Wand, Feuchtigkeit, Putz, Styropor, Sperre




Hallo,

ich habe ein altes Haus um 1900 gekauft. Die Wände waren mit Styropor etc beklebt und Feuchtigkeit war auf der Tapete und dem Putz zu sehen. Nach Kauf habe ich Putz und Styropor entfernt und brauche nun einen Rat. Die Wand ist aus gebrannten Steinen gemauert und hat eine Horizontalschicht, die nun schon etwas porös erscheint. Beim Überprüfen des Bodens ist uns aufgefallen, dass da keine Abdichtung zur Horizontalsperren ist und die Wand eventuell auch Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen kann. Ist das möglich und wenn ja was kann ich denn da tun?
Das Haus hat keinen Keller.





Ein paar kurze Tipps.
Die Wand auf Feuchtegehalt prüfen. Macht es Sinn das Mauerwerk in Teilen oder ganz auszutauschen? Ist es nass und fällt die Trocknung schwer, -der Putzaufbau wäre umsonst. Vorsicht bei tragenden Wänden! Eine neue Sperrbahn ist sinnvoll und notwendig.
Wie das gemacht wird? Ich habe Teile der Lagen segmentartig entfernt, dann die Sperrbahn verlegt und aufgemauert, immer in überschaubaren Schritten. Bei Injektion mit Kiesol habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Viel Erfolg





Danke für die Antwort und was ist mit dem Boden? Der Betonboden kommt über die Horizontalsperre und es ist leider keine Sperre zur Wand, so dass wir denken die Wand zieht oberhalb der Horizontalsperre Feuchtigkeit aus dem Boden. Da brauche ich irgendwie eine Lösung damit die Wand nichts aus dem Boden an Feuchtigkeit ziehen kann. Irgendwie alles komisch, da der Linolium oder die alten Fussbodenfliesen nicht feucht waren aber die Wände ca 50-70 cm hoch Feuchtigkeit an der Tapete gezeigt haben. Aber da war auch Styropor, Teerpappe, Frischhaltefolie, Putz und sonstiges noch drunter. Gibt es da noch irgendetwas was ich zwischen Beton und Wand machen kann, nachträglich? Bisher hat der Bausachverständige und noch ein Maurer mit einem Gerät die Feuchtigkeit gemessen, aber ich bin mir da gar nicht sicher. Alte Fenster und abmontierte Heizkörper und eine undichte Tür nach drausen, weil ich den Anbau abgerissen habe, bringen ja auch Feuchtigkeit rein und die legt sich ja auch irgendwo ab.
Grüße
Iris



Feuchte Wand



Und was ist wenn die Feuchte NICHT über den Betonboden in die Wand zieht?
Haben Sie schon mal daran gedacht das ihre Schadensanalyse falsch sein könnte?
Das es noch andere Ursachen für solche Erscheinungen gibt?

Viele Grüße





Ja habe ich auch schon. Also in Betracht kam für mich:

Horizontalsperre
fehlende Sperre Boden zur Horizontal
zu hohe Feuchtigkeit in den Räumen, durch zu niedrigen Heizwert oder anderen Grund
Dach

Hmh also Analyse ist wichtig, einen Bausachverständigen habe ich auch schon und der Dachdecker ist auch schon kurz da gewesen. Da ein Teil des Kehlbalkens vermodert ist, aber trocken ist, machen wir die Wand da auch etwas auf und schauen. Von außen sieht man bei der Regenrinne größere Tropfen, als ob die Regenrinne mal verstopft oder undicht war. Das ist also noch abzuwarten. Da kann aber die eine Innenwand vielleicht feucht sein, aber dann wüsste ich nicht, warum die anderen Innenwände Feuchtigkeit angezeigt haben.
Also jetzt haben wir Tapete ab, feuchten Putz ab, das ganze Styropor Gedöns ab und der Estrich soll raus, damit wir irgendwie die Horizontalschicht vom Boden frei bekommen. Haben Sie für mich noch eine Idee der ich nachgehen kann, überprüfen kann?

Danke und Grüße





Achja was noch ganz wichtig ist, beim Putz abschlagen hat sich die Strohdecke teilweise an einer Seite gelöst und wir haben gesehen, das die Balken der Decke an der Wand vermodert sind,ich schau nachher noch einmal, würde aber auch meinen, dass die trocken waren.



Abdichtung



Vielleicht kommen wir weiter wenn Sie- bevor Sie den Estrich raushacken- mal ein paar Fotos von dem betreffenden Bereich einstellen.

Viele Grüße





Ja gut, ich setzte heute die Fotos reis und wir lassen den Estrich ruhen und legen heute die Strohdecke frei um zu schauen was mit der Decke zum OG ist.
Grüße und Danke
Iris Wendland



Feuchte Wände



Hallo,
also ich habe jetzt hier ein paar Bilder die vielleicht zur Klärung beitragen. Beim fotografieren ist dann doch einiges herausgekommen.
Der Boden hat eine Sperre, teilweise ist er bis zu 7 cm von der Wand entfernt, wie konnte denn da der Verdacht entstehen, die Wand zieht sich aus dem Boden Feuchtigkeit? Weiß ich nicht, die Idee kam vom Maurermeister. Also bin ich froh, jetzt doch die Sperre des Bodens gefunden zu haben. Die Frage ist nun was weiter tun? Vielleicht gibt es ja Anregungen, denen ich nachgehen kann.
Grüße