Wärmepumpe für Fachwerkhaus

14.01.2008



Guten Tag zusammen,

ich habe folgende Frage: Ich habe ein Fachwerkhaus, ca. 150 bis 200 Jahre alt. Es hat 1912 einen Backsteinanbau bekomme und 1947 wurde das Untergeschoss mit Steinen unterfangen. Ich benötige eine neue Heizung und überlege ob eine Wärmepumpe sinnvoll ist. Der 4x5 m Anbau sowie das Untergeschoß sollen von Außen gedämmt werden. Das 1.-OG und das DG sollen Sichtfachwerk nach außen haben. Bei Baumessen sagt jeder Wärmepumpen-Vertreter dass diese natürlich auch für Fachwerkhäuser genutzt werden können.

Ist das so, sind Wärmepumpen wirklich auch FWH nutzbar? ist eine Fußbodenheizung oder eine Wandheizung sinnvoll? Im alten Teil des Hauses sind Dielenböden, die dann ggf. raus müssten.
Wenn es hier einen Fachmann gibt der mir objektiv Auskunft geben, wäre ich sehr dankbar.

Freundliche Grüße
Markus



Unabhängig von der Art des Hauses



ist eine Wärmepumpe nur dann sinnvoll, wenn die Heizung für niedrige Vorlauftemperaturen (max. 35°C) ausgelegt ist.
Das wiederum erreicht man schwerlich ohne eine gute Wärmedämmung.



Wärmepumpe



ist eine tolle moderne Technik und besonderst bei geringen Vorlauftemperaturen wie bei Fußbodenheizung und Wandheizung geeignet. Jedoch ist dabei zu beachten welches System sie einbauen wollen. Luft/Wasser-Wärmepumpen sind dabei kritisch zu betrachten. Bei diesen Anlagen sind die Jahresarbeitszahlen oft sehr gering. So habe ich schon von Anlagen gehört die mit einem Faktor 1:2,3 arbeiten. Sie stecken 1 kWh elektrische Energie in die Anlage und benommen damit 2,3 kWh Heizenergie. So würde z.B eine Öl-Heizung mit 4000 Liter Heizöl rund 2400,- Euro pro Jahr kosten und die Heizung mit der Luft/Wasser Wärmepumpe 2600,-Euro an Strom.
Deshalb mein Rat an Sie, zuerst einmal Energie durch Wärmedämmung einsparen und dann nochmal Kosten - Nutzen vergleichen. Ein Internettipp zu einer guten Wärmepumpe mit CO2-Erdsonde finden Sie hier: http://www.co2-erdsonde-bensheim.de/pages/technik.html

Gruß Tobias Bucher



Hallo Markus



aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, daß Sie mit einer Vorlauftemperatur von 35 Grad im FWH nicht hinkommen werden. Ich stehe daher eine WP-Lösung eher kritisch gegenüber. Und für eine FbH alte , möglicherweise gut erhaltene Dielen rausreißen würde ich schon gar nicht.

Eine Wandheizung in Lehm könnte eine Lösung sein. Sie sollten sich aber im Klaren darüber sein, daß Sie auch Stellflächen für Möbel brauchen. Von daher erstmal in Ruhe nachdenken und ggf. andere Methoden prüfen.

Viele Grüße J. Simon



Wärmepumpe - Pelletsheizung



Ich würde Ihnen einen Pelletskessel mit Sockel-Heizleisten anbieten.Der Guntamatic Pelletskessel benötigt keinen Pufferspeicher.Über Sockelheizleisten können Sie sich bei www.energy-com.de informieren.Gruss aus Bad Nauheim Bruno Müller



mehr hier



Ein gutes Forum zu solchen Fragen finden Sie auch hier:

http://www.haustechnikdialog.de/

Grüsse
stt



Niedertemperaturheizung im Fachwerkhaus.



Haben langjährige Erfahrung mit Innendämmung und Wandheizung(kein Taupunktproblem)im Fachwerkbereich.
Sehr komplexes Thema.
Sehen sie sich unsere Internetseite an und nehmen Sie gegebenenfalls Kontakt auf.

Mit freundlichen Grüßen
AmonKeutler und Rüdiger Groß
www.Lehmhaus-Nordhessen.de



Wärmepumpe



Wir haben ein Fachwerkhaus neu gebaut und haben uns für eine Wärmepumpe entschieden.
Vor weg ist zu sagen, wir haben uns zusätzlich eine Grundofen eingebaut, diesen benutzen wir wirklich häufig.
Im vergangenem Jahr musste es aber unsere Wärmepumpe allein schaffen und wir waren überrascht über die entstandenen Energiekosten
Jahresverbrauch für warmes Wasser und ein gut geheiztes Haus lagen bei etwa 1100 € im Jahr. Das Haus hat 170 cm² Wohnfläche und wir haben sicher noch Einsparungsmöglichkeiten. Solltest du noch weitere Fragen haben
postmaster@lehmschwalbe.de



Wärmepumpe



Hallo,
wir haben in unserem Fachwerkhaus eine Luftwärmepumpe
eingebaut, im ganzen Haus haben wir Fußbodenheizung verlegt und im ersten und Dachgeschoss haben wir noch jeweils einen Wasserumantelten Kamin(pumt seine Wärme in die Heizungsanlage).Wir haben jetzt 2 Winter damit geheizt und sind sehr zufrieden damit.
Grüße Manuela



Interessant, bitte nähere Daten



Hallo Manuela,

tolle Sache. Mich würde hierbei der Stromverbrauch im Vergleich zur Wärmeenergie zur Beheizung des Hauses interessieren. Oder die wirkliche gemessene Jahresarbeitszahl zur Luftwärmepumpe Ihres Hauses.
Bisher sind mir nur JAZ unter 3 bekannt und somit wären die Stromkosten für die Wärmepumpe so hoch wie die Kosten für Gas oder Öl.

Dank

Sonnige Grüße aus Lorsch

Tobias Bucher