Immer an der Wand lang? - Heizungsrohre offen ...




Hallo,

ich habe eine Feuchte Wand (außen, EG), aber moderne Auslegung (Poroton hohl, Hagalith Haftputz beidseitig, ungedämmt). Die Feuchtigkeit kommt offensichtlich von außen, das stelle ich gerade ab. Sie nahm in letzter Zeit zu durch einen Schaden an der Regenrinne. Hab das so übernommen, also plädiere natürlich auf unschuldig. Darauf liegt ne Betondecke als Kältebrücke, die hat schon eine neue Dämmung verpaßt bekommen. Das Zimmer zeigt aber innen Niederschlag an den mutmaßlich kältesten Stellen (obere Ecken zur Außenwand). Vorne hat das Zimmer eine Fensterfront, vor der unten ein Heizkörper steht.

Ich möchte gerne entlang der seitlichen Außenwand einfach ein offenes Kupferheizungsrohr legen, hin und zurück als Schleife. Ich erhoffe mir davon eine verbesserte Luftzirkulation im Raum. Dicht ist der sowieso nicht, aber ich möchte die Kondensfeuchte lieber Fenster als in den Ecken, da der Raum bald wieder bewohnt werden soll.

Ich habe viel gelesen, Fischer und sonstiges, aber ich suche vor allem einfach diesen praktischen Rat. Für eine Flächenheizung oder größere, technisch saubere Maßnahmen habe ich im Moment leider keine Mittel. Ich will die Wand von außen mit Regenrinne oben, Rinne unten an der Fassade und Silikonfarbe einfach zukriegen. Das ist alles nicht perfekt und energieoptimiert, das ist mir schon klar, aber ich kann nur fummeln im Moment.

Gibt es offenkundige Gründe, das zu lassen? Kann mir jemand davon abraten, weil er es ausprobiert hat? Ich erwarte keine Wunderdinge und keine starke Strahlungswärme, ich will einfach die Situation etwas verbessern.

Würde mich sehr über Antworten jeder Art freuen...
Gruß
N.G.





Hallo N.G.,

bitte genaue Angaben zum Wandaufbau: Welcher Poroton, welche Wandstärke, wie alt, und vor allem: wo welcher Haftputz? Hagalith stellt mehrere Haftputze her. Wo steht es in der Pfalz? Bilder? Wenn es nicht zu weit weg ist kann ich mir das einmal ansehen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Vielen Dank für die Antwort - ich verstehe die Problematik. Lösen kann ich sie allerdings nicht. Hagalith FF für Fassaden und Feuchträume, außen dick, innen dünn (ca. 3/1cm). Rote Poroton-Steine im praktischen Quaderformat mit mehreren Kammern innendrin, die mit Qualitätsluft gefüllt sind. Gebaut wurde das von einem Heimwerker, der es gut gemeint und fast gut gemacht hat, so 1995 müßte das gewesen sein. Sitzt auf nem dicken Estrich und liegt, wie gesagt, unter einer Betondecke die auch nen Estrich draufgekriegt hat. Und die jetzt von 2 Lagen Styrodur profitiert und ner Rundum-Abdichtung.

Stehen tut das Ganze nahe Kaiserslautern, und sich das persönlich anzuschauen wäre ein vermeidbares Waterloo. Bilder hätte ich am liebsten erst rausgehauen, wenn ich meine Vorstellungen umgesetzt habe, denn berühmt wird man mit dem momentanen Zustand nicht. Aber wenn die warme Luft meiner geregelten Heizungsanlage an der Wand hochstreicht, und zwar nicht so stark, daß es Schlieren gibt, sondern genau wie ich will, und die verbleibende Feuchtigkeit in ein paar Monaten raustrocknet - dann wird es gut.

Nein?

Gruß aus KL, N.G.





Fast 400 Aufrufe, und keine Antwort auf eine relativ schlichte Frage. Fachwerkwände hab ich leider keine, deswegen ist alles so profan, das inspiriert anscheinend nicht.

Ich hätte mir etwas mehr versprochen- und: ich hätte mein Versprechen auch bestimmt gehalten...
Leider kann ich keinen Fachmann dafür bezahlen. Herr Kornmayer, ich habe Ihren Namen hier schon oft gelesen - ein rentables Angebot kann ich Ihnen leider nicht machen.



Also wenn die Ursache...



...der Feuchtigkeitszufuhr abgestellt wird/ist und es darum geht die Wände zu trocknen, kannst du den betroffenen Bereich auch mit einem Infrarotstrahler/Dunkelstrahler zwangstrocknen.
Den Vorlauf/Rücklauf an der Wand entlang zu ziehen hilft sicherlich gegen Kondensfeuchte an ungedämmten Wänden (meine Erfahrung in unserem Altbau), die Trocknung von durchfeuchteten Wänden wird so aber sicherlich sehr lange dauern. Und immer schön Lüften um die Feuchtigkeit abzuführen.

Grüße
Jörg





Hallo Herr Nehm,

der Hagalith FF wäre nicht meine erste Wahl, aber das funktioniert schon auf dem Poroton. Die Feuchteursache ist abgestellt, das ist die Hauptsache. Unter dem Kalkzementputz trocknet die Wand nur langsam ab. Es ist möglich zunächst einmal den nassen Bereich aufzuheizen um die Trocknung ein wenig zu beschleunigen um ggf. Sporen keinen nahrhaften Boden zu bieten. Wenn Kondensat an den kalten Ecken des Raumes ausfällt ist nun mal auch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit gegeben.
Mehr heizen und mehr lüften. Besorgen Sie sich ein Hygrometer und kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit. Wenn die Wand vor dem Defekt des Regenrohres trocken war, wird sie es auch wieder.

Kaiserslautern liegt leider nicht in meinem Beritt, sonst hätte ich mir das einmal angesehen – es geht hier nicht um ein rentables Angebot, vielmehr, wenn solche Fälle entlang meines Weges liegen, sehe ich mir so etwas auch mal unverbindlich an.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Mehr als schmeichelhaft - vielen Dank! Ich bin auf dem beschriebenen Wege, und hoffe das Beste. Und wenn ich mal ein reizvolleres Problem beizutragen habe, dann komme ich gerne wieder hier vorbei. Und das mit dem "Nehm" war sicher ein Freud'scher, schließlich heißt es "nimm", ich aber "Gehm"...
Gruß in die Stadt, über der die Sonne lacht!



Die Sache mit der Rohrschleife...



...klimatisiert bei mir trefflich hinter einem Küchenbuffet an der Außenwand, vorher wars eine Schimmelecke.

Silikonfarbe außen? Von dampfdichten Farben würde ich die Finger lassen.

Grüße

Thomas





Hallo Herr Gehm,

das war ein Schreibfehler, ich bitte um Verzeihung.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Hallo Herr Gehm,

das war ein Schreibfehler, ich bitte um Verzeihung.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



@ Christoph



Der hübsche rote link hat mich auf Deine Homepage geführt. Sehr informativ und gut gestaltet.

Wie setzt man solche links hier im Forum? Hab' ich wohl übersehen.

Grüße

Thomas



doppelte Postings



Irgendwie hängt's mal wieder, mit Error-Meldungen und doppelten Postings



Links (oT)



Wenn dein Browser den http-Code anzeigen kann, suchst du dort nach einem Schlüsselwort in Linknähe und siehst dann die Konstruktion des Verweises.