Schimmel in der Duschkabine

25.09.2007 mthuermer



Hallo liebe Community,
von einer Reihe von Problemen, die wir mit unserem neu gekauften Fachwerkhaus (Bj. um 1800,Denkmalschutz als einziges Exemplar einer früher typischen Bebauung) haben, hier eines der drängenden: In der Duschkabine im Bad hat sich von innen Schimmel in der Siliconfuge zur Duschwanne gebildet. Eine genaue Untersuchung der Wand ergab, dass die Fugen dort am oberen Fliesenrand fast durchweg gerissen sind (etwa Fingernageldick), teilweise sind kleine Stücke herausgebrochen. Die Duschstange und Seifenschale sind in den Fugen angeschraubt worden, ohne weitere Abdichtungen, die Schrauben gerostet.
Wir haben die Silikonfugen entfernt und fragen uns jetzt, ob es sinnvoll ist, zunächst - nach austrocknen lassen über 2 Wochen - neu zu verfugen, um wenigstens Zeit zu gewinnen, da wir noch einige andere Baustellen haben (u.a. Feuchte Wände im Keller, Ammonikageruch aus der Wand zum Anbau und dem Fußboden im Esszimmer).
Villeicht weiß jemand Rat? Der Wandaufbau düfte unter den Fliesen aus Gipskarton bestehen, wohl vor einer Fachwerkswand. Genaueres konnten wir bisher nicht erfahren, da wir mit den Verkäufern im Clinch sind, die uns einen von Katzen komplett verunreinigten Anbau mit dem Haus übergeben hatten und seither die Herausgabe von Unterlagen verweigern ....
Danke und herzliche Grüße,

Monika





Hallo Frau Thuermer,

Zur Duschkabine: Silikonfugen sind sogenannte Wartungsfugen und sollten ohnehin in gewissen Abständen ausgetauscht werden. Trockenen ist gut, aber in Ihrem Falle vielleicht nicht ganz sicher. Fachwerkhäuser und Feuchte sind zwei Dinge, die technisch 100% reibungslos zusammenzufügen sind, sonst kann es da später große Probleme geben. Je nach Duschwanne würde ich die anderen Silikonfugen ebenso lösen ( ggf. Vertikalfuge in der Wand) und die Wanne einfach mal kurz anheben und nachsehen, was da los ist. Dann ist man sich wenigstens sicher.
Wenn dann hier etwas von Wasser und Feuchte – gerade im Bereich zu den Trockenbauwänden – zu sehen ist würde ich dann noch weitergehend die Wände untersuchen; sprich abnehmen. Feuchte in der Fachwerkwand ist leider der schleichende Tod. Nur durch nachschauen können Sie auch erfahren, ob der Vorbesitzer auch feuchtraumgeeignete Gipskartonplatten, Sperranstrich usw. verwendet hat.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer