Bruchsteinwand innen Dämmen/Isolieren?




Guten Tag Zusammen,
Benötige einen Fachmännischen Rat zum Thema Bruchsteinmauerwerk
Wir bauen ein Stallgebäude von 1949 zu einem Wohnhaus um.
Die Frontseite hat eine vorh. Bruchsteinmauer(Grauwacke) ca 50-60 cm stark (von aussen soll es Sichtbar bleiben) und ist mit Kolläsche aufgefüllt und verputzt.Die Restlichen Aussenmauern sind aus einer doppelwandigen Klinkermauer mit einer ca 36 cm stark und mittig aufgefüllt mit einer Bimsschüttung ca.5 cm.
Den Putz haben wir schon komplett entfernt.
Die Bruchsteinmauer ist innen nicht feucht nur wird der Stall auch seit 15-20 Jahren nicht mehr genutzt also keine Diffusion von innen.Vom Bauablauf gehen wir volgendermassen vor:
die alte Betonplatte (kein Keller) wird entfernt und ausgeschachtet,eine Kapillarbrechende Schicht,eine Horizontale Wärmedämmung eingebaut sowie eine Noppenbahn ausgelegt. Darauf wird eine WU Betonplatte gegossen. Wie baut man Ihrer Meinung nach, die Wärmedämmung/Isolierung hinter der Bruchsteinwand auf bzw. wechle verwendet man.Über Rat und Tipps von Fachleuten wären wir sehr Dankbar.

Gruss
Andy Klein



Bruchsteinmauerwerk



Zur Antwort benötige ich noch einige Auskünfte:
1. Was ist "Kolläsche"?
2. Welchen Grund gibt es für WU- Beton als Baustoff?
3. Wie ist der genaue Aufbau der Ziegelwand?
4. Wie sollen die Räume im EG später genutzt werden?
5. Was soll als Wärmedämmung im Fußboden eingesetzt werden?
6. Wie ist die Geschosshöhe?
7. Welche Decke kommt über das EG?

Viele Grüße
Georg Böttcher



Bruchsteinwand innen Dämmen/Isolieren?



Guten Tag Herr Böttcher,

vielen dank für Ihre Antwort bzw Fragen.
zu 1.Was ist "Kolläsche"?
Kolläsche ist eine art Hochofenschlacke aus den 40 er Jahren,Bimsige Konsistens 5-20mm aber wesentl. Fester wie bims.
zu 2.Welchen Grund gibt es für WU- Beton als Baustoff?
Da wir keinen Keller haben haben wir gedacht um auf nummer Sicher zu gehen einen WU-Beton zu verwenden der evtl auch(kommt auf den Aufbau an den Wänden an)dan nmit ener Bitumenbahn abgeklebt wird.
zu 3.Wie ist der genaue Aufbau der Ziegelwand?
Die Ziegelmauer mit Putz insgesammt ca 36cm stark
ca 4 cm Putz innen/aussen 2*11,5 Ziegel und rest mittig eine Luftschicht die wahrscheinlich auf dem ersten halben-dreiviertel meter mit dem abgefallenem Mörtel aufgefüllt ist.Diese Art Ziegelwand befindet sich über der Bruchsteinwand(2.Etage nur eine massive Wand der Rest wird wahrscheinlich aus Bimsstein oder Poroton)und in der unteren Etage sind 2 Wände aus den o.g. Ziegelmauern . Eine seite steht zu einem bestehendem Wohnhaus.

zu 4.Wie sollen die Räume im EG später genutzt werden?
Im EG befinden an der Bruchsteinwand die Küche (offen zum Wohnraum)kleine Abstellkammer,offene Treppe ,Diele,Gäste WC.z
Von der Bruchstein wand weg ein offener Wohn-Ess Rau mit angrenzendem Wintergarten so wie ein Büro,Wasch und Heizungsraum.

zu 5.Was soll als Wärmedämmung im Fußboden eingesetzt werden?
bei der Wärmedämmung sind wir uns noch nicht sicher .Da kein Keller und vorhandene Platte entsorgt wird unter die neue Platte eine Styrodurdämmung o.Ä einzubauen,aber Ehrlich gesagt wissen wir noch nicht was besser ist, wir müssen eh mal sehen wie die Wärmebrücken an der Bodenplatte und der Decke vermieden werden.

zu 6.Wie ist die Geschosshöhe?
zu 7.Welche Decke kommt über das EG?

die Geschosshöhe im EG beträgt ca. 2,70m wenn die neu Decke auf die selbe Höhe kommt wie die alte. Das gestaltet sich aber noch schwierig, da das zu erhaltende Dach auf dieser alten Stalldecke abgestützt ist. wenn die Decke darüber kommt und dann die alte decke abgerissen wird haben wir eine Geschosshöhe von ca.2,95m.
Über das OG kommt eine Holzdecke.


Ich hoffe das die Info reicht, ich habe versucht es so ausführlich wie möglich zu schreiben.Ich bedanke mich vorab für die Mühe.Wenn weitere Informationen benötigt werden würde ich versuchen einen planschnitt einzuscannen.

Mit freundlichem Gruss

Andy Klein



Bruchsteinmauerwerk



Hallo Andy,
eine Dämmung des Mauerwerkes ist m.E. nicht erforderlich, auch keine Trockenlegung. Lass Dir also nichts in der Richtung aufschwatzen.
Innen bietet sich als Putz Lehm oder Luftkalk an.
Lass vorher die Wände auf Salzgehalt prüfen.
Betreffs des Fußbodenaufbaus gibt es grundsätzlich 2 Varianten:
1. Ohne Betonplatte mit Schaumglasschotter und Dielung
2. Mit Betonplatte

Bei der zweiten Variante folgender Regelaufbau:
- kapillarbrechende Kisstragschicht, ca. 10 - 15 cm,
- Ölpapier o.ä. als Trennlage,
- 10 - 15 cm Unterbeton,
- Abdichtung, z.B. mit Schweißbahn,
- Wärmedämmung ca. 10- 15 cm, ev. mit Fubo- Heizung,
- Estrich 4-5 cm.

WU- Beton ist unnötig.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Direkte Lösungen



In unserer Praxis ergaben sich bereits mehrfach Objekte, wo eine Wandheizung direkt auf die Natursteinwände verlegt wurde. Nachher unter Wärme verputzt mit Lehm.

@G.Böttcher
Salzgehalt prüfen lassen, stimmen wir mit zu.

Fußbodenaufbauten wenn möglich, stets dfissionsoffen gestalten und zur Wärmedämmung mit einem Schaumglasschotter
arbeiten.

Grüße Udo