Hartnäckige Feuchtigkeit nach Leitungswasserschaden

17.07.2007



Hallo, bin bei meiner Suche nach Erklärungen auf dieses Forum gestoßen und hoffe, auf diesem Wege ein paar Antworten zu bekommen. Es geht um eine vermietete Doppelhaushälfte (ausgemauertes Fachwerk) von ca. 1900. Vor einem Jahr hatte der Nachbar einen Rohrbruch im 1. OG, die gemeinsame Trennwand (ausgemauertes Fachwerk)und eine 60 cm dicke Gewölbewand (Lehmbrandziegel), die sich quer durch beide Häuser zieht, waren nass. Es wurde der Putz entfernt, technisch getrocknet, neu verputzt und tapeziert. Bei den Restarbeiten (Zuschmieren der Löcher für die Trocknungsschläuche) wurde neue Feuchtigkeit festgestellt - Ursache war eine schiefsitzende Dichtung im WC-Spülkasten in unserem Bad im 1.OG. Es wurde repariert und wieder getrocknet - allerdings ohne Erfolg. Nach wie vor ist die Gewölbewand bei uns und beim Nachbarn bis ca. 1m Höhe nass, die Nässe zieht von dort in die gemeinsame Trennwand. Der Schwellenbalken der Trennwand ist in dieser Ecke nass und bereits angefault (möglicherweise durch einen Wasserschaden von vor 3 Jahren, bei dem der Dielenboden und die Abwasserrohre saniert wurden). Weitere Leckagen wurden auf beiden Seiten als Ursache ausgeschlossen, die zu Rate gezogenen Trocknungs-Experten der jeweiligen Versicherer widersprechen sich. Einerseits ist es wohl nicht ganz einfach, eine 60 cm dicke Lehmbrandziegelwand zu trocknen, weil die innen sitzende Feuchtigkeit erst nach und nach zu tage tritt. Andererseits ist wohl eine große Menge Wasser ins Erdreich gelaufen (Lehmboden - aufgefüllt mit Kies), und diese Nässe steigt angeblich solange immer wieder auf, bis auch der Boden wieder trocken ist, weshalb die Versicherung des Nachbarn eine technische Trocknung für aussichtslos hält und ablehnt. Ich kann meinen Mietern allerdings nicht länger diese Dauerbaustelle zumuten und bin dringend daran interessiert, die Wand trocken zu bekommen - auch wenn es einige Wochen dauert (es kamen von den Experten Ideen wie "Putz ab und einige Jahre lufttrocknen lassen", was im Dielenbereich sicher nicht erstrebenswert ist...). Eine ganz neue Idee eines "Querdenkers" ist, ein Heizungsrohr auf die Feuchte Wand zu legen und durch die entstehende Strahlungswärme das Problem dauerhaft zu lösen. Wer hatte schon mal mit solchen Problemen zu tun und kann Licht in den Dschungel der Aussagen bringen? Vielen Dank schon mal im Voraus
Barbara



Das ist ja schlecht!



Hallo

Die Feuchte muss raus und die langsam verfaulenden Balken ersetzt werden, die werden nicht mehr fester. Das ist das wichtigste!

Das mit der Heizung ist nicht schlecht - allerdings macht sie die faulenden Balken auch nicht mehr ganz.

Und wenn in diesem Milieu der Schimmel kommt kann der gut wachsen - das ist ristkant.
Sie schreiben: ... neu verputzt und tapeziert ...
welcher putz ist da drauf gekommen?

Da Thema sit sehr komplex und m.E. nicht nit ein oder zwei Mittelchen oder Maßnahmen abzuarbeiten ....

Vorsicht vor feuchtem Holz! Nicht dass nach dem Schimmel der Schwamm kommt!

gutes Gelingen

FK



Hartnäckige Feuchtigkeit nach Leitungswasserschaden



Hallo Frau Domdey,

der ungeeignete diffusionsdichte Verputz ist zu entfernen und gegen einen wasserdampfdiffusionsoffenen Entfeuchtungputz zu ersetzen (Kein Sanierputz!) - dieser ist von Dauer und bleibt auf der Wand und tut dort seinen Dienst - er zieht die Feuchtigkeit raus.

In wie weit auch aufsteigende Feuchtigkeit eine Ursache ist lässt sich nachmessen. Dagegen hilft eine mechanische horizontale Sperre zuverlässig.Dann ist Ihr Problem nur noch eine Geschichte.

MfG Andrea Cyba