Solardachpfanne

11.08.2010


folgendes Problem:

Grundofen mit Wassertasche /Speicher

im Sommer nur kaltes Wasser zum Duschen oder die erfreulich kühle Bude einheizen.

Lösung: Gastherme / Kessel oder Solar.

Herkömmliche Kollektoren wollen aber weder wir noch der Denkmalschutz auf dem Dach, obwohl Ausrichtung und Neigung ideal wären.

Kennt einer folgendes:

www.sdp-solardachpfannen.de/de/components-sdp-solar-dachpfannen-kollektor/

auf der ansonsten sehr kargen Seite, gibt's eine Reihe Unternehmen, die als 'Vertragspartner' genannt werden, google findet auch viele.

Vieleicht findet sich ja aber auch ein Rat von Jemand, der nicht daran verdient.

Gruß Götz


p.s. Offensichtlich ist das System auf eine Wärmepumpe angewiesen. Das wollte ich eigentlich auch nicht, weil die Primärenergie für den Strom der die Wärmepumpe antreibt, besser gleich meinen WW Speicher erhitzt hätte. Den ganzen technischen und sicher auch teuren Krams kann man sich wohl sparen.



Solardachpfanne



Hallo Götz

Meines Wissens nach handelt sich bei den Solardachpfannen um Dachziegel, die so beschichtet sind, daß damit Strom erzeugt werden kann. Damit kann man dann den Strom für eine Wärmepumpe erzeugen. Nur, die Stromerzeugung für die Wärmepumpe ist so teuer durch die Panelziegel, Umrichter und Wärmepumpe, daß WW-Solarpanele eindeutig billiger sind...


Aber gut, wer zu viel Geld hat...




MfG Andreas



Warum nicht mit Wärmepumpe ?



Hallo

Wenn schon kein Kollektor, dann würde ich zu einer reinen Brauchwasserwärmepumpe tendieren.
Also eine Wärmepumpe mit 300 Liter Brauchwasserspeicher.
In den Keller oder Waschküche, dann wird auch noch die Raumluft entfeuchtet.
Leistungsaufnahme ist ja nicht so hoch,
und im Sommer gibt es ja eine entsprechende Aussentemperatur.
Einige Hersteller haben auch einen 2. Wärmetauscher montiert für den Anschluss Solar oder Ofen im Winter .

Vielleicht wäre das eine Lösung?
Schau dir doch mal die Seiten der Hersteller , wie Buderus, Stiebel Eltron, Dimplex usw. an.

Beim Stromanschluss gibt es vielleicht einen entsprechenden Tarif beim Versorger.
Je nach Region auch eine Förderung.

Grüße, Juergen



Brauchwasserwärmepumpe...



...wollt ich auch Vorschlagen :-) Kommt auf jedenfall im Verbrauch günstiger als eine Elektroheizpatrone.

Oder ein Durchlauferhitzer für den Sommer, entsprechende Geräte gibt es ja inzwischen auch in kompakter Bauweise.

MfG



Durchlauferhitzer ,



wäre da natürlich auch noch eine Lösung :-)

Gibt es ja auch mit einer elektronischen Regelung und mit der Möglichkeit für einen Solarkolektor später anszuschließen.
Dann übernimmt der Durchlauferhitzer nur noch die Nachheizung , wenn es vom Dach nicht reicht :-)

Leider gibt es auf der Homepage der Solardachpfannen keine weiteren Details zum eigentlichen Kollektor.
Scheint ja ein Modul in optishcer Verpackung der Dachpfannen zu sein. Habe ich noch nie gesehen. Die Idee finde ich allerding nicht schlecht. So wird der Kollektor gut getarnt. Die Frage wäre nun, was der Kollektor an Leistung hat. Finde da aber irgendwie kein Datenblatt.

Grüße, Juergen



Solardach



Vom Dach reichts elektrisch nur selten, da die Panele nicht mit 230V einspeisen. Ergo muß ein Wechselrichter dazwischen und dann wirds eng mit der elektrischen Leistung zum Ww bereiten.

