Heizleisten und Erdwärme, geht das zusammen?

04.02.2004



Hallo und einen wunderschönen Guten Tag, wir haben eine Mühle bei Meissen (Sachsen) und sind gerade dabei zu planen. Das Haus um was es sich handelt besteht aus Fachwerk (150mm) auf einem 500er Natursteinsockel. Nun überlegen wir, das Gebäude mit Heizleisten zu beheizen. Wir haben uns schon bei Anbietern informiert über Preise usw. Nun mal die Frage in die Runde geworfen, ob Heizleisten mit einem Erdwärmetauscher effektiv betrieben werden können? Es ist ja bekannt dass der Vorlauf bei den Leisten recht gering ist. Wir hörten aber von Skeptikern, dass die Erdwärmepumpe doch recht hochtourig laufen muss, um die notwendige Leistung zu erbringen. (klar, es ist alles abhöängig von der jeweiligen Dimensionierung)Gibt es Erfahrungswerte? Betreibt einer von Euch Heizleisten mit einer Erdwärmepumpe? Wie können die Kosten ausehen, bei einer Grundfläche des Hauses von 15m mal 6m? Gibt es jemanden im Raum Meissen, der evtl. schon mit HL heizt und bei dem man den Effekt mal life erleben könnte? Vielen Dank und Grüße--der marKus



Erdwärme



Sieh mal hier... was das kostet... http://www.marktplatz-cw.de/burkhardt/erdwaer/erd2_mi.htm
Erdwärme ist zwar toll, aber die Bohrung muss man erst mal bezahlen können... Wasser-Wasser Wärmepumpe wär da schon einfacher, allerdings ist da die Vorlauftemperatur glaub ich nicht höher als 35 °C, das ist für Heizleisten in Spitzenzeiten zu wenig. Wir haben im Schnitt 50 °C für unsere Heizleisten, je nachdem, wenns knackig kalt draußen ist, 65 °C, aber auch mal 35 °C. Was vielleicht interessant wäre, ein Holz-Abgaswärmetauscher (heißt das so?) - das kann man mit ner Gasheizung oder Ölheizung koppeln. Man wirft Holzscheite ein, wenn das verbrannt ist, schaltet die Anlage automatisch wieder auf Gas oder Öl. Kostet so 2.500 Euro zusätzlich. Grüße Annette



Danke für die schnellen Zeilen...



...wenn für uns eine Erdwärmeanlage in Frage kommt, dann ein Flächenabsorber, also nich in die Tiefe gehend, sondern ein paar zig Quadratmeter Rohr in einer Tiefe von ca. 1,5m auf einer großen Fläche verlegt (Platz ist bei uns genug). Diese Kombinierte Gas/Holzanlage, die Du ansprichst, Annette, ging uns auch schon durch den Kopf. Wenn dann käme Gas für uns in Frage. Allerdings wäre hier die Frage, ob das CO2-Programm greift, da die Holzanlage nicht automatisch beschickt wird. Eine Palletsheizung mit "Beschickspindel" wollen wir vermeiden, das schafft wieder Abhängigkeiten. Sei herzlich gegrüßt, der markus



Hallo



Das optimalste zur Wärmepumpe wär wohl eine mit Lehm verputzte Wandheizung oder eine Fußbodenheizung.
Falls das nicht sein soll es gibt auch Hersteller von Pelletkesseln(sogar einen nicht weit weg von Meissen)wo der Brenner herausschwenkbar ist und Holz gefeuert werden kann. Dafür gibts Fördermittel.
Gruß Frank



Hallo



Das optimalste zur Wärmepumpe wär wohl eine mit Lehm verputzte Wandheizung oder eine Fußbodenheizung.
Falls das nicht sein soll es gibt auch Hersteller von Pelletkesseln(sogar einen nicht weit weg von Meissen)wo der Brenner herausschwenkbar ist und Holz gefeuert werden kann. Dafür gibts Fördermittel.
Gruß Frank



Wärmepumpen



Hallo Markus, rein technisch gesehen, geht Heizleiste und Wärmepumpe, aber ist das auch sinnvoll. Eine Wärmepumpe aber nur effektiv, wenn die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich ist, also mit einer Flächenheizung wie sie schon von Herrn Plagens vorgeschlagen. Fußbodenheizung geht natürlich auch. Für Heizleisten brauch man eine sehr hohe Vorlauftemperatur, wie Anett schon gesagt hat, also betreibt man dabei die Anlage wie eine normale Elektroheizung, also mit einem Wirkungsgrad der nicht akzeptabel ist. Steht für Sie jetzt die Frage, können Sie eine Flächenheizung einbauen, oder sollten Sie nach einem anderen Heizungssystem suchen. Übrigens geben Gaslieferanten auch Zuschüsse zu neuen Gasheizungen etc. etc.. Es gibt derer Angebote vieler. Intressant ist natürlich auch die Pelletsheizung, wenn Platz für einen Spreicher vorhanden ist. Tschüß Karsten



Wärmepumpe



... sowas stellt mein Kunde her, der sitzt allerdings in Holland. Was für Fragen hast Du denn noch ganz genau? - Ich könnt nächste Woche mal anrufen, der freut sich, wenn jemand ihn nach dem "Zeugs" frägt :-). Die Holz-Abgasanlage (oder wie auch immer ;-), das find ich auch nicht schlecht, allerdings denk ich mir, da kann ich genausogut mir einen Kaminofen oder Grundofen zulegen, der ist etwas billiger, und den dann "anschmeißen". Der hat nur den Nachteil, dass er dann halt nur einen Raum beheizt, und das volle Pulle - und dass er nicht (jedenfalls nicht der "herkömmliche" aus dem Baumarkt) einen Warmwasserspeicher beschicken kann. Ansonsten fände ich diese Idee super und wenn wir nicht schon unsere Heizungsanlage so komplett aufgestellt hätten, hätt ich die 3000 Euro hierfür gerne noch investiert. Pelletsheizung: joaahhh, aber ziemlich teuer, außerdem braucht man einen trockenen, abgeschlossenen dichten Raum für die Pellets und in den Pellets können sich Pilze sammeln. Wenn man diesen Raum allerdings erübrigen kann und bestenfalls noch Holzabfälle jeglicher Art hat - super. Wir haben einen ganz normalen Gas-Brennwertkessel und nen Kaminofen (von Ebay anstatt für 2500 Euro für 300 Euro). Ich persönlich liebe das Feuergeknister, so ein Kamin zum hinsetzen hätte ich noch schöner gefunden, hab allerdings kein Platz dafür. Leider muss man sich halt mal entscheiden :-) Grüße Annette



Was ist aus der Mühle geworden?



Hallo Markus,
wie ging es denn weiter mit deiner Mühle, speziell auch mit der Heizungsanlage. Wäre doch interessant zu erfahren.
Herzliche Grüße
Martin