Aufbau Außenwand

01.02.2009



Hallo,

nachdem mir beim letzten Mal bereits so umfangreich geholfen wurde, möchte ich mich mit meinem neusten Problem an Euch wenden.

Wie bereits erwähnt sind wir seit einiger Zeit stolze Besitzer eines Fachwerkhauses und nun dabei dieses aufzuarbeiten. An diesem Wochenende hatte wir die Zeit in einem Raum die beiden über Eck befindlichen Außenwände in Angriff zu nehmen.

Was wir vorgefunden haben, waren Rigipsplatten, die vollflächig mit Montageschaum auf die dahinter befindliche Außenwand aufgeklebt waren.

Unterscheiden muss man die beiden Außenwände in ihrem Aufbau. Die eine Wand ist nach außen hin ausgemauert und verputzt - Fachwerk ist von außen sichtbar. Die andere Wand (Wetterseite) ist von außen verschiefert (auf einer Verschalung aus Holz).

Die Gefache in der von außen verschieferten Wand fehlen und sind derzeit vollständig mit Montageschaum ausgespritzt (anscheinend als Wärmeisolierung).

Also eines ist klar - das Zeug muss raus und die Balken möglichst gut davon befreien. Nur was dann?

Freigelegte und gereinigte Balken erst einmal streichen? Und wenn ja, womit?

Wir möchten eine Wand mit einem möglicht guten Dämmwert (Schall und Wärme)erhalten. Wie sollte man dann die Gefache ausfüllen - ausmauern oder nur mit Isolation auffüllen? Wie gesagt dies wan ist von Außen mit einer Verschalung aus Holz und einer Verschieferung überzogen und wird auch so bleiben.

Die Stärke der Eichenbalken beträgt ca 12 cm und damit auch die mögliche Wandstärke.

Gibt es eine Alternative Möglichkeit zur Verwendung von Lehmputz und Holzfaserplatten?

Da eine Aufbringung einer Isolierung auf der Außenseite nicht möglich ist, muss die innen erfolgen mit all ihren Problemen.

Wäre ein Aufbau von außen nach innen in der Reihenfolge

Schiefer -Verschalung - Ausmauerung - Isolierung (Steinwolle?) - Dampfsperre - Baufaserplatte (Fermacell)

möglich?

Könnte auch eine Holzfaserplatte raumseitig mit einer Baufaserplatte überzogen werden?

Auf meine Bedenken in Bezug auf Lehmputz und eine Vermietung hatte ich schon beim letzten mal hingewiesen.

Ich weiß, dass im Sinne der Profis das angestrebte nicht das Optimum ist. Aber gegenüber dem momentanen Zustand kann alles nur besser werden

Gruß
Volker



Grundsätzlich



sollte ein solcher Aufbau diffusionsoffen und homogen erfolgen. Alle Konstruktionen mit Bauplatten und Hohlräumen erfordern eine Dampfsperre, die sich im Altbau nicht wirklich realisieren lässt.
Wenn, dann die Balken mit einer Borsalzlösung behandeln.
Gefache mit Backsteinen und Kalkmörtel ausmauern.
Holzweichfaserdämmung vollflächig in Kalk- oder Lehmputz einbetten und mit einem zweilagigen Kalk- oder Lehmputz mit Gewebeeinlage versehen.
MfG
dasMaurer





Hallo, weiterer möglicher Aufbau (mit weitgehend Naturnahen Materialien)
Schiefer -Verschalung - Ausmauerung - Dämmung (Thermofill)- Windkraftpapier/Dampfbremse feuchtevariabel - Ziegelgewebe verputzt (Kalkputz)

Gruss Thomas



Dämmwerte



Hallo,

habe in den letzten Tagen im Internet gelesen, dass PU-Schaum einen guten Dämmwert hat. Je nach Fabrikat sollen Werte von unter 030 erreicht werden.

Demnach wäre der vorhandene Aufbau aus wärmetechnische Gesichtspunkten ja gut - aber ich weiß irgendwie nicht so recht.

Habe die Befürchtung, dass die ganze Sache nicht gut für die Balken ist.

Kann man sich hinter der der Verschalung die Ausmauerung sparen? Sind halt nur 12 cm, die für den Wandaufbau zur Verfügung stehen und die räume sind sowieso nich riesig, sodass ich hier nicht viel abknapsen möchte.

Gruss
Volker