Wärmepumpe in einem Haus unter Denkmalschutz



Wärmepumpe in einem Haus unter Denkmalschutz

Ich bin gerade dabei mich über Heizungsalternativen zu informieren. Und da ich bisher sehr viele gute Informationen über Fachwerk.de erhalten habe, hier nun meine Frage an Euch.
Ist es wirtschaftlich sinnvoll eine Wärmepumpe (Bohrung, Brunnen) in ein Haus mit 120qm Grundfläche, 42,5 cm Vollziegelwand im Erdgeschoß, 30 cm Vollziegel im Obergeschoß, Kastenfenster, zu 2/3 Unterkellert, Keller ist trocken, 1. Stock zum Dach hin isoliert mit Isoflock.
Bisher haben wir uns eine 40kw HDG Stückholzheizung ins Auge gefasst.
Über viele Meinungen würde ich mich freuen.



Tja



Hallo, wie so oft gehen auch zu dieser Frage die Meinungen weit auseinander. Eine Wärmepumpe erreicht den besten Wirkungsgrad bei Vorlauftemperaturen unter 35°C. Um diese Temperatur effizient zu nutzen ist eine Flächenheizung notwendig. Bei diesen Temperaturen muss die Fläche sehr groß ausgelegt werden. Konkret heißt das z.B. für Wandheizungen das diese die doppelte Fläche haben wie bei 45°C Vorlauf. Damit sind dann auch entsprechende Kosten verbunden. Viele Grüße Gerd Meurer



Genügend Holz vor der Hütte ...



sollte man bei einer Stückholzheizung natürlich haben. Dazu brauchts entspechende Lagerkapaziät für 2-3 Jahre (mind. Trocknungsdauer) und die Zeit, das Holz zu besorgen und zu spalten. Und wer sorgt für das Holz, wenn man dann in die Jahre gekommen ist? Ist das gegeben, hat man sicher die ökologisch sinnvollste Art zu heizen. Ist man aber eine zeitlang nicht da, brauchts auch jemanden, der die Heizung im Winter bestückt.
Die Wärmepumpenvariante mit Grundwasser ist (soweit die Bedingungen gegeben sind) die energetisch sinnvollste Art, eine eine Wärmepumpe zu betreiben. Dafür muss aber - wie Herr Meurer schon schrieb - die Heizfläche angepasst werden.
Neben den einmaligen Anschaffungskosten für Heizung, Puffer und Heizkörper (auch Wand- oder Fussbodenheizung) sowie Brunnen oder Tiefenbohrung, sollte man auch die laufenden Kosten (Brennstoff, Strom, Wartung) und den Zeitaufwand einrechnen. Dazu kommt, dass eine Wärmepumpe nicht das Warmwasser komplett bereiten kann, es braucht hierfür wieder eine Zusatzzheizung um die benötigten hohen Temperaturen zu erzeugen.

Ich überlege mir auch gerade meine Heizung für die Zukunft und tendiere mehr und mehr zur Pelletsheizung. Ökologisch vergleichbar mit Stückholz (wenn die Pellets nicht gerade as Sibirien kommen), vom Komfort wie eine Öl- oder Gasheizung.
In den nächsten Jahren werde ich mein Haus stückweise auf Wandheizung umstellen, das geht mit einem zweiten Heizkreis zum Glück auch am vorhandenen Ölkessel.





Wärmepumpen benötigen in der Regel Strom um aus der Umgebungswärme nutzbare Wärme für Heizzwecke zu gewinnen

Aus einer kWh - Strom lassen sich bis zu 3 kWh Wärme gewinnen.

Da Wärmepumpen 24 h am Tag Wärme bereitstellen müssen, wird der hierfür verbrauchte Strom dem Grundlastbereich zugeordnet.

Dieser Grundlastbereich wird von Braunkohle und AKW gespeist.

AKW (Atomkraftwerke)sind Technik von gestern die unseren Nachkommen noch jede Menge Probleme durch radioaktiven Müll bereiten werden.
Wer will das seinen Nachkommen zumuten

Der Wirkungsgrad der Braunkohlekraftwerken liegt bei ca 30 %

Der Wirkungsgrad der Wärmepumpe liegt bei 300 %

Ergibt ohne Transportverluste 0,3 x 3 = 90 % Wirkungsgrad.

NICHT SEHR EFFEKTIV und ÜBERHAUPT NICHT UMWELTFREUNDLICH

Das ganze Aufleben der Wärmepumpenhisterie ist wenn überhaupt ein geschickter Werbefeldzug der Atom- bzw der Braunkohlelobby um der Verwendung von Strom zu Heizzwecken einen Ökologischen Anstrich zu verpassen hat aber mit erneuerbaren Energien rein garnichts zu tun

Holz als Brennstoff ist günstig zu beziehen, und biete bei entsprechender Anlagentechnik den gleichen Komfort wie eine Ölheizung

Zudem schafft es Arbeitsplätze in der Region und sorgt so lokal für Wertschöpfung

Deshalb bitte keine Wärmepumpe sondern lieber eine Holzheizung einbauen