Feuchte in der Wand und Wasserflecken

13.08.2010



Hallo, unser Haus aus Ziegelstein (1906) hat Feuchte Aussenwände im EG. Man sieht am Putz deutliche Flecken und als ich innen den BETON! abgemacht habe, merkte ich auch dort die Feuchte. So, nun aber mein Problem: Im Gewölbekeller ists soweit trocken... Kann es sein, dass die Flecken vom Regenwasser und einem nicht geeigneten Aussenputz kommen? Welchen Aussen-Putz kann ich auftragen, damit das nicht mehr vorkommt und ich auch innen keine Feuchte habe?
Grüße
Eva



feuchte Wand



Hallo Eva,
bei so einer "Wassereinleitungsvorrichtung" ist das kein Wunder.
Ich meine damit den famosen Absatz oben am Sockel.
Dort dringt bei jedem Regen kapillar Wasser in die Wand.
Das Regenwasser läuft an der Wand herunter und staut sich auf der fast waagerechten Oberfläche des Absatzes. Dazu kommt noch die normale Beregnung und im Winter tauender Schnee, der auf dem Absatz liegt.
Der Vorsprung sollte angeschrägt werden.

Viele Grüße



Moin Eva,



Platten bis direkt an die Hauswand is zwar suboptimal, aber bei einem Spritzwasserschaden wären eher die untersten 30-40 cm betroffen, sach ich.

Mit eine paar Probebohrungen innen in den Ecken könntest du feststellen, ob die Ziegelwand nur oberflächlich feucht (Bohrmehl innen heller und trocken) oder auch im Kern nass ist.

Hast du Bilder von innen?

Unter "Community", "Regionalinformationen" findest du vielleicht ein Mitglied, welches sich das mal vor Ort anschaut.

Gruss, Boris



aber...



Hallo Georg.
Vielen Dank für deinen Tipp. Ich frage mich nur, warum es beim Nachbarn, mit dem gleichen Baustil, nicht so aussieht?
Und der Dachvorsprung ist ausreichend, damit kein Wasser an die im Bild gezeigte Hinter-Seite kommt.
Nur seitlich regnet es an die Fassade. Kriecht die Feuchtigkeit dann von dort an die anderen Wände?
An der Sonnenabgewandten Seite sieht es am Schlimmsten aus. Da fangen die Flecken schon etwas unter den Fenstern im ersten Stock an!
Gruß



feuchte Wand



Einfach mal bei Regen und Wind davorstellen und sehen, was passiert. Der Regen kann senkrecht, aber auch fast parallel zur Wandfläche auftreffen. Die ersten paar Tropfen, die an die Fassade wehen werden vom Putz aufgenommen. Dann beginnt der Regen an der Fassade herabzulaufen, mal früher ( wenn eine wasserabweisende Farbe aufgetragen wurde) mal weniger bzw. später, wie bei normalem Dickschichtputz.
Der wunde Punkt ist und bleibt der Sockelvorsprung. Der muß weg, damit sich hier kein Wasser staut und dann kapillar nach innen wandert.
Natürlich kann zusätzlich zur äußeren Feuchtebelastung noch Kondenswasser kommen, feuchte Wände leiten Wärme besser. Beide Ursachen können sich aufschaukeln.

Viele Grüße





Hallo Eva,

das sehe ich ähnlich wie meine Vorschreiber, das Kind hat da wahrscheinlich mehrere Väter. Zum einen ist da der Sockel, doch kann ich mir eher vorstellen, dass hier neben evtl. Schlagregen auch noch falsche Putze bzw. falsche Endbeschichtung mit im Spiel sein können, Kondensatausfall wäre zu prüfen. Bei Bedarf kann ich mir das Ganze einmal ansehen.

Du schreibst "als ich innen den Beton abgemacht habe". Kannst Du das etwas näher erläutern? Meintest Du hier Zementputz o. ä.? Wie ist denn das Raumklima im Hausinneren? Wurde das Haus längere zeit nicht bewohnt?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



nach dem Einen kommt das Andere



zu erst ist das Haus in Ordnung - steht im Dreck
dann kommt die Schwiegermutter - da muss ein Weg hin
dann wird der Sockel vom Haus nass
die mittlerweile falsche Farbe blättert - FEUCHT
"Den Sockel muss man schützen" - Zementabdichtpampe drauf und noch ne GUTE Farbe!
und plötzlich sind die Flecken vom Sockel über den tollen Sockelabdichtungsputz gewandert.

Das gute dabei ist: SIE haben entdeckt: hinterm Zement ists feucht!!

Falsche Materialien, falsche Denkweise seit Jahren und immer neue und neuere und noch neuerere und am aller neuerersten Materialien kommen drauf - Ich sag: Lassen Sie's beim ganz alten!

Hauen Sie den Zement weg und lassen austrocknen - danach solubel SP50 drauf (im Sockelbereich) und LKM im Wandbereich (innen und aussen) und das Ganze kommt wieder dahin wos hingehört: in Ordnung!

Und eins weiß ich sicher: An der Deutschlandfahne vom Nachbarhaus liegts nicht!

FK



Einfach und gut



Herr Kurz hat vollkommen recht, den alten Putz bis auf's Mauerwerk entfernen, und mit Solubel SP50 verputzen.
Dieser Aufbau funktioniert und hält die Wand trocken.

Grüsse