Umbau von teilweise fachwerkhaus

27.01.2011



Hallo!
Ich hoffe ich finde hier jemanden, der mir meine Fragen beantworten kann. Da es sich speziell um das Haus handelt in dem ich wohne und da sich hier der Sachverhalt etwas kompliziert darstellt habe ich für meine Frage ein neues Thema eröffnet, ich hoffe das ist okay.

Also: ich wohne in einem ca. 200 Jahre alten Fachwerkhaus an dem baulich im laufe der Jahre viel verändert worden ist und und dem auch viel gepfuscht wurde.
2 Seiten des Hauses sind noch Fachwerk, die anderen 2 Außenwände sind irgendwann (unbekannt) aus Stein gemauert worden.
Bei einer Fachwerkwand wurde irgendwann schon mal ein weiteres Mauerwerk innen, mit Hohlraum, vor das Fachwerk gesetzt.

Im Zuge der letzten Renovierung wurden alle Innenwände mit Rigips verkleidet. Es wurde überall ein Hohlraum zwischen der Gipswand und der Außenwand gelassen, laut Bauherrn um Schimmel und Taupunktverschiebung etc. vorzubeugen. Aus diesem Grund wurde das Haus auch nicht weiter von innen gedämmt, wir haben nun Außenwand, Hohlraum (in dem Leitungen etc verlaufen) und dann eine Lage Gips.

Ist das so richtig ausgeführt worden oder hätte man das Haus doch irgendwie dämmen können? Oder geht nur die Dämmung von außen? Da wäre dann aber meine Frage wie könnte ich denn die Fachwerkseiten von außen dämmen?

Wie gesagt ich bin da völliger Laie und will eigentlich nur wissen ob ich so richtig informiert wurde oder ob hier murks gemacht wurde. Sind Mieter des Hauses mit Option auf Kaufen.....und wollen natürlich wissen ob da alles so okay ist..



Hohlräume



Nicht hinterlüftete Hohlräume und mehrschichtige Wandaufbauten im Zusammenhang mit Fachwerkkonstruktionen, die nicht vollflächig (ohne Hohlräume) und kapillaraktiv in beide Richtungen wirken, sind gefährdet für TAuwasserausfall und Schimmel. Die beschriebene Konstruktion ist generell schimmelgefährdet und muß bei einer Sanierung komplett entfernt werden. Eine Fachwerk-Innendämmung ist, fachgerecht ausgeführt, möglich. Eine Aussendämmung auch, widerspricht aber der Charakteristik komplett. Dann sieht´s wieder aus wie in den 70/80´er Jahren. Gelegentlich werden traditionell aber schlagregengefährdete FW-Fassaden verkleidet.





Hallo Sberg,

wie Herr Pickartz schon schreibt sind Altbau-Wandkonstruktionen mit Hohlräumen Tauwasser- und somit auch schimmelgefährdet. Bei dem von Dir beschriebenen mehrlagigen Aufbau dürfte dieser - wenn es zum Kondensatausfall kommt - auf der Innenseite der Fachwerkwand stattfinden. Das ist nicht gut. Das ist genau der Bereich, den niemand kontrollieren kann, es sei denn man öffnet die Wand. Kennst Du die Schichtdicken, das Material der später innen gestellten Wand und ist das Fachwerk ausgemauert? Vielleicht gibt es jemand hier im Forum aus dem 59er Bereich, der sich das einmal ansehen kann.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Da hilft



nur die Vorortbesichtigung durch einen Fachmann. Der kann dann was aussagen über den Zustand des Gebäudes und welche Massnahmen zur Behebung des "Murks" notwendig sind. Und dann lässt sich auch eine vorsichtige Kostenschätzung vornehmem. Kostet wohl ein paar Euronen, kann aber vor einem "Fass ohne Boden" retten.
MfG
dasMaurer



wie



bereits beschrieben, wurde in 200 Jahren viele Baufehler gemacht. Das Fachwerk hat seine Eigenheiten beim Dämmen und sollte vorher untersucht werden. Die bereits massiv erneuerten Wände können ohne größere Probleme gedämmt werden.
Eine mögliche Lösung zur Anpassung ans verbliebene Fachwerk findest Du bei meinen Bildern.



Das sollte man sich auf jeden Fall ansehen.



Hallo,
Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit der Sanierung alter und historischer Gebäude.
Es gibt zwar einige Richtwerte. Aber was am konkreten Objekt geht, sollte vor Ort angesehen werden.
Innendämmung funktioniert, wenn einige Punkte beachtet werden.
Wenns nicht zu weit ist, komme ich gern raus, mir das ansehen.