nochmal Innendämmung

05.01.2011



Hallo zusammen,

ich habe mir in einem alten Stall, der direkt an mein Wohnhaus grenzt, einen Hobbyraum zurechtgemacht. Dieser ist beheizbar, wird aber meistens nur frostfrei gehalten. Jetzt wollte ich an der Wand zum Wohnhaus (einfache Ziegelmauer) noch eine Dämmung anbringen. Diese soll auf der "kalten" Seite angebracht werden, also nicht im Wohnhaus sondern im Hobbyraum. Ich hatte an sowas wie Ytong Multipor gedacht, das scheint mir für eine Anfängerin einigermaßen einfach zu Verarbeiten sein. Nun ist die Mauer auf der Stallseite, nunja, Stallmäßig. Uneben, tlw. mit abblätterndem Putz, tlw. schwarz gestrichen und nicht besonders glatt. Kann ich die Dämmplatten da einfach raufkleben, kann also der Kleber Unebenheiten ausgleichen? Oder muß ich erst alles abschrubben und einen wie auch immer gearteten Putz raufmachen? Die Tür (eine alte Klöntur, die ich noch hübsch machen will) soll neu auch auf der Hobbyraumseite angeschlagen werden, kann ich die Türscharniere (die ich mir noch irgendwo besorgen muß) entsprechend im Ytong einarbeiten bzw. befestigen? Oder ist das Material dafür nicht stabil genug? Btw. welche Stärke macht noch Sinn? Das geht ja von 50 bis 300 mm Dicke, bringt es wirklich so viel wenn ich gleich 300 mm nehme? Verdoppelung der Dämmstoffdicke verdoppelt ja leider nicht die Wirkung, also wo bin ich etwa beim besten Kosten / Nutzen-Faktor?
Vielen Dank schonmal für die Hilfe
Gruß
Anja





Zu Ytong Multipor kann ich nichts sagen, aber die Mauer sieht aus, als hätte sie ein Salzproblem.
Die Kloben sollten im Mauerwerk und nicht in der Dämmung befestigt werden. Wegen dem Salpeter in der Wand auf Korrosionsbeständigkeit achten.
Der Kleber hält nicht, wenn die Mauer abbröselt!



meine meinung



hallo anja , der andreas hier
um dir mal was zu deiner dämmung zu sagen: ich würde auf gar keinen fall zum einen dieses produkt verwenden weil es einfach für den Altbau zu viele negativen eigenschaften hat und eigentlich für den Neubau entwickelt wurde.
außerdem ist es wichtig das jeder Dämmstoff möglichst luftfrei am mauerwerk angebracht wird um den tauwasseranfall wenn er entsteht nicht in den hohlräumen zu haben, denn dies fürht zu starken schäden. wenn du dir wenig arbeit machen willst und es vorallem auch selber machen möchtest empfehle ich dir eine dämmplatte von ungerdiffutherm die haben eine kombinierte Platte auf holzweichfaserbasis in zwei lagen die eine ist weich die andere ist hart und lässt sich super auf unebenen untergründen mit den passenden dübeln befestigen und danach auch Verputzen und Streichen
dennoch solltest du aber alle losenbestandteile der alten wand entfernen und gegebenenfals größere dellen und löcher schließen oder ausgleichen

also egal für was du dich zum schluss endscheidest achte immer darauf das der dämmstoff so dicht wie möglich anliegt
ach ja und wovon ich dir noch abraten würde wäre ein polysterol dämmstoff denn dieser lässt weder Feuchtigkeit rein noch raus und das ist bei alten häusern der sichere tot

für rückfragen steh ich gern zur verfügung

andreas.puettmann@antignum.de



Wie sinnvoll ist dämmen?



.... hier würde ich mir überlegen, ob es nich sinnvoller ist, nach dem Hobby-Raum zu dämmen.

Grüße,

Frank



Moin Anja,



wenn du eine Innenwand dämmst holst du dir mit etwas Pech Probleme in die nächste ungedämmte Ecke......

Hast du einen Grundriss vom EG (Skizze)?

Gruss, Boris

P.S. Plan B wäre noch die Wand mit einer Holzständerkostruktion zu begradigen und 10cm Holzweichfaserplatten draufzuschrauben. Das könnte man dann auch schnell wieder rückbauen und die Materialien wiederverwenden.





Da der vorhandene Putz mit Sicherheit salzbelastet ist, sollte dieser entfernt werden.

