Wärmedämmung einer Bruchsteinmauer

04.06.2006 Firlefanz



Hallo zusammen!
Ich habe in diesem tollen Forum bereits sehr viel über Wärmedämmung gelese, allerdings bin ich noch nicht wirklich schlauer geworden, bzw. habe noch keine Lösung zu meinem Vorhaben gefunden.

Wir haben ein Fachwerkhaus das im Jahr 1980 saniert wurde.
Jetzt steht eine komplett Renovierung an. Das EG ist aus Bruchstein gemauert, innen verputzt, darauf eine Dachlatten Unterkonstruktion, die mit Styroporplatten ausgefüllt ist.Als Abschluss sind nut und Feder-Bretter genagelt.

Da die Wärmedämmung nicht sonderlich gut ist, dachte ich mir die N u. F-Bretter abzureißen, die Unterkonstruktion zu belassen und zusätzlich eine Rigipsplatte mit ca. 2cm Styropor aufzubringen. Anschließend Verputzen und Fertig!

Tja, durch das Stöbern im Forum bin ich mir nun nicht mehr so sicher ob das der richtige und sinnvollste Weg ist.
Hier liest man von
- Staunässe,
- Holzweichfaserplatten
- Wärmedämmputz (innen)
- Schilfrohrmatten
- Calciumsilikatplatten
- kapillaraktiven Naturbaustoffen
- usw.
Andere schreiben das man Bruchsteinmauern nur mit einemm Dämm- oder Lemputz verputzen muss.

Was ist denn nun der richtige weg?
Über ein paar nützliche Tip's würde ich mich sehr freuen.

Gruß
Frank



Es ist sicher falsch - eine Dämmung an der Innenseiteanzubringen, ohne die physikalischen Grundkenntnisse einzuhalten.



Dazu gehört als erstes, dafür zu sorgen, dass kein Tauwasser anfällt.
Zweitens, dass nichts faulen (organisches Material) kann.
Usw...
Sie sollten sich schon an Ort und Stelle einen sachverständigen Fachberater holen.
Z.B. bei der Handwerkskammer (vor Ort erfragen) oder beim DHBV
siehe auch: www.dhbv.de/inhalt/ratgeber/was_tun_bei_schaeden_durch/



nützliche Tips für Ihre Bruchsteinmauer:



keinesfalls Styropor und Rigips als Innendämmung.Bitte das ganze bauschädigende "Zeug" runter und einen schönen Kalk-oder Lehmputz auf die Bruchsteinmauer auftragen.
Installieren Sie ein Fußleistenheizsystem entlang der Außenwände ohne zusätzliche Innendämmung.
Ergänzend sollten Sie eine gute Wärmedämmung im Dach oder auf die Decke zum Dachboden sowie im EG-Bodenaufbau einbauen.



Und wenn Sie den Keller nicht nur schön, sondern auch noch trocken haben möchten,..



Lesen Sie dazu auch auf meiner Homepage die Schriften Nr. 14 und 12.
Wir arbeiten sehr viel mit Kalk, dieser hat jedoch auf einer immer feuchten Wand nichts zu suchen.
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann dieser wieder runterfällt.
Aber auch das "Abtrocknen" mit einer Temperierung ist im Keller (unter diesen Umständen) falsch.
Dies nicht nur wegen dem hohen Energieaufwand, sondern auch, weil dadurch die Oberflächen der Wände abtrocknen und dann, umso mehr Feuchte und Salz nachsaugen.



was heißt nicht gut?



sie schreiben die wärmedämmung ist nicht sonderlich gut. was meinen sie damit? und warum ausgerechnet die wände dämmen? wie stark ist denn die wand? was haben sie für Fenster u.s.w. das spielt alles eine rolle. auch ich kann nur dringend davon abraten die wände von innen mit styropor zu dämmen.
gruß
christian redlich



...nicht gut bedeutet,



dass die Wand immer kühl ist. Die Wand ist ca.30 cm stark, darauf sitzt innen eine Lattung, dazwischen Styropor.Als letztes noch Nut und Federbretter, zwischen denen es zieht.Die frage warum die Wand überhaupt gedämmt ist, verstehe ich nicht ganz. Ich gehe mal davon aus, dass man eine Außenwand dämmt um die Wärme im Raum zu behalten. Die Fenster sind doppelt verglaste Thermopehn Scheiben.

Vielen dank auch für die anderen Beiträge und Tipps