Ytong-Stein innen vor Fachwerkwand mauern

28.09.2010



Hallo,

wir haben ein Problem nachdem wir hier so einiges gelesen haben, ist es uns schon schlecht.
Wir haben ein Haus BJ. 1917 gekauft. Untere Etage ist aus Backstein und die obere aus 18ner Fachwerkwand. Jetzt haben wir schon begonnen innen vor die Fachwerkwand eine 11,5 cm starke Wand aus Ytong-Steinen zu mauern.Zwischen Fachwerkwand und der neuen Wand haben wir einen minimalen Zwischenraum gelassen.Diese Wand wird dann noch verputzt. Später wollen wir die Fassade auch erneuern und dämmen. So wie wir bisher gelesen, gibt es viele unterschiedliche Meinungen hier dazu, jetzt stehen die Steine aber schon fast komplett. Was gibt es jetzt für Tipps um von Außen das Fachwerk richtig zu dämmen. Wir wollen so dämmen, dass das Fachwerk nicht ersichtlich ist und anschließend Putz drauf kommt. Auf der einen Seite des Hauses ist bereits Außenputz dran und auf der anderen Seite sind Aspestplatten vor dem Fachwerk.

Es wäre schön wenn uns wer helfen könnte, wie wir jetzt am besten weiter verfahren ohne große Schäden anzurichten.



OK, Du stehst also noch.



Dann lies mal hier weiter.

http://www.bau.de/forum/innenwaende/2180.htm

Grüße aus Schönebeck



ich befürchte



Dass das schief geht!

FK



Innendämmung Fachwerk



11,5 cm Porenbeton sind nicht mehr als die klassische Innendämmung zu werten. Allerdings gibt es einen erheblichen Mangel:
Der Luftspalt.
Der sollte mit Leicht- bzw. Dämmmörtel geschlossen sein.
Weitere Problemzonen sind die Anschlüsse an Innenwände,Decken, Fenster- und Türlaibungen. Wenn hier nicht sorgfältig im Detail gearbeitet wird, können sich Kondensationsebenen bilden.

Mit einem mineralischen Außenputzsystem ergibt sich dann eine hohlraumfreie, diffusionsoffene und kapillar transportfähige Außenwand.
Große Wunder was Energieeinsparung betrifft sollten Sie nicht erwarten, aber eine Erhöhung der Bauteilinnentemperatur und damit die Verringerung der Gefahr von Kondensatausfall. Außerdem verbessert sich die Schalldämmung.

Viele Grüße





Hallo,

hinsichtlich der geplanten Außendämmung gibt es die unterschiedlichsten Varianten. In Ihrer region würde ich ein VWS-System aus Holzweichfaserplattn nehmen (Gutex z.B.: thermowall., als Schlußbeschichtung einen Edelkratzputz mit mindestens 15 mm Dicke).
Es geht billiger, aber Styro mit auf Kornstärke abgeriebenem Kunstharzputz ist Käse.

Grüße vom Niederrhein





Hallo
vielen Dank für Ihre Antworten.
Ist es denn zwingend erforderlich das dieser Zwischenraum geschlossen wird, da mit einer Außendämmung doch der Kältepunkt weiter nach Außen gelegt werden könnte und das entstehen des Schitzwassers im Luftspalt verhindert wird oder sehe ich das falsch. Zusätzlich ist dieser Ytong Stein doch so luftdurchlässig. Oder könnte man diesen Zwischenraum auch mit einer Mineralwolle oder anderen Dämmungen schließen?





Ja,
Es ist zwingend erforderlich den Holraum zu schließen aber nicht mit Mineralwolle, die kann das eventuell anfallende Kondenswasser nicht wieder im nötigen Umfang abgeben.
Das heißt die Ebene bliebe dann feucht.

Der Holraum lässt sich am besten mit Kalkmörtel oder Lehm verfüllen.

Grüße aus Schönebeck