KfW Wärmedämmrichtlinien

05.11.2007


Hallo ihr lieben,
hier sind noch mal Guido und Beate. Haben uns nun für einen Holzfaserdämmstoff entschieden. (was Anderes geht wegen der Grenze und der ungeraden Wände des Fachwerkhauses nicht.) OK, unsere Frage ist nun: da wir innen schon 3-4 cm Dämmung aufgebracht haben, wieviel müssen wir dann noch außen anbringen um auf den vorgeschriebenen Wert von 0,040 zu kommen? Kommt es auf die Dicke der Dämmschicht an, haben nur noch 12cm Spielraum oder auf den Dämmwert der Matte an sich?
Vor allem - zählt die Innendämmung nicht auch mit?
Haben schon viel gefragt, Verkäufer, KfW, Handwerker, jeder sagt was anderes, selbst bei der KfW ist keine verständliche Antwort rüber gekommen.
Wer kann uns dummies von Laien eine verständliche Antwort geben? Danke schon mal...
Beate und Guido



KFW?



Hallo Ihr 2,
Ihr scheint einiges bei den KFW-Anforderungen durcheinanderzubringen. Gebt doch bitte mal an, nach welchem KFW-Programm ihr die Vorgaben sucht und welcher Dämmstoff (Material/Wärmeleitgruppe)zur Ausführung kommt.
Also beim CO2-Gebäudesanierungsprogramm bzw. dem WohnraumModernisieren-ÖkoPlus wird als Mindestanforderung für die Außenwandsanierung eine zusätzliche Dämmung mit 16cm Dämmung der Wärmeleitgruppe 040 bzw. 18cm der WLG 045 gefordert.
Ich hoffe, ihr seid diesbezüglich fachkundig beraten worden, der Aufbau mit Innen- und Außendämmung ist bauphysikalisch nicht unproblematisch und bedarf der rechnerischen Überprüfung. Der Ausführbarkeit und die örtlichen Gegebenheiten sollten überprüft werden, um Folgeschäden zu vermeiden.
Falls Ihr den Neubaustandard erreichen wollt, gelten die oben genannten Dämmstärken nicht, sondern alleinig die Energiebedarfsberechnung und die Einhaltung der ENEV-Werte Qp und Ht.
Viel Erfolg.



KfW- Wärmedämmrichtlineien



Ich weiß nicht, ob der u- Wert von 0,40 ausdrücklich von der KfW vorgeschrieben wurde.
Nach meinem Kenntnisstand sollte der U- Wert für sanierte Fachwerkwände max. 0,45 betragen, kann aber laut Härtefallregelung auf Antrag davon befreit werden.
Für eine (Sicht-)Fachwerkwand ist es ohnehin ausreichend und für den Erhalt der Konstruktion sicherer, wenn ein Wert von ca. 0,73 W/(m²K)erreicht wird. Dieser Wert ist mit einer Innendämmung von 4 - 6 cm Dicke je nach Material zu erzielen (z.B. 6 cm Dämmputz mit Lambda 0,6).
Bei einem zweiseitig eingebautem Haus, wo nur das Sichtfachwerk der Strassenfassade erhalten wird, macht der etwas höhere Wärmedurchgang bei 0,73 statt 0,45 bzw. 0,40 in der Gesamtenergiebilanz praktisch keinen Unterschied, allenfalls einige %.

Wenn ich einen Oldtimer fahre, weil er mir gefällt, kann ich nicht mit Fahrleistungen eines modernen Autos rechnen.

Viele Grüße
Georg Böttcher



KfW Wärmedämmrichtlinien



Danke Euch für die Antworten, haben uns noch mal mit der KFW genau auseinander gesetzt und sind nun zu einem befriedigendem Ergebnis gekommen. Holzfaserdämmplatten werden es nun sein.
LG. Beate u. Guido




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