Feuchte Stelle an Kellerdecke (Außenwand)

01.12.2005



Hallo:

wir haben im Keller an zwei Außenwänden unterhalb der Kellerdecke eine Feuchte Stelle. (In der ECKE von zwei Außenwänden)

Diese feuchte Stelle taucht immer auf, wenn es draußen kalt ist. Wir haben daraufhin draußen an den Kellersockel 4 cm Styropor geklebt, aber die Wand schwitzt bei Kälte immer noch. Das Schwitz-Wasser läuft die Wand herunter.

Es ist eine 40 cm starke Wand aus Betonsteinen.
Vielen Dank für jede Hilfe.

t.



Tauwasser



fällt natürlich bei guten Wärmeleitern wie Beton eher an als bei schlechten, wie porosierten Ziegeln. 4 cm Styro sind nämlich zuwenig, und Styropor ist auch das falsche Material, weil nicht wasserbeständig..
Sie sollten 8 cm eines zugelassenen Perimeterdämmsystems nehmen und auch die horizontale Abdichtung nach DIN 18195 nicht vergessen.

Gutes Gelingen



die Wände und die Dämmung im Keller ...



werden nachdem Sie expandiertes oder extrudiertes Polysterol draufkleben auch nicht besser - da kann man rechnen und glauben, wo viel man will.
Die Zementsteine tun dann ihr übriges!
Oft bildet sich zwischen den Schichten der Materialien ein Tauwasser- oder Kapillarwasserfilm der sich in porösem Mauerwerk gut verteilen kann.
Während "Ziegelsteine" das relativ gut abpuffern können (aber auch nur bis zu einem bestimmten Grad) - schwitzen die Zementsteine dann doch schneller und das Wasser geht dahin, wo es hinkann - in Ihrem Fall nach innen.

Die "Dämmschicht" - ist die denn nur im Sockelbereich oder ist die ins Erdreich heruntergezogen??

Florian Kurz





Vielen Dank für Antworten. Die feuchte stelle ist oben in der Wandecke, also von außen gesehen im Sockelbereich des Hauses.

Wahrscheinlich werde ich im Frühjahr noch 2 cm Perimeter-Styropor außen drauf kleben.

Evt. werde ich innen den Putz und etwas Mauerwerk wegklopfen und dann eine Styrodur-Platte einsetzen und dann wieder zu putzen. Ist das eine Alternative?

Gruß
t.



Innendämmung



Ist im Keller stets Mist. Sie zieht Ihnen nur den Taupunkt rein und verhindert Verdunsten.
Wenn Sie Betonkellersteine haben oder geschütteten Beton, haben Sie immer seltsame Wege des Wassers eingebaut, die Sie auch nicht versperren können. Da hilft nur einen kapillaraktiven und diffusionsoffenen Putz, d.h. mit grober Porenstruktur, einzubringen, damit an seiner großen Oberfläche auch viel Wasser verdunsten kann. Und zwar nach innen ! Wenn Sie einen sogenannten dauerfeuchten Keller haben, der auch nicht bewohnt wird, ist der Diffusionsstrom auch stets von außen nach innen gerichtet (er folgt dem Dampfdruckgefälle) und nicht , wie in den Wohngeschossen, von innen nach außen. Die Austrocknung können Sie mit richtiger Lüftung bei trockener Außenluft unterstützen. Also bei Hochdrucklagen im Winter, bei Trockenheit im Sommer, nicht aber bei gewitterluft oder dem ersten Herannahen der Warmfronten im Juli. Die nämlich laden Ihnen ungeheure Mengen an Tauwasser auf den noch winterkalten Wänden ab. Habe schon die Katze vor solchen Wasserfällen flüchten sehen.

mit besten Grüßen