Dampfbremsfolie Übergang Mauerwerk / Dachgeschoss




Hallo alle zusammen,

ich habe mir eine altes Forsthaus (Fachwerk) gekauft und dies vollständig Entkernen müssen, da die Bausubstanz in einem schlechten Zustand war. Nur der Dachstuhl mit den Deckenbalken ist stehen geblieben und in einem guten Zustand.
Das Mauerwerk musste wegen Wärmedämmung und Baukosten,... durch Porenbetonsteine ersätzt werden.
Meine Frage ist jetzt wie ich die Dampfbremsfolie am besten befästige, damit auch an diesem Übergang Mauerwerk Dachstuhl keine Konstruktionsfehler entstehen.
Meine Problem sind nämlich die Deckbalken die Quer zur Fußpfette verlaufen und später im Wohnraum sichbar bleiben.
Wie bekomme ich das Dicht?



Anschluß Dampfbremse



Hallo,

eine Möglichkeit : einputzen.
Auch eine Möglichkeit: Latte mit Kompriband (Illbruck) versehen und Dampfbremse unter Druck anpressen. Latte annageln, schrauben, klammern etc.


Grüße



Dampfbremssysteme



Es gibt verschiedene Hersteller von Dampfbremsen, die auch Anschlussabdichtungen anbieten, nachzufragen am besten im Baustoffhandel, nicht Baumarkt.

Grüsse Thomas



Dampfbremse



Die Systemgeber der Folie geben Anschlussdetails vor, die Sie im Fachhandel in den entsprechenden Planungsmappen oder im Internet einsehen können. (mögliche Lösung: Dichtungsband, Dichtungsmassse, Klebebänder) Ihre Beschreibung hier ist zu ungenau für eine exakte Beratung. Aber: Alternativ sind auch Lösungen mit eingeblasener Zelluslosedämmung und Fermacellplatten möglich, aber auch da muß winddicht abgeklebt werden. Bei allen Sperrschichten gilt: Mäuse fern halten, ansonsten ist alles sinnlos ....

MFG Olaf



Fachbetrieb und Unterstützung


Trockenausbau mit Lehmbauplatten

Die Do-it-yourself-Lösungen werden immer nach hinten losgehen!
Auch bei den Fachbetrieben wird es nie eine 100%-Lösung geben.
Wer anderes proklamiert, ist unglaubwürdig!!

Da Sei komplett entkernt haben, ist eine planerische Betreuung sinnvoll und in dieser sollte die Winddichtungskonzeption enthalten sein.

Wir stehen Ihnen dazu auch gern mit zur Verfügung.

Grüße Udo



Das nenne ich einen



vernüftigen Aufbau Udo.
Kann hier Udo's Truppe nur wärmstens empfehlen

Grüsse Thomas



Problematisches Vorgehen...



Hallo Herr Möller,
warum das Mauerwerk wegen Wärmedämmung erneuern? Porenbetonsteine sind Feuchtigkeitsanfällig und speichern Wärme nicht so gut wie Vollziegel. Dampfbremmsfolien, Wärmedämmung sind für die Sanierung nicht geeignet. Energie sparen Sie mit Wärmedämmung nicht und mit Dampfbremsfolien könen Sie den Eintrag von Kondensat nicht verhindern. Sie bekommen es nicht dicht auch nicht mit Klebebändern. Vorsicht vor solchen Konstruktionen sonst nimmt die Sanierung kein Ende. Der Einsturz von Holzbalkendecken wegen abgefaulten Balkenköpfen durch Wärmedämmung wegen Kondensateintrag gab es leider auch schon.

Mehr Infos unter: holger-poschmann-info.de

MFG
Holger Poschmann



@ Holger Poschmann



In gewissen Dingen gebe ich Ihnen recht, doch komplett zurück zur "Steinzeit" ist sicherlich auch nicht der geeignete Weg.
Hier handelt es sich ja um ein weltumspannendes Gesellschaftsproblem, was Du und ich und eine andere Hand voll Normaldenkender sicher nicht verändern und beseitigen wird.
Der Dämmwahn, die überzogenen Wärmeansprüche, der Kunststoffluxus, der Bequemlichkeitsfaktor usw. sind doch Ergebnisse von Strukturen, die "mafiotische" Züge hat.
Industrie, Politik und Beamtentum sind da die eigentlichen Täterschaften.

Polemik hin, Polemik her, man wird immer am schwächsten Glied ansetzen (Hausbesitzer, Autofahrer!), bevor man an der Instrie etwas ändern wird.
Hier sollte man mit der CO²-Reduzierung beginnen und nicht den Immobilienbesitzer knebeln, um dann solche Diskussionen hier zu haben.

Wenn aber die Ausführungen sinnvoll, fachlich korrekt und dazu noch überlegt sind, dann kann man schon Verbesserungen der Energiebilanz in solchen Sanierungsobjekten erreichen.
Wichtig sind die Maßnahmen und deren homogenes Zusammenspiel.
Also wie arbeitet der Heizungsbauer mit dem Ausbaufachbetrieb zusammen, wie werden die gesamtenergetischen Betrachtungen geführt und stellt man auch mal eine Langzeitbetrachtung der zu amortiesierenden Investitionskosten mit an.

Handwerklicher Gruß,
Udo Mühle



Zurück zur "Steinzeit"



... glaube ich nicht! Worum es hier geht sind sinnvolle und dauerhafte Lösungen. Sperren, Schäume und Gespinste bringen es halt nicht. Die Chance das es schief geht ist groß. Sicher jeder ist seines Glückes Schmied. Jedoch würde ich mich als Bauherr nicht auf Aussagen wie: das macht jeder so, oder das ist schon richtig verlassen. Damit es eventuell doch noch gut geht: Planer und Handwerker persönlich in Haftung nehmen. Dann strengen sich alle an! ;-)

MFG
Holger Poschmann



Fachwerk und Dauerhaftigkeit



Ich gebe Udo recht,
wenn alte Bautechnik so gut und dauerhaft wäre - dann würden wir wohl noch in Erdhöhlen wohnen. Aber die Wohnkultur verändert sich und jeder baut nach seinen Bedürfnissen. Außerdem hatten schon unsere Alten Sanierungsmaßnahmen - trotz der trad. Bauweise. Es soll jeder selber entscheiden dürfen, ob er in einem Haus aus Porenbeton mit Wärmepumpe oder Vollziegel mit Kachelofen wohnt. Jemanden anderen seine Meinung als alleinige Weisheit aufdrängen zu wollen - das ist nicht Sinn eines Forums. Man kann jedoch Alternativen zeigen und bei Interesse informieren.
Die Chancen, daß beim Hausbau etwas schief geht, sind immer groß, egal mit welcher Technlogie. Wichtig ist doch das handwerkliche Können und das bautechn. Wissen. und natürlich der eigene innere Schweinehund, den man immer wieder überwinden muß, wenn man selber perfekt sein will ...
und wer ist das schon. Ich jedenfalls nicht !

MFG Olaf