Außenwand lässt anscheinend wasser durch, Hilfe bitte!

16.09.2007



Hallo liebe Gemeinde! Ich ziehe nun in eine neue Wohnung. Beim Renovieren fällt auf, dass der Putz an manchen Stellen (Außenwand) durchnässt ist. Wie kriege ich die Außenwand "dicht"? Gibt es eine Versiegelung die man "aufstreicht"? Das Mauerwerk ist verkleidet mit glatten länglichen Riemchen, welche wohl kaum wasserdurchlässig sind. Habe also die Fugen im Blick....
Gibt es hier auch Leute die z.B. gegen Kostenerstattung "vor Ort" Hilfe anbieten?





Ich würde den Blick mal auf die Wärmedämmung richten.
Klingt doch alles sehr nach Kondensatausfall.
MfG j.h.schröters

ach ja, für Geld kommen wir natürlich alle mal vorbei zum Schauen(Humor kann nicht Schaden!)



Außenwand



Die Riemchen sind vielleicht dicht, nicht aber der Fugenmörtel.
Sind diese Riemchen Teil einer Verblenschale, ist zwischen Wand und Verblendern nur Luft oder Luft und Dämmstoff?

Viele Grüße
Georg Böttcher



keine Dämmung :-(



Hey super schnelle Antwort, dafür vielen Dank!!!

Leider ist keine Dämmung vorhanden (noch nicht, soll später kommen). Derzeit sind die Riemchen direkt verklebt mit dem Mauerwerk...



Rohrbruch?



Hallo, kannst Du einen Rohrbruch in der Wand ausschließen? Ist vielleicht außen die Regenrinne nicht in Ordnung?
Und noch 'ne Frage ;-) : ist das nicht Sache des Vermieters?

Viele Grüße, mag



Rohrbruch ausgeschlossen



Es ist definitiv jeweils kein Rohrbruch, sondern es kommt irgendwie das Wasser durch die Wand nach innen. Ja, es ist Sache des Vermieters. Den habe ich aber bereits sehr strapaziert, da die Bäder der Wohnung kpl. saniert werden müssen, genauso wie fünf Fenster. Das hatte er sich bei der Miete nicht unbedingt vorgestellt und so möchte ich ihn wenn möglich ein wenig schonen.

Frage:
Kann man nun vielleicht einfach die InnenAußenwand dämmen, mit Dampf-/Luftsperre zum Innenraum "abdichten" und gut?
Gibt es nicht eine Möglichkeit zusätzlich die Fugen außen abzudichten?



innen Dämmung?!



Hallo Jürgen,
zur Frage der Innendämmung.
Prinzipiell ungünstig, dennoch machbar mit einer Klimaplatte z.b. www.casiplus.de
Hüte dich vor Styropor und Rigips!!
DAS gibt Schimmel!!!!
Zur Frage der Fugenabdichtung, ja, mit einem Hydrophobierungsmittel.
Achte nur darauf das die Fugen zum Zeitpunkt des Anstrichs Trocken sind.


MfG j.h.schröters



scheint nicht wirklich ein Tipp zu sein....



CASIPLUS Wohnklimaplatten können Schimmelpilz verhindern, wenn die Ursache eindeutig im Bereich der Innenkondensation zu suchen ist (Innenwände, Decken). CASIPLUS Wohnklimaplatten und Systemkomponenten sind nicht geeignet bei Feuchtigkeiten, die von außen eintreten, bei aufsteigenden oder hygroskopischen Feuchten o.ä.
CASIPLUS Wohnklimaplatten ersetzen nicht fehlende oder brüchige Abdichtungssysteme. Ggf. beauftragen Sie bitte einen Gutachter mit notwendiger Messtechnik.

habe ich dort gefunden..





