Feuchte Wand - einfache Hilfe?

08.09.2008



Moinmoin,

wir sind seit einigen Tagen stolze Mieter mit weitreichender Handlungsfreiheit eines Fachwerk/Lehm und Bruchsteinhofes in der Voreifel.
In einem bisher als Partykeller genutzten Raum ist an einer Wand deutlich Feuchtigkeit festzustellen.
Leider war in dem Raum bisher ein uralter Linoleum-Boden und darüber PVC/Linolreste sehr dekorativ verteilt.
Nach der Entfernung dieser duftenden Scheusslichkeiten kam feuchter Estrich zu Tage.
Natürlich stehen jetzt die Tür zu dem Raum offen und das Fenster dazu, um kräftig die Feuchte Luft wegzubefördern, und ich habe das Gefühl, daß es langsam besser wird, aber dennoch ist die Wand deutlich feucht.

Ich packe Bilder dazu, die es verdeutlichen.

Natürlich kamen viele Tipps, von Schwimmbadfarbe bis Styrodurplatten, aber die Feuchtigkeit wird sich ihren Weg suchen.

Mein Gedanke war, auf den Estrich ein Lattenrost legen, mit Tonperlen verfüllen und OSB-Platten draufmachen.
Die Wand? nunja, von der Aussenseite aufgraben und abdicheten, aber wenns einfacher (billiger) gehen würde, wäre prima.

Ach so, in den Raum sollen Feuchtigkeitsempfindliche Sachen wie z.B. Bücher und so - gibts da eine Chance?

Liebe Grüsse und vielen Dank schon mal...

Rainer





Hallo Herr Hildebrand,

die Vorgehensweise war erstmal richtig. Raus mit dem Zeug und beobachten. Bei warmer Witterung (mal in der Suche Taupunkt und Kondensfeuchte eingeben) Fenster geschlossen halten und erstmal mit einem Luftentfeuchter arbeiten, beobachten und keinesfalls irgendwelche Chemie oder Tinkturen in die Wände jagen, das verschleiert und verschleppt das Problem / die Ursache nur über einen kurzen Zeitraum - wenn überhaupt. Ebenso die Schwimmbadfarbe, Styrodur .....

Ach ja, welche Art von Putz ist auf den Wänden?

Mit ein wenig vernünftiger "Kellerbewirtschaftung" können Sie höchstwahrscheinlich einen normalen Keller bekommen, aber Bücher usw. – das sehe ich da nicht ohne erheblichen Geld- und Materialeinsatz.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Feuchte...



Hallo,
danke für die schnelle Antwort.

Ich vergass zu sagen, daß der Raum im Erdgeschoss liegt und kein Tiefkeller ist. Das daneben liegende Bad und die Küche sind trocken. Die der Tür gegenüberliegende Wand ist trocken (Hof des Nachbargrundstückes). Der angrenzende ehemalige Öltankraum ist auch leicht feucht.
Die aussenliegende Wand auf dem obigen Foto liegt offen, war aber bis vor einigen Jahren Scheunenwand. Da das Dach der Scheune weggefallen ist, kommt jetzt Regen an die Wand, aber ich fürchte, daß ich nicht sooo tief graben kann.

Ich dachte schon an eine Art Dach, das Schlagregen von der unteren Wand fernhält...

Ach ja, die Wände sind von aussen Naturstein, offen, und seitlich mit modernem Putz (Zement oder so) zugemacht. Innen ebenso, graues hartes Zeugs...
Gruß
Rainer



Irgendwie



sehe ich nicht durch! An welcher Wand ist den nun der Schaden? An der zum ehemaligen Tankraum oder zur Außenwand?
Aber mal von den Wänden abgesehen.
Auf deinem 2.Foto sieht man einen Farn wachsen. Diese mögen dunkle und recht feuchte Stellen. Könnte es sein, dass die ehemalige Scheune einen kleinen Sumpf bildet? Sind deren Fundamente noch drin? Könnten die ggf. das Ablaufen von Regenwasser im Boden behindern?

Vielleicht könnte dies auch ein Grund sein?

Gruß Marko



Aussenwand...



Moinmoin,

der Schaden ist an der Aussenwand, zieht sich aberauch im Tankraum entlang.
Ja, die gezeigte Aussenmauer ist die Schadwand, und ich denke auch, daß der Regen da an der Wand das Problem bildet.

Ich scheue etwas zurück, die Mauer aufzugraben, aber ich komme wohl nicht drumherum.
Klar kann ich dann eine Folie oder sowas reinpacken, ein Drauinagerohr wäre sicher auch gut, aber ich weiss nicht, wohin ich ableiten soll...


Ach so, die Aussenmauer war die Innenwand der ehemaligen Scheune....
Gruß
Rainer



Wird der Raum beheizt ?



Ich tippe auf Kondensation

Die Mauer ist wahrscheinlich Dicht. Durch einen Innen und Außenputz kommt kein Schlagregen durch.
Nach den Bildern scheint mir eine Kondensation von innen eher zuzutreffen als eine Feuchtigkeit von außen. Kondensation in der unteren Hälfte der Außenwand wegen deutlichem Temperaturabfall.
Der Zement bildet mit der Zeit Mauersalpeter, Farbschichten platzen dank schlechter Kapillarfähigkeit auf und blättern ab.
Wahrscheinlich wird der Raum im Winter nicht beheizt. Oder aber durch die Konvektion die Stelle nicht erreicht. Das selbe gilt auch für den Estrichboden.

