Wie saniere ich ein Ammoniak verseuchte Sandsteinwand.

21.08.2005 Matthias



Beabsichtige eine alte Sandsteinscheune zu Wohnzwecken auszubauen. Aufgrund der Tierhaltung ist die Böden im ehemaligen Stallbereich mit Ammoniak verseucht. Aus dem Boden waren Kristallausblühungen zu beobachten. Diese Ziegelsteinböden haben wir bereits herausgerissen und die oberen 10 cm Sand abgetragen. Die Sandsteinbruchwände sollen mit einer 24 cm Porotonsteinmauer inkl. Luftspalt verkleidet werden. Reicht die Luftschicht das Ammoniak fernzuhalten oder muss dazwischen eine Plane oder Matte? Die zweite Seite der gleichen Sandsteinwand habe ich sandgestrahlt, da sie sichtbar bleiben soll. Auf dieser Seite der ca. 0,8 m dicken Wand wurden nie Tiere gehalten. Könnte hier auch ein Ammoniakproblem auftreten. Ich wäre sehr dankbar für eine Einschätzung der beschriebenen Situation.



ammoniak



hallo,
das Problem ist, dass das Ammoniak tief in der Wand und im Boden eingedrungen ist. Ich würde daher den Boden noch tiefer ausgraben, dort kapillarbrechenden Kies oder Schaumglasschotter einbauen, dann darauf einen Estrich + Bodenbelag verlegen.
Im Bereich Mauerwerk ist es wichtig das der Feuchtetransport von Innen nach Aussen geht, d.h. die Aussenwand nicht mit Farbe streichen, sondern offenporig halten.
Die zweite Mauer aus Ziegelmaterial ist eine Gute lösung, vorausgesetzt die Aussenwnd arbeitet nicht als Dampfbremse. Ich habe bei einem ähnlichen Fall der untere Teil des alten Mauerwerks mit Kaltbitumen Streichen lassen (diese Wand war schon mehrmals mit Bitumen gestrichen worden, und davor die Innenwand. Mit einem Luftspalt ist stets das Problem dass sich gerade dort die Feuchtichkeit ansammelt!
Aber warten wir ab was Andere noch zu diesem heikelen Thema sagen werden.
m.f.g.
J.E.Hamesse