Wand aus Schlacke im Altbau?

11.08.2018 Ulrike



Wir haben wieder etwas kurioses entdeckt: die Außenwände im hinteren Teil der Wohnung klingen hohl, quietschen leicht, wenn man dagegen drückt, knarren immer wieder recht laut (nachts fällt das auf) und es bröselte etwas dunkelgraues heraus. Hat man etwa früher beim Bau des Hauses (1909) irgendwelche Leichtbauplatten davor gesetzt? Oder zu einem späteren Zeitpunkt zur Dämmung? Sehr seltsam ... Die anderen Wände sind gemauert, das merkt man am Klopftest, also die tragenden Wände und die Wände, in denen die Fenster sind.

Diese komischen Wände scheinen nur im hinteren Bereich der Wohnung so zu sein, obwohl es Außenwände sind (zum Nachbarhaus, wo ein Neubau inzwischen steht, war vorher da war, wissen wir nicht, wahrscheinlich ein Neubau von der Zeit nach dem Krieg, denn es dürfte eine Baulücke gewesen sein). Sind da etwa irgendwelche Leichtbauplatten davor? Aus welcher Zeit können die stammen?





In der Tat wurden auch Leichtbaustoffe zum Zeitpunkt der Erbauung eingesetzt. Da gab es besagte Steinelemente mit Hochofenschlacke, aber auch ähnliche Elemente aus Gips mit Naturfasern armiert oder Rapitzwände waren gebräuchlich.

Der Giebel vom Haus wird aber massiv gebaut sein, da er eine statische Funktion hat. Vielleicht waren da früher mal Durchgänge zum Nachbarhaus. Es war ja seinerzeit üblich das von einem Bauherrn mehrere Häuser nebeneinander gebaut wurden.

Man kann gegen eine Gebühr beim Bauamt die Bauakte einsehen und oft sind da alte Bauzeichnungen noch vorhanden, da bekommt man so was raus.

Wenn es da Geräusche gibt wurde womöglich die Konstruktion auf den Fussboden aufgesetzt und Schwingungen übertragen sich so.