ziegelwänden und Heizleistenheizung sehr angenehme Temperaturen und trotzdem einen moderaten Ölverbrauch.
Fußboden ungefähr so: Grober Kies, feiner Kies, zwischen die Lagerhölzer Lehmschüttung. So steht es in "Lehmbau und seine prakt. Anwendung" von R. Niemeyer (2. Auflage 1946 oder so ähnlich). Bei uns gibt es einen Dielenboden aus etwa dieser Zeit, der sieht noch recht gut aus, nur zur Wand hin ist er stellenweise etwas morsch. Ein solcher Aufbau kann demnach so schlecht nicht sein.
Beste Grüße!



Wand und Boden!



Hallo
Ich würde keinen Kies nehmen sondern Schotter und Splitt
wenns geht - Kalkschotter und Kalksplitt
Dann kommts darauf an welchen Abstand welche Dielenstärke??
So in der Regel 60 - 75 cm Abstand für die Traglatten oder Bälkchen 4X6 oder 6X8 ?? darauf denn die Dielen
Es kann schon ein bisschen Luft drunter sein unter den Dielen
würde da auch keinen Lehm reintun - vor allem wenn es in Naturbodennähe ist ...
Bei der Wand: Wenn Sie die Wandstruktur sehen wollen empfehle ich ihnen: schauen Sie mal unter Staubkalkfarbe bei www.solubel.de nach; oder halt nen dünnen Kalkmörtel draufstreichen ... ?

Was haben Sie denn für ne Heizung?

FK



Im ungedämmten Fußboden über Erdreich



würde ich keineswegs nur eine Kies/Splitt/Schotterschüttung mit Lehmüberzug anwenden.Wenn ich es richtig verstehe,soll da ein beheizter Wohnraum geschaffen werden.Da macht es energetisch Sinn,den Unterbau des Bodens wärmetechnisch zu verbessern.
Ich empfehle hierfür folgenden Aufbau:
-ca 10cm grobe,kapillar brechende Kalkschotterschicht,gut verdichtet
-darauf ca 12-15cm Kork-Kalkestrich , ein Gemisch aus wärmedämmendem Recycling-Korkgranulat,Sand und Traßkalk. Wird im normalen Betonmischer mit Wasser angerührt und wie flüssiger Beton in einem Guß eingefüllt und manuell abgezogen, leicht verdichtet.
-darauf kann als Fußboden wahlweise Holzdielen auf Lagerhölzer verlegt werden oder ein schöne Terakotta-Fliesen
(die preiswerte Alternative hierzu sind einfache Biberschwanzziegel ins Traßkalkmörtelbett verlegt)
Bei Einbau von Fußleistenheizung ist die Dämmung der dicken Außenwand m.E. nicht notwendig.





z.B. Blähton bei 1200 ° C gebrannt geht aus. Mit der Wand noch was zu tun ist von hier aus ohne es zu sehen, wohl eher aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu empfehlen. Aber mindestens einen dicken Lehmputz z.B. Strohanteilen sollte mit die Wand schon bekommen. Auch eine Wandheizung würde ich empfehlen. Bei dem Fußbodenaufbau sollte man gegenüberstellen, was man will. Sparen (dann geht der Kalkschotter) oder etwas Energie weniger verbelfern, dann ist ein mineralischer diffusionsoffener Fußboden nicht verkehrt. Und die kalten Füße: Die liegen nicht am Dielenfußboden, sondern an einer zu überarbeitenden Körperverfassung. Der sollte natürlich am besten naturbelassen werden. Wenn Sie das ein oder andere gute Material oder Firma noch benötigen, kann ich helfen.

Viel Spaß,
Michael Reisinger




Wand-Webinar Auszug


Zu den Webinaren