Was zu tun ist:
Solche Räume sollten mit Kalk/Sand ohne Zuschlagstoffe komplett verputzt werden -> Kein Lehm. Natürlich den alten Putz vorher runter und neu verputzen. Auf Zement und hydraulischer Kalk ist strengstens abzuraten. Räume sollten dann anschließend nur mit Kalkfarbe gestrichen werden.

Weitere Tipps:
Die Außenwand sollte Temperatur besitzen, um die Kondensation zu verhindern. Eine Wärmewellenheizung im Winter mit geringer Energiezufuhr direkt auf die Wand gerichtet, reicht. Oder eine ständige Luftbewegung durch direkt ausgerichtete Ventilatoren.
In den Sommermonaten nur bei niedriger Luft-Außentemperatur lüften.
Der Boden sollte von Kleberesten völlig befreit werden und gut austrocknen. Als neuer Boden sollte eine offene Bodenkonstruktion gewählt werden, die eine gute Atmung gewährleistet.

Ebenso sollte über eine richtige Heizung nachgedacht werden. Den den Raum im Winter überschlagen hält.

Dann können Sie Ihren Raum auch wieder voll nutzen.

Gruß
Alexander Zima



Offene Bodenkonstruktion...



Moin zusammen,

....was ist eine "offene Bodenkonstruktion"....?

Liege ich da mit Lattenrost und OSB-Platten richtig? Ich will ja einen trockenen und sauberen Boden haben....


Gruß
Rainer



Latten-Rost und OSB



Ja, können Sie versuchen.
Mit "offen" meine ich atmungsaktiv. Diffusions als auch Kapillarfähig.

Mir kommt da ein Gedanke, schon mal an eine Wandheizung nachgedacht, oder wenn Sie schon mal den Boden neu gestalten: Eine Fußbodenheizung ? Man könnte ja mit dem Gedanken spielen.


Gruß aus Bad Oeynhausen
Alexander Zima



Da kann



man nur eine Ortsbesichtigung vornehmen. Da bieten sich verschiedene Möglichkeiten für die Feuchtigkeit an, vermutlich wirds eine Kombination aus mehreren Ursachen sein. Dann kann man entscheiden, welche Massnahmen zu treffen sind. Auf jeden Fall erstmal beobachten und sich Zeit lassen, bis eine durchfeuchtete Mauer trocken ist, dauert einige Zeit.
MfG
dasMaurer



Offener Boden und Heizung..



Moin zusammen,

danke für die Tipps, ich lasse dem Raum noch Zeit, und lagere nur relativ unempfindliche Sachen drin.

Eine Heizung ist in diesem Raum nicht vorhanden, das ganze Haus wird mit Holz beheizt und da ist dummerweise kein Kamin in Reichweite.
Ich wollte den Raum für Ausstellungs- und Lagerzwecke nutzen, d.h. nur im Falle der stundenweisen Nutzung mit einem mobilen Gas-Katalytofen o.ä. beheizen, das hat früher immer gut gereicht.

Gruß
Rainer



Drainage geht prima



Hallo Rainer,

wenn alles so pitschenass ist fehlt wohl eine Drainage.

MfG Andrea Cyba



Drainage



Moinmoin,

ich war wieder am Häuschen, um drin zu arbeiten. Der betroffene Raum trocknet zusehends aus und wird immer besser.

Drei Probleme bieten sich nach wie vor:

1. Wenn ich die Wand ausgrabe, und das ist eine rohe Bruchsteinmauer - muss ich mir Stabilitätssorgen machen?

2. Drainage - ich hab festgestellt, daß angrenzend ein betonierter Hof ist, und ich glaube kaum, daß ich meinem Nachbarn den Hof aufstemmen kann. In Reichweite ist auch keine Möglichkeit, die Drainage abzuleiten.
Mein Gedanke war, aufzugraben, und eine Folie an die Wand zu packen... andere Möglichkeit - aufgraben, und eine Folie diagonal von der Wand wegführen, damit das Regenwasser von der Wand entfernt wegsickern kann.
Oder eine Art Dach, das das REgenwasser wegleitet...

3.Zu meinem Boden nochmals.....ist es sinnvoll, diese Tonperlen zu nehmen, oder einfach OSB-Platten auf flache Dachlatten legen....?

Was meint Ihr aus EUerer Erfahrung heraus?

Grüßle
Rainer



Feuchte Wand-einfache Hilfe



Hallo Herr Hildebrand,

habe gerade Ihre Anfrage gelesen und kann Ihnen jetzt schon versichern, dass wir Ihre Feuchtigkeitsprobleme auf unkomplizierte Art und Weise lösen können.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Homepage, auf der Sie uns auch kontaktieren können:

www.feuchtigkeitsprobleme.eu

Mit freundlichen Grüssen

Berthold Poétes



Immer diese Werbung!



Herr Poétes, was würden Sie denn vorschlagen und vor allem warum?

Gruß Marko



Kanaltechnik??



Vielleicht eine Schleuse einbauen, damit man mit dem Ruderboot zwischen den Geschossen wechseln kann.
Hilflos paddelnde Grüsse
dasMaurer