Ent-Lüfter ins Badezimmer?

10.10.2003



Hallo zusammen,
unser künftiges Bad ist ca. 3,3 x 2,8 m groß uns 3,5 m hoch = ca. 32 m3. Wir werden eine Dusche einbauen und wollen nur die Installations-Vorbauwand und die Dusche Fliesen ( = ca. 5,5 m2). Die restliche Wand- und Deckenfläche wird verputzt (wahrscheinlich mir Ardument 900 = Helles Pulver aus Spezialzementen und gut dispergierbaren Kunststoffen sowie mit ausgewählten Füllstoffen, enthällt Zement, reagiert alkalisch, GISCODE ZP 1 = zementhaltiges Produkt, chromatarm.). Der Fußboden ist und bleibt alte Pitch-Pine-Diele. Die Außenwand (ca. 3 m Länge) ist 85 cm dicker, nicht isolierter Bruchstein, die Fenster sind ganz neu).
Nun zur Frage der Feuchtigkeit durch Duschen: Ist es notwendig eine Entlüftung mit Gebläse nach draußen durch die Wand zu machen, oder reicht auch "1 Minute Fenster auf" (kondensiert da im Winter nicht zu viel). Oder ist der Raum bzw. die Wandfläche groß genug, um die Feuchtigkeit aufzunehmen und im Laufe des Tages wieder abzugeben ... natürlich OHNE zu Schimmeln!
Danke vorab für Antworten!
Uwe



Bad



Guten Tag,
sollten Sie eine Gastherme im Bad haben, kommen Sie um eine Lüftung und um mindestens 150 cm² Zuluftöffnung nicht rum.
Im Prinzip reicht Fenster auf und zu, Lüftung ist natürlich kontrollirter und energiesparender und deshalb (zusätzlich) auch sicherer.
Von ardumur rate ich Ihnen ab, es speichert kaum etwas zwischen. Ratsam wäre dagegen eine vorsichtige Innendämmung, 2,5 cm Schilfrohrmatte, darauf ein klassischer Kalkputz, letzte Lage Kalkfeinputz und Anstrich mit Kalk-Kaseinfarbe oder KEIM-schen Innenputzfarben. Erst bei Dauerduschbetrieb oder starker Feuchtigkeitsbeanspruchung geht man auf sehr dicke Kalkputze mit grobem Gefüge über. Die Kubatur ist angenehm; wenn Sie einen Miefquirl einbauen, nehmen Sie einen mit 60 m³/Stunde mit Grundlastschaltung. Wichtig ist die Zuluft durch das Gitter unten an der badezimmertür.





Mit Ihrem Zementputz tun Sie sich nichts Gutes. In Innenräumen, und feuchten zumal, würde ich immer zu reinem Kalk- oder Lehmputz greifen, der Feuchtigkeit nicht aussperrt wie Zement, sondern aufnimmt und diffundieren lässt (kommt natürlich auf den Wandaufbau an). Ein Lüfter macht aber immer Sinn. Je mehr Feuchtigkeit schnell nach draußen gebracht wird, desto besser (am besten an die Beleuchtung hängen, mit Zeitverzögerung und Nachlaufrelais).