Nun ergeben sich mE zwei Möglichkeiten.

entweder verputzten sie die Wände nur mit reinem Luftkalkmörtel.

oder Sie bespannen die Wand mit Ziegelgewebe (stauss Fassadengewebe) diese auch mit Lutkalkmörtel ( Solubel sp 50)
und dämmen mit Thermo-Fill S40.

Grüsse Thomas



Wenn...



...die Wand trocken ist (und bleibt), sollte es mit einem Abhacken des alten Puzes getan sein, was die Salze angeht.

Ich würde eine mindestens 12er Mauer davorstellen, und die Hohlräume mit Mörtel auffüllen. Da der Raum frostfrei gehalten wird, mußt Du es mit der Dämmung nicht übertreiben.

Die Bänder einer Tür daran zu befestigen, ist nicht die solideste Variante. Entweder sollten die Maueranker so lang sein, daß sie im alten Mauerwerk halt finden (wenn Türzarge vorhanden), oder (sicherlich schöner) es wird ein Blockrahmen für die Tür aus (alten) Balken gebaut.

@ Boris

Auch wenn die Dämmung innen ist, handelt es sich aus Sicht des beheizten Raumes um eine Außendämmung

Grüße

Thomas



die einfachste



und güstigste Lösung ist, den salzbelasteten Putz komplett zu enfernen.(auf beiden Seiten)
Dann den neuen Aufbau mit reinen Luftkalkmörtel zu realisieren.
Ich bezweifle, dass die Wand wirklich trocken bleibt, da Salz nun mal die angewohnheit hat Feuchtifkeit anzu ziehen. Daher scheint mir das ledigliche verputzen der Wand mit Luftkalkmörtel an einfachsten und sinnvollsten.
die natürlichen Eigenschaften des Luftkalks tragen zusätzlich zur Entsalzung des Mauerwerks bei.

Hierbei handelt es sich um eine Innenwand die nicht an die Aussenluft angrenzt (Raum wird frostfrei gehalten), und somit sollte eine Erhöhung der Oberflächentemparatur eigentlich ausreichen.

Grüsse Thomas



Nun sind ja...



...nicht alle Salze hygroskopisch, und wir wissen nicht wirklich, ob der Dreck an der Wand nicht einfach von den Kohlen kommt. Eine Diagnose per Foto bekommt hier wohl keiner hin.

Sollte die Wand jetzt trocken sein, wird sie unter sonst gleichen Bedingungen nach Stellen einer Vormauer nicht plötzlich feucht werden. Wer ein Übriges tun will, behandelt die Wand nach entfernen des Putzes mehrfach mit Vogel-Fluat, daß oberflächlich vorhandene lösliche Ca-Salze in unlösliche umwandelt.

Der Kalkputz alleine ist keine Dämmung. Wie er zur Entsalzung des Mauerwerkes beitragen soll, ist mir nicht bekannt - allenfalls als Opferputz. Da wäre Lehm m.E. aber geeigneter.

Grüße

Thomas



@Thomas W.B:



Im Prinzip ja, aber dort wo die Stallwand auf das Haus trifft bleibt es eben ungedämmt = möglicher neuer Taupunkt, sollte man also erstmal nix davorstellen und im Auge behalten.

Gruss, Boris



Skizze



Vielen Dank schonmal für die Antworten, hier eine grobe Skizze wie es aussieht. Ein Feuchtigkeitsproblem hatte ich an der Wand bisher nicht, auch nicht als ich im Raum eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit hatte, als der Estrich trocknete. Der Schmutz auf dem Foto ist überwiegend alter Kalkputz, das Schwarze ist halt diese Farbe mit der Ställe gestrichen wurden. Salze oder Ausblühungen hab ich bisher nicht festgestellt.
Also Mauer komplett abschrubben werd ich auf jeden Fall als erstes Machen. Und dann vielleicht doch eher einen Standard-Porenbetonstein? An dieser Wand wollte ich erstmal was einfaches üben.. Mit dem Mörtel dafür kann man ja auf jeden Fall Unregelmäßigkeiten mit ausgleichen, denke ich. Wäre dann die Dämmung im Vergleich viel schlechter oder noch ok?
Das mit dem Blockrahmen für die Tür würde dann wie gehen? Sie ist ja oben leicht gewölbt, im Prinzip die selbe Form wie auf dem Foto, bloß mit einer anderen Tür.
Gruß
Anja



NUN,



an dieser Stelle können Sie mit dem Porenbeton wohl nicht viel falschmachen.

Frohes Schaffen

Thomas