Fußbodenaufbau und neue Innenwand

08.04.2009



Erstmal ein Lob an dieses Forum, konnte schon viele Antworten zu meinem Fußbodenaufbau finden.


Wir sind dabei uns ein neues Wohnzimmer zu bauen, naja zu sanieren trifft es besser. Es ist ein nichtunterkellerter Raum, 3 äußere Wände sind mit Bruchstein gemauert. Den alten Boden habe ich entfernt und möchte folgenden Fußbodenaufbau machen.

1. Betonplatte 10 - 12 cm mit Eisen.
2. Bitumen Schweißbahn
3. Dämmung 10 cm
4. OSB Platten 22 mm
5. Holzdielen

Die Schweißbahn soll an die Horizontalesperre in den Wänden angebunden werden.

Und damit kommen wir auch zum Hauptproblem. Eine Außenwand grenzt direkt an den Nachbarn, dieser hat eine kleine Werkstatt und ein paar kleine Räume an dieser Wand dran.

Aus Statik und Schallschutz Gründen haben wir uns entschieden eine neue Wand innen vor die alte Wand zu mauern, zwischen die beiden Wänden kommt eine Akustik Platte zur Schallschutzverbesserung.

Nun wollten wir die Horizontalsperre der neuen Wand mit der Schweißbahn verbinden.

Ich würde gerne auch die alte Wand mit einer Schweißbahn bestücken, um Feuchtigkeit in der alten Wand zu vermeiden, aber leider ist dieses wegen dem Nachbarn sehr schwierig umzusetzen.

Gibt es eine Möglichkeit die neue Wand so abzudichten dass auf keinen Fall Feuchtigkeit von der alten Wand an die neue Wand gelangt.

Grüße

José



FB und Innenwand



Hallo,

ich würde auf einiges teuere und überflüssige Zubehör verzichten:
- da ist zuerst einmal die Betonplatte von 10 cm Dicke. Damit kann man nichts anfangen, weil bei 3 cm Eisenüberdeckung für eine obere und untere Bewehrung kein Platz mehr bleibt.
Das Gebilde wäre die Alternative zu einem Pfannkuchen. Einerseits ist sie zu dick für eine Sauberkeitsschicht (5 cm), andererseits zu dünn als statisch wirkende Bodenplatte (20 cm).
- da ist weiter die Schweißbahn. Wozu ?

Zur Dämmung (10cm sind o.K.) sagen Sie nichts.

mein kostengünstiger Vorschlag:
1. Brechsplitt glatt abziehen
2. 10 cm Schaumglasplatte verlegen
3. Kreuzlattung
4. Dielen.

Sie werden alle möglichen Sperren vermisssen. Gut, die sind nicht nötig, weil Schaumglas selber sperrt, dafür ist es teurer. Aber insgesamt sparen Sie Zeit und gewinnen Platz in der Höhe.
Für die Gründung der Vorsatzschale müssen Sie sich was einfallen lassen, wenn Sie es so massiv haben wollen.
Akustisch ist aber eine möglichst leichte Vorsatzschale günstiger, weil Resonanzen verhindert werden und Koinzidenzgrenzfrequenzen außerhalb des bauakustischen Meßbereiches verschoben werden können.
Praktisch heißt das, daß eine herkömmliche Gipskartonbeplankung von 2*12,5 mm GKB besser ist als eine halbsteinige Wand. Der Zwischenraum sollte nur lose bedämpft werden, keinesfalls gestopft voll mit Dämmstoff.

Ich glaube, da hätten Sie wieder ein paar Arbeitstage eingespart.

Grüße vom Niederrhein



Vorbei ist vorbei,



sagte ich schon am 2. April. Ich halte die Aussage:

"weil Schaumglas selber sperrt" für einen Aprilscherz mit möglicherweise fatalen Folgen.

Will der Bauherr noch ein wenig sparen und greift zu Schaumglasschotter statt Platten, erfährt er ggf. hinterher, daß dieser keineswegs sperrt.

Lagerhölzer AUF Foamglas? Unter Druckbelastung, verbunden mit einer unter Dielen nie so ganz vermeidbaren Bewegung des Aufbaues sehe ich die Gefahr, daß die Platten partiell zerrieben werden. Ferner sind sie relativ leicht zerbrechlich, was bei nicht vollkommen ebener Fläche oder partiell nachsackendem Untergrund Probleme bringen wird.

In der vorgeschlagenen Form würde ich Schaumglasplatten nicht einsetzen.

Was soll darauf eine Kreuzlattung (nivellierter Unterbau)? Zusätzliche Aufbauhöhe ohne Nutzen, weniger stabil als eine Einfachlattung richtig dimensioniert.

@ Jose

Der von Dir vorgeschlagene Aufbau sollte m.E. etwas verändert werden:

3. Dämmung 10cm, aus 2x 5cm Holzweichfaserplatten DOSER 50N, die untere Lage vollflächig, die obere mit zwischenliegenden Lagerhölzern 50x50. Darauf raumlange Dielung, oder aber auf den Lagerhölzern stoßen, ölen. Hält auf einer guten Abdichtung viele Generationen lang.

Grüße

Thomas





Betonplatte und dann Aufbau wie auf Bild


Grüsse Thomas