Solarstrom in Europa ist Schwachsinn, der sich nur durch wettbewerbsverzerrende Subventionen rechnet. Dieser Subventionswahn erinnert mich an die selige DDR, wo findige Leute vorne im Konsum die Äpfel für 20 Pf/kg gekauft haben, um sie hinten an der Rampe für 1 Mark/kg dem gleichen Laden weiterverkauft haben. An dieser Subventionspolitik ist ein ganzer Staat zu grunde gegangen. Heute zahlt es der Verbraucher und die Lobby reibt sich die Hände...


Andreas



Hallo Andreas



Auf der besagten Seite gehts um Solarkolektoren , nicht um die Variante für Photovoltaik.
Die gibt es zwar auch, aber er wollte, wenn ich das richtig verstanden habe, direkt die Wärme auf dem Dach erzeugen.

Nutze allerdings selbst bei mir auch den eigen erzeugten Strom , der Rest wird ,wenn er nicht benötigt wird, "teuer" an den Netzbetreiber verkauft. Dieser verkauft mir aber ja auch überteuerten Strom . Bin da deiner Meinung. Aber das System könne wir wohl nicht ändern. Dafür sind die Konzerne dahinter zu groß :-(

Grüße, Juergen





@ Andreas

das ist eben der Clou, das ist der einzige Solarziegel, den ich gefunden habe, der nicht für Stom gedacht ist. Wenn ich die Werbung richtig gelesen habe werden auf etwas dünner gefertigten Dachziegeln irgendwelche ganz dünne Alu-körper montiert, die per Wärmepumpe von einem Kühlmittel durchströmt werden, als quasi Kühlschrank andersherum. Die kalte Seite ist also auf dem Dach und die warme Seite ist im Wasserspeicher. Je mehr die Sonne auf's dach scheint um so mehr Energie kann transportiert (und nicht etwa erzeugt) werden.

an die beiden Wärmepumpen-Verfechter.

Eigentlich wollte ich keine Wärmepumpe. Der Grund ist eher weltanschaulicher Natur. Gut arbeitende Wärmepumpen geben gut das vierfachfache der eingesetzten Energie als Wärmeleistung ab, meist ist der Wert schlechter. Wenn man bedenkt, dass bei der Erzeugung von Strom mit allen Leistungsverlusten nur etwa ein Drittel der eingesetzten Primärenergie als nutzbare elektrische Energie hinten an kommt, dann wird klar dass gerechnet auf den Primärenergieeinsatz (Öl / Gas, von Kernkraft wollen wir heute lieber nicht sprechen) der Energiegewinn in keinem Verhältnis zum konstruktiven und finanziellen Aufwand steht.

Nun fragt man sich, warum sich das ganze derzeit trotzdem einigermaßen wirtschaftlich betreiben lässt. Dafür gibt es zwei Gründe: Wärmepumpen, die mit Primärenergie also Gasmotor betrieben werden sind (noch?) extrem teuer. Der andere Grund wird einem klar wenn man bedenkt, dass uns die Energielieferanten das Gas/Öl (100% Primärenergie) ähnlich teuer verkaufen wie den Strom, bei dessen Erzeugung 2/3 der Primärenergie schon durch den Schornstein gewandert ist.
Mich beschleicht der Gedanke, das Gas und Öl viel zu teuer und Strom viel zu billig ist (obwohl wir ja auch noch die ganzen tollen Kraftwerke mit bezahlt müssen).
Da möchte ich lieber nicht mitmachen. Klar Strom muss sein, aber nicht zu jedem Zweck. Und wenn er um die Ecke aus regenerativen Quellen oder vom Dach des Nachbarn stammt, um so besser.

Wenn ich mir für das Geld, dass eine solche Wärmepumpen Hightechanlage kosten würde, einen Brennwert Gas-Kessel kaufe und den sparsam für Brauchwasser oder zur Frostsicherung einsetze, kann ich gar nicht so alt werden, das sich die Kosten irgendwann armortisieren würden.
Und was das CO2 betrifft: man kann das Gas ja auch als Biogas kaufen!

mit weltanschaulichem Gruß Götz