Frage

25.09.2013 MadmanV1



Als es im Sommer so viel geregnet hatte und in vielen Teilen Bayerns Hochwasser entstand, blieb auch ich von dem ganzen nicht ganz verschont. Zwar hatte ich kein Hochwasser, aber Grundwasser lief bei mir auf einer Außenmauer hoch. Dieses stieg dann auch täglich an und hörte erst auf als es auch zu Regnen aufhörte. Um der Ursache auf die schliche zu kommen, haben wir die betroffene Seite des Hauses aufgebaggert (siehe Foto) und wir mussten feststellen das sich keine Kartonage an der Mauer befand und auch nichts was das Wasser hätte wegleiten können. Zwar fanden wir ein Rohr was das Wasser von der Dachrinne wegleiten sollte, aber dieses war lediglich so 60cm lang und defekt.
Als Maßnahme haben wir jetzt den Verputz an der Außenmauer runtergehauen und neu verputzt. Im inneren habe ich auch den Verputz runter gehauen, aber noch nicht verputzt. Den die Mauer müsste ja erst trockengelegt werden. Ich bin da jetzt nicht so der Fachmann und habe bis jetzt nur das getan was mir Bekannte empfohlen haben. Was meinen Sie. Ist der Vorgang bisher überhaupt richtig? Ich habe nicht Lust das ich hinterher alles wieder aufstemmen muss.





Hier noch von Außen.





Hier noch ein Bild.



Abdichtung



Das Bastler wie Sie einfach nicht die Finger von Streifenfundamenten lassen können!
Reinigen Sie die Wandoberfläche und den Vorsprung am Fundament und bauen Sie auf die vorhandene Abdichtung zur Sicherheit eine neue KMB (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung) auf. Der wichtigste Punkt ist die Aufstandsfläche der Wand auf dem Fundament, also die erste Lagerfuge. Hier sollten Sie eine Dichtkehle anbauen. Beim Auftrag der KMB ( Kratzspachtelung, ein bis zwei Aufträge) Trocknungszeiten beachten! Stellen Sie dann Perimeterdämmplatten 40 mm vor die Wand als Anfüllschutz.
Falls ich mich irre und die Wand nur verputzt ist, nehmen Sie statt KMB eine mineralische Dichtschlämme.
Binden Sie das Fallrohr in die Grundstücksentwässerung ein. Verfüllen Sie mit steinfreiem Material.

Viele Grüße





Erst mal Danke für die schnelle Antwort. Sie haben mir da schon sehr viel weiter geholfen.
Die Wand ist in der tat nur verputzt.
Wie soll ich mit der Wand im Zimmer weiter machen? Ein Bekannter hat gemeint er habe ein Gerät was man vor der Wand aufstellt und diese dann trocknet (einen Bautrockner?). Wie gesagt hab ich den Verputz mittlerweile weggestemmt und es befinden sich nur noch die Planken Ziegelsteine darin. Habe nur Angst das ich, wenn ich es neu verputzt habe, wieder Feuchtigkeit kommt. Von außen wäre das wohl nicht mehr möglich wenn ich draußen alles sorgfälltig abdichte, aber ich habe Befürchtungen das evtl. noch Restfeuchtigkeit in der Mauer ist.

Den Satz: "Das Bastler wie Sie einfach nicht die Finger von Streifenfundamenten lassen können!" Verstehe ich nicht ganz. Was war den der Fehler? Wie gesagt bin ich absolut kein Experte und eine Fachfirma kann ich mir beim besten willen nicht leisten. Bin Alleinverdiener mit drei Kindern.



„Was war denn der Fehler?“



Vielleicht zuerst einen Fachmann fragen und dann arbeiten, nicht umgekehrt. ;-)



Abdichtung



Ein Streifenfundament unnötigerweise freizulegen bedeutet die Tragfähigkeit durch Wegnahme der seitlichen Mantelreibung zu verringern.
Den Wandbereich innen trocknen lassen und den Verputz wieder herstellen reicht. Ein Bautrockner (kann man ausleihen) beschleunigt das. Jetzt in der kälteren Jahreszeit geht das auch mit heizen und lüften.





Damit keine Missverständnisse auftreten. Bevor ich nur einen Handgriff gemacht hatte, war eine Firma (spezialisiert auf Mauertrockenlegung) bei mir und hatte sich das ganze angesehen um mir einen Kostenvoranschlag machen zu können. Dieser hatte gemeint das das Fundament freigelegt werden muss. Klingt für mich ja auch logisch, weil wie will man ja sonst von außen abdichten? ;-)

Wegen dem Zimmer Innenbereich. Wie kann ich prüfen wann die Mauer trocken ist? Mittlerweile ist die Wand eine Woche frei. Ich denke mal das ich auf jeden Fall einen Feuchtigkeitsmesser brauche?!



Abdichtung



Lassen wir das mit der Fachfirma.
Wenn Sie wissen wollen ob die Wand soweit wieder trocken ist dann nehmen Sie dazu einen langen, dünnen Steinbohrer. Bohren Sie langsam und ohne Schlagbohrmodus durch die Wand, kontrollieren Sie das Bohrgut. Helle staubige Krümel die man wegpusten kann- alles in Ordnung. Dunklere Farbe, größere Partikel die aneinander kleben- noch feucht aber im hygroskopischen Bereich. Eine dunkle Paste die in den Spiralen klebt- wassergesättigt.