Feuchtes Buntsandsteinfundament

30.11.2009



Hallo,

unser Fachwerkhaus ist ca. 1800 gebaut, teilunterkellert (Buntsandstein)und mit einem Buntsandsteinringfundament ansonsten versehen. Die aufliegenden Eichenbalken bekommen, dort wo sie noch nicht mit Teerpappe beim Auswechseln unterlegt wurden, natürlich einige Feuchtigkeit ab.
Sowohl als Schutz des Fachwerks (mit Lehmsteinen) wie auch als Wärmeschutz und Gesundheitsförderung (Haus wurde weitgehend baubiologisch restauriert + renoviert) trage ich mich mit dem Gedanken, gegen die Feuchtigkeit etwas zu unternehmen. Eine leichte Hanglage und der teilweise lehmig-tonige Boden sorgen für Feuchtigkeitsnachschub, so dass Salpeter an den Kellerinnenwänden zu sehen ist.
1. Was muss ich bedenken, um die Situation zu verbessern?
2. Ist eine Horizontalsperre sinnvoll?
3. Welche Materialien eignen sich?

Auf weiterführende Antworten freue ich mich schon.
Angelika



Nein, keine Horizontalisolierung,



und die Herkunft der Feuchte ist genau das Problem, das möglichst sicher geklärt werden muß. Alles andere baut dann darauf auf. Die manchmal naheliegende Hanglagenerklärung muß nicht richtig sein. Salpeterausblühung kann, muß aber nicht darauf deuten. Haben Sie das Wasser auf seinem Transportweg beobachtet?

Ich würde erst von einer genaueren Analyse her versuchen, den technischen Weg zur Trockenlegung zu finden. Vielleicht hilft Ihnen mein Ratgeber zur Feuchteproblematik erstmal etwas weiter, genauer zu analysieren. Abschreiben und hier reinstellen möchte ich das nicht.

Viel Erfolg!





Wenn Sie sicher sind dass Sie Salze (z.B.Salpeter) an und in den Wänden haben, und kein weiteres offen eindringendes Wasser im Keller haben, deutet dies auf hygroskopische Feuchte im Mauerwerk. Sie sollten ein weiteres Eindringen der Erdfeuchtigkeit verhindern und dann aber auch die Salze aus den Wänden entfernen.
Ansonsten halten Sie sich an den Rat von Herrn Fischer.



Feuchtes Buntsandsteinfundament



Hallo,
danke für die prompten Antworten.
Ich fasse zusammen, was ich daraus verstehe:
Am besten, ich lasse alles beim Alten, denn die Elektroosmose, die beweorben wird, ist nicht vertrauenswürdig. Auch den Eintrag von Substanzen in Bohrlöcher alle paar cm in die Sandsteine - etwas unterhalb des Schwellbalkens bringt es nicht wirklich (jedenfalls löst das bei Ihnen, Herr Fischer, alles viel Wut aus im Ratgeber. Bleibt noch die Bitumenpappe unterhalb des Schwellbalkens, die aber nur dass einfügbar ist, wenn man den Balken anheben kann, was ohne Baumaßnahmen (wie Wände abstützen + erneuern) nicht geht.
Oder habe wie müsste ich Sie verstehen?
Es fließen übrigens normalerweise keine Ströme von Wasser durch den Keller (jedoch bei Starregen kann schon mal das Grundwasser hochdrücken, fließt aber sofort wieder ab.

Bleibt mir noch angemessenes Lüften. Ich will mal sehen, was sich machen lässt.

Herzlichst,

Angelika Specht, M. A.
Heilpraktikerin (Psychotherapie), Pädagogin



Unangemessenes Lüften



kühlt die Bausubstanz aus, die dann mehr Kondnesat einlagert. Und kann - andererseits - warme Feuchtluft an die kühlen / schadsalzbefrachteten Flächen führen -> Dauerhafte und zunehmende Durchfeuchtung.

Motto: Pest oder Cholera.