feuchte Küchenwand-Dampfsperre- doch nicht, oder?

02.06.2004



Hallo liebe Fachwerkfreunde!

Nachdem ich nun meine Feuchte Küchenwand (die Feuchtigkeit ist durch undichte Sandsteinfugen nach innen eingetreten und konnte sich wegen einer davorstehenden hölzernen lackierten nicht verflüchtigen)von der Wandverkleidung befreit habe und feststellen durfte, dass das Fachwerk zum Glück gar nicht angegriffen wurde (welche Freude!!), kommt bei mir die nächste Frage auf.
Ein Handwerker (der sich angeblich mit Fachwerkhäusern auskennt) empfahl mir folgende Vorgehensweise:

1. Wand Abdichten (sehe ich ein und wird gemacht)
2. Dampfsperre (diffusionsdicht) von innen anbringen (was meiner Meinung nach unsinnig ist, da dann evtl. eindringende doch mal Feuchtigkeit nicht kompensiert werden kann)
3. Davor Rigipsplatten anbringen usw..

Meines Erachtens garantiert mir diese Vorgehensweise nur eines: Feuchtigkeit pur und evtl auch noch Hausschwamm..
Daher hier meine Vorgehensweise:
1. Wand abdichten (wand war schon noch einem Tag ohne Verkleidung fast trocken)
2. KEINE DAMPFSPERRE (da ich sonst wohl Pilze züchten kann)
3. evtl. Fermazellplatten mit Hinterlüftung (habe damit bisher bereits beste Erfahrungen gemacht) in Abstand ca 10 cm vor die Wand bauen.

Über ein Feedback zu meinem Vorschlag und weitere Tips würde ich mich sehr freuen!

Ich wünsche Euch allen einen tollen Sommer im Fachwerkhaus!

Viele Grüße

Mario



Kücheninnenwand



Guten Morgen,

Ihre Bedenken sind voll und ganz berechtigt. Allerdings kann es auf dieser Wand unter bestimmten Umständen, nämlich hoher Luftfeuchtigkeit bei Raumtemperaturen innen und niedrigen Temperaturen außen mit zugehöriger geringer absoluter Luftfeuchtigkeit zu einem beträchtlichen Dampfdruckgefälle. Dabei fällt Tauwasser auf der inneren Wandoberfläche aus bzw. während der kalten Jahreszeit fällt Kernkondensat in der Konstruktion an.
Durch eine Vorsatzschale verstellt man nur den Blick darauf, wenn man davon absehen will, daß der Kamineffekt hinter dieser Schale - vorausgesetzt er funktioniert - einer beschleunigten Abfuhr dieser Feuchtigkeit dient.
Es ist deshalb wichtig, schon durch lüftungstechnische Maßnahmen für niedrige Luftfeuchtigkeit zu sorgen.
Mein Vorschlag daher:
Wrasenumluft mit Fettfilter
Mechanische Dauerlüftung mit 100 m3 Stunde Spitzenleistung und 30 m³ Grundlastschaltung.
Wandflächenheizung, die in der Lage sein sollte, die Oberflächentemperatur auf 20 Grad zu halten, also mit niedriger Vorlauftemperatur.



Küchenwand aufbau



guten tag mario
die aussage deines handwerkers (der sich angeblich mit Fachwerkhäusern auskennt)würde meinen kindern noch arbeit beschaffen so in 10 bis 20 jahren
zum Aufbau deier wand woher kommt die feuchte in der wand??
aufsteigende feuchte ??
schlag regen oder oder??
ich würde einen lehmaufbau nehmen ausgleichsfeuchte Lehm so 6 bis 8% denn lehm hat den vorteil er kann wasser aufnehmen und weiter leiten
und aufbauten kann mann unter www.claytec.com sehen oder wenn noch fragen sind bei mir melden ich kann euch auch aufbauten zufaxen

mit zimmerlichem gruß
andreas vollack
aus hann.münden



Feuchtigkeit



Die Feuchtigkeit kam durch undichte Fugen in der Schlagsteinwand (oder wie man auch immer dieses felsbrockenbartige Gestein nennen kann)!
Der Teil der feucht wurde lag genau auf Bodenhöhe (Gehweg); sowohl gab es Löcher im Gehweg (Betonplatte) als auch in den Steinfugen.
Dieses Problem ist aber inzwischen gelöst, die Wand schon wieder trocken und wieder dicht..
Das Hauptproblem lag meiner Ansicht nach darin, dass eine luftdichte Holzverkleidung vor die Wand gestellt war und daher keine Trocknung stattfinden konnte.
Sonst wäre es nämlich gar nicht so problematisch geworden.

Viele Grüße

Mario