Stimmt, wie in meiner ersten Antwort steht gehe ich von der Annahme aus das dein Problem im Schwitzwasser liegt(Innenwandkondensation) und weniger in der undichten Fuge. Wahrscheinlich in einem Gemisch aus beidem, was bedeutet das aufgrund der undichten Fuge die Wärmedämmung die eh schon mangelhaft ist weiter sinkt und zur Kondensation an der Bauteilinnenseite führt.
Herr Böttcher hat mit seiner Fragestellung anderes im Sinn.
Dies ist eine Community zur Hilfestellung, hier gibt es gratis Denkanstöße.
Das bedeutet aber nicht zwangsläufig dass man anhand zweier Sätze die Gesamtsituation erfassen kann.
Sollte die Auskunft für dich zweifelhaft sein bzw. nicht schlüssig bleibt dir ein kostenpflichtiger Ortstermin wohl nicht erspart.
Der Herr Böttcher ist da schon ne gute Adresse.
Mit freundlichen Grüßen
j.h.schröters



Nun Kalziumsilikat ist nicht gleich Kalziumsilikat, aber auch...



gleich welcher Art, es wird einer Innendämmung gleichgestellt. Alles was innen aufgebracht wird verhindert, dass die dahinterliegende Wand warm wird.
Das Problem der Kondensation wird besser und sicherer durch die richtige Beheizung abgestellt.
Nun Frage dazu: Wie wird geheizt und wo ist der Heizkörper?
Welche Temperatur hat der Boden-Wandanschluss und wie hoch ist die Raumtemperatur?



innen dämmen oder nicht



"Alles was innen aufgebracht wird verhindert, dass die dahinterliegende Wand warm wird."
Richtig!
Richtig ist aber auch das durch die Klimaplatte der Taupunkt der Wand weiter zur Außenseite verschoben wird, was zur Folge hätte das dass anfallende Kondensat nach beiden Seiten Ausdiffundiert und die hohe einseitige Belastung im Innenbereich verschwindet. Wird die Platte bis zur Dämmung des Estriches heruntergezogen, sprich der Estrich im Wandanschlussbereich geöffnet, sollte auch die von meinem Vorredner Herrn Bromm angeführte eventuelle Kältebrücke entschärft sein.
Wichtig scheint mir hier auch die Frage nach dem Klinkerriemchen.
Der Beschreibung nach handelt es sich um eine glasierte Oberfläche was zur Folge hätte das nach aussenhin keine, bzw. nur geringe Diffusion durch die Fugen stattfindet.
Als Ergebnis würde dann nicht die Frage nach der Außenabdichtung der Wand steht sondern das genaue Gegenteil. Die Riemchen müssten runter damit das sich anstauende Kondensat entweichen kann. In jedem Fall schadet die Kalziumsilikatplatte aber nicht.
Im besten Fall verschwindet der Feuchte Fleck nach aufbringen der Platte, im ungünstigsten Fall müssen die Riemchen zusätzlich runter.
Ich würde natürlich dem Vermieter die Sache mit den Riemchen runter vor Ausführung der arbeiten mitteilen, könnte sonst ein zwei Unstimmigkeiten geben wenn du da wild an der Fassade rum hackst.
MfG j.h.schröters
Die Frage nach dem Heizkörperstandort und Heizgewohnheit bleibt dennoch interessant.



Schönen Dank erst einmal



Die Heizungen (zwei) werden reduziert auf eine, sie werden aus der Wandnische herausgeholt (gedämmt und zugemauert) und somit ebenfalls modernisiert. Der Raum wird als Kinderzimmer genutzt werden, ist also täglich in Gebrauch. Ein großes Fenster wird regelmäßig für Luftaustausch sorgen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist in den Raum also nicht zu erwarten...

Mein Vorhaben ist, eine Dämmung aufzubringen, eine Dampfsperre (Folie) anzubringen und dann mit Rigips zu verkleiden.

Muss die Dämmung jeweils "über Eck"? Also die Decke und der Boden noch z.T. mit gedämmt werden? Dazu müsste ich den Estrich (ich glaube nicht einmal dass es Estrich ist, sondern eher Zement) einstemmen und die Decke abhängen...Ist nicht wirklich prickelnd...;-(



Wenn das Wasser tatsächlich durch die Wand kommt,



ist jeglicher Plattenkram fehl am Platze.

Außerdem ist das nur und ausschließlich Sache des Vermieters. Übermäßiges Mitleid ist hier fehl am Platze (sagt ein u.a. Vermieter, der sowas nicht vermieten würde). Eine Wohnung mit nassen Wänden ist grob mangelhaft.

Wenn's Ihr Haus wäre, würde ich Ihnen zum Abhacken der Riemchen raten...

