Trockenbauwand in Altbau quietscht nicht mehr




Hallo Zusammen,
ich hatte vor 2 Monaten über eine Trockenbauwand im Altbau auf Holzbalkendecke berichtet, die sehr laut quietschte. Die Wand war aus zweischaligem Blechprofilständerwerk mit Innenlaufender Schiebetür aufgebaut und die Ständerwände jeweils einseitig doppellagig mit 10mm Gipsfaser Fermacell beplankt. Zwischenzeitlich habe ich die Wand zurück gebaut, und komplett neu aus KVH konstruiert. Die Wand ist zum Boden, den Wänden und der Decke mit Dämmstreifen abgekoppelt und in ca 50 cm Abständen angedübelt. An Decke und Wänden habe ich die Metallprofile wiederverwendet, nur die tragenden Teile und die Fußbodenprofile aus Holz ausgeführt (94x44mm und 74x44mm für die Senkrechten von Decke bis Boden und 44x44mm für die waagerechte Verstrebung.) Darauf ist eine Lage OSB 12mm Nut-Feder-System verschraubt. Die Wand ist nun auch etwas schlanker geworden und macht einen deutlich besseren, steiferen und stabileren Eindruck, außerdem ist sie absolut lautlos, wovon ich absolut begeistert bin. Nun möchte ich noch eine Lage "Trockenputz" draufmachen, d.h. noch verwendbare Gipsfaserplatten aufschrauben und verspachteln, bin aber hinsichtlich dieses Plans skeptisch, da ich öfter gelesen habe von ausschüsselnden Holzplatten und Rissen in der Deckschicht. Um dem etwas entgegen zu wirken habe ich die Platten an den Stößen und zu den Rändern nicht auf krach gestoßen, sondern bis zu 4 mm Raum gelassen, damit sie sich bewegen können. Da es sich um ein WZ handelt und die Luftfeuchte nach meiner Erfahrung zwischen derzeit 50 % und max. 75 % schwanken wird, beruhigte mich das eigentlich auch. Bevor ich aber weitermache frage ich mal in die Runde, ob ich liebe rnoch irgend etwas tun sollte. Geplant ist, die Kanten der Gipsfaserplatten mit Butterbrotpapier zu hinterlegen, damit die Spachtelmasse nicht irgendwie das Holz aufquillt. An sonsten dachte ich an direkte verschraubung. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dünne Holzleisten dazwischen zu legen, um einige mm Luft zwischen Gipsfaser und OSB zu bringen, um Rissbildung zu vermeiden. Oder mache ich mir komplett unnötige Gedanken?

(Die Ausschnitte in der Wand auf dem Bild sind für ein Oberlicht über der Türe und ein Einbauregal in der Wand, über die man auch die Wartung der Türschiene und der Elektrik vornehmen könnte wenn etwas ist.)
Ich würde mich sehr über Meinungen freuen.



Wie...



...soll`s denn am Ende aussehen? Wird die gespachtelte Oberfläche nur gestrichen?
Ich habe bei einer Ähnlich aufgebauten Wand einfach mit Malerflies/Renoviervlies tapeziert. Ist günstig, stabil, einfach zu Verarbeiten und versteckt die Struktur der OSB.
Danach einen Rollputz von Kreidezeit aufgetragen, fertig.

Mir ging es nur darum die OSB Struktur zu verdecken, das ging so einfacher als mit GiKa+spachteln+schleifen.

Grüße
Michael



Die Oberfläche...



soll ähnlich der anderen Wände werden. Ich würde ja Raufaser tapezieren und weiss streichen. Aber meine Freundin möchte eine weiss gekalkte Wand (Sumpfkalk mit Leinöl o.a.), so wie wir die übrigen Massivwände bearbeiten wollen. Nur ist dabei die Trockenbauwand sicherlich viel empfindlicher.

Die OSB-Struktur verschwindet auf jeden Fall. ich hab das OSB nur deshalb gewählt, weil es durch das Nut-Feder-Prinzip eine sehr stabile und dennoch leicht aufbaubare Konstruktion ergibt, durch die die kleinen Fehler der über 3m langen Konstruktionshölzer, die nicht alle 100% gerade sind, ausgeglichen werden konnte.

Übrigens, der Deckenanschluss soll ein Stuckgesims (Kehle plus zu ergänzende Zierstäbe an Decke und Wand) bekommen, wie an den anderen Wänden links und rechts.