Neubaukeller undicht - Bodenplatte feucht - Wände trocken -> Was tun ?

11.06.2009



Haben vor 3 Jahren unseren Keller selbst mit Hilfe einiger Handwerker aus dem Bekanntenkreis selbst aufgebaut. Wir haben Fertigwände gewählt, die zwischen der Innen- und Außenwand nur noch mit Beton ausgegossen wurden. Aussen wurde mit Bitumen abgedichtet und Styrodur gedämmt. Nun haben wir in einem Eck des Kellers die Vermutung, dass dort Wasser unter der Wand zwischen Bodenplatte und Estrich Wasser eindringt. Die Vermutung kommt daher, dass nach Messungen die Bodenplatte feuchter ist als der Estrich und die Wände fast ganz trocken sind. Die leichte Schimmelbildung kommt wohl in der ELW vom zu schlechten / falschen Lüften. Dennoch muß ja die Ursache für die Feuchtigkeit gesucht werden. Ein Metalband wurde an dieser Stelle des Kellers in den Wänden leider nicht angebracht.

Aktuell wird uns empfohlen, den Boden zu trocknen und das Zimmer noch zusätzl. von Innen wg.Tauwasser zu dämmen. Im Außenbereich ist eine Außentreppe, die erst die letzten Wochen gefließt u. silikoniert wurde. Unter der Treppe lief die Bodenplatte weiter. Somit konnte eventuelles Regenwasser nicht abfließen / versickern.

Nun die Frage:
Kann ich von Innen nachträgliche eine Abdichtung vornehmen ? Falls ja - Ist dort eine Injektion die richtige Vorgehensweise ?

Vielen Dank für euere Meinungen !!!



Das übliche



Leiden bei Kellern dieser Bauart ;-))).
Wenn die Arbeitsfuge nicht ordentlich ausgeführt wird und/oder der Beton der Aussenwände nicht absolut einwandfrei eingebaut wird, kommt es zu solchen Folgen. Hier bleibt nur die Injektion mit Reaktionsharz als Abhilfe. Aber das ist Arbeit für den Fachmann mit Erfahrung und entsprechender technischer Ausstattung.
MfG
dasMaurer



Oh, oder es ist Tauwasser



Wie viel Wasser dringt denn ein?



weiter nach Lösung suchen,



aber keine Innendämmung einbauen !
Könnte Kodenswasser sein, das würde erklären, warum nur Boden und nicht Wand- die ja gedämmt wurde, nass ist. Am besten eine Profi mit Feuchtemessgerät und der nötigen Erfahrung ranholen. Auf den falschen Tipp (per Ferndiagnose) hören kann teuer werden.....



Die Ursache



kann nur Vorort gefunden werden und nicht über Ferndiagnose.
Herr Sachen hat vollkommen Recht, Fachmann holen!

Gruss



Der Hinweis auf die Fachleute ist sicher richtig, aber wer ist Fachleute?



Ich würde halt zuerst mal die Feuchte und die Temperatur im Raum messen. Dazu braucht man ein gutes Thermo-Hygrometer - am Besten mit Aufzeichnung.
Z.B. http://www.matzner-messgeraete.de/html_de/produkte/thermo-hygrometer_th503.html
.
Ich denke wenn etwas undicht wäre, dann würde auch Wasser eindringen und nicht nur feucht werden.
Also erstmal messen.



Kondenswasser



ist in diesen Kellern natürlich immer eine mögliche Ursache, allerdings sagt mir die Erfahrung, dass genau die beschriebene Stelle typisch ist für eindringendes Wasser. Zwischen Betonsohle und Betonwand bildet sich zwangsläufig ein Haarriss, und da weder Quellbänder, noch Bleche oder Arbeitsfugenbänder eingebaut wurden, wird hier durch zeitweise auf der Aussenseite auf der durchgehenden Bodenplatte anstehendes Wasser nach innen gelangen. Eine ganz typische Problemstelle, die allerdings in den meisten Fällen bereits in der Bauphase entdeckt wird. Und dann wird das mal fix verpresst, und keiner kriegts mit.
MfG
dasMaurer



Vielen Dank für die vielen Antworten



Wasser dringt eigentlich keines direkt Sichtbar ein. Wir sind nur durch die aufgetretenen Schimmelflecken aufmerksam geworden. Daher haben wir ein Loch (wie auf Bild zu sehen) in den Estrich geschlagen.

Der Estrich ist wie gesagt nur leicht feucht u. die Bodenplatte deutlich (auch mit Finger spürbar) feuchter.
Die Estricheinrandung (bei uns aus Pappe) an der Wand ist trocken. Wir vermuten dass nur durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen Wasser eingetreten ist. Bodenplatte ist auch nicht in der ganzen ELW naß.
Die Treppe verläuft an der Linken Wand und soweit ich das noch aus der Bauzeit weiß auch darunter wohl leider nicht gedämmt. Aufgrund der kalten Wand, des davor stehenden Schrankes denken wir wohl an eine ganz leichte Tauwasserbildung durch zu schlechtes Lüften. Die Wand ist ja ansich trocken (nachgemessen).

Daher ist natürlich die nachträgliche Dämmung ggf. nur gegen die weitere Schimmelbildung u. das Tauwasser gut.

Bevor ich mich blind auf die Aussage eines eventuellen Fachmannes verlassen werde, wollte ich Meinungen hier im Forum.

Injektion mit Reaktionsharz kann wohl eine Möglichkeit sein.

( Zu meiner Schande muß ich gestehen, hab ich genau an dieser Stelle bei der Bauzeit bereits mal ne feuchte Pfütze gesehen, doch mir wurde versichert, dass dies über die noch nicht eingebauten Fenster und Türen rein kam )

Ich komm nicht vom Fach, bin Bürohengst, hab viel gelernt in der Bauzeit und möchte daher weitere Fehler vermeiden, aber auch mein Wissen verbreiten und vertiefen durch verschiedene Meinungen !!!

Daher nochmal vielen Dank für eure Antworten.

Kennt jemand einen guten Abdichtungsbetrieb in der Gegend von Ludwigsburg - Pforzheim ???



Neubaukeller undicht.-Bodenplatte feucht , Wände trocken



Hallo,
zusätzlich zu den bereits gegebenen Tips anderer Leser des Forums wollte ich fragen : Haben Sie schon mal was von Xypex gehört? Ich saniere Kellerräume nur noch mit der Xypexproduktfamilie. Dabei handelt es sich um die Bildung wasserunlöslicher Kalkkristalle, die das Bauwerk durchwachsen und so lange das Gebäude steht dieses abdichtet. Xypex geht auch bei Mauerwerk (nicht nur Beton ) und benötigt keinen Sanierputz , ein Zementputz reicht, bei Betonbodenplatten kommt natürlich kein Putz drauf. Auch der drückende Lastfall ist kein Problem. Mit Xypex wird eine weiße Wanne hergestellt. Die Kosten bleiben überschaubar , da die Oberfläche ja gleich bleibt , nicht wie bei Injektagen , wo der Bauherr auch mal Pech haben kann , wenn ein größerer Hohlraum gefunden und vollgepreßt wird. Bei Fragen bitte melden!
Mfg Frank Tabatt
www.bau-sanierung-tabatt.de