Grüße

Thomas



Es ist falsch Herr Schröter, dass Sie mir unterstellen, ich spreche von einer "Kältebrücke" ,....



wenn schon, es gibt nur Wärmebrücken!
Weiter schreiben Sie:
""Richtig ist aber auch, dass durch die Klimaplatte der Taupunkt der Wand weiter zur Außenseite verschoben wird, was zur Folge hätte das dass anfallende Kondensat nach beiden Seiten Ausdiffundiert und die hohe einseitige Belastung im Innenbereich verschwindet"" usw.
.
Das ist doch so nicht richtig!
Eher ist es umgekehrt. Wenn innen eine wärmedämmende Platte aufgebracht wird, verlagert sich doch auch der Taupunkt nach innen!
Und so leid es mir tut, ich darf doch nachfragen, was hat der Taupunkt mit Kondenswasser in der Wand zu tun.
Glauben Sie, dass da sehr viel Tauwasser entsteht?
Wo soll denn dies herkommen?
.
Und Herr Haupt ich rate Ihnen machen Sie die Verkleidung so nicht, es sei denn Sie wollen Schimmel züchten.
Und wenn Sie auch noch einen Heizkörper weniger haben, ja wie soll dann der Rest der Wände warm werden.
Die Wärme steigt doch erst nach oben und der Boden-Wandanschluss bleibt kalt.
Dadurch wird auch die Wand feucht geworden sein.
Und noch ein Tipp - nehmen Sie mal ein Glas Wasser und schütten dieses an die Wand (natürlich außen) es sollte alles nach unten laufen und nicht die Wand befeuchten!
Haben Sie denn keine Fotos?





8 Beiträge und der Bauherr entscheidet wie er entschieden hat....naja so sei es denn.

Herr Bromm,
wenigstens bei ihnen find ich ein offenes Ohr.
Die Frage ob es sich um eine Wärme oder Kältebrücke handelt ist wie die Frage nach dem halbvollen oder halbleeren Glas.
Sagen wir doch im Sommer ist’s ne Wärmebrücke und im Winter ne Kältebrücke.
Und was ich hier gerade Bau ist auch ne Brücke, ob Sie wohl darüber gehen?

"Eher ist es umgekehrt. Wenn innen eine Wärmedämmende Platte aufgebracht wird, verlagert sich doch auch der Taupunkt nach innen!"
(Korrigieren Sie mich Bitte)
Die Kalziumsilikatplatte wird durch ihr hohes Diffusionsvermögen ein absinken des feuchtegehaltes der Wand erreichen, vorausgesetzt der Putz kommt vorher ab. Dadurch bedingt erhöht sich die Eigendämmung der Wand, bestenfalls erreicht Sie ihren Ursprünglichen Wert.
Nimmt man nun den neuen Wandquerschnitt, incl. Kalzs.platte bei unverändertem Taupunk so hat sich der Taupunkt zur Außenseite hin verschoben.

"Und so leid es mir tut, ich darf doch nachfragen, was hat der Taupunkt mit Kondenswasser in der Wand zu tun."
Glaub ich nicht, glaub eher Sie wollen mir auf´n Zahn fühlen.
Naja, da Bauherrn unseren Rat hier eh ignorieren unterhalten wir uns eben.
Taupunkt ist der Punkt in einem Wandaufbau an dem Warm und Kaltluft Aufeinandertreffen und es zum Ausfall der in der Luft gebundenen Wassermolekühle kommt(ist vielleicht nicht wortwörtlich aber soll hier reichen).
Dieser Punkt sollte im äußeren drittel eines Wandaufbaues liegen um eine Diffusion nach außen hin zu gewährleisten und die Wärmedämmeigenschaften aufrecht zu erhalten.


"Glauben Sie, dass da sehr viel Tauwasser entsteht?"
Im Winter ja.
Aufgrund der Riemchen und der damit verbundenen Diffusionssperre, im Zusammenspiel mit schlechten Lüftungsgewohnheiten, Mauerverjüngungen im bereich der Heitzkörper, gehe ich davon aus das es bis zur völligen Sättigung der Wand reicht.
Wird die Wand nun im Sommer noch beschattet und hat die Wand das nötige Speichervolumen dürfte es für ein ganzjähriges Tropenklima reichen.
Glauben Sie nicht auch?