Fragen zur Gebrauchtimmobilie von 1922

17.06.2006



Hallo Forum,
mein erstes Projekt, welches hier thematisiert war,hat sich aufgrund des berechneten imensen Sanierungsaufwandes zerschlagen.

Nun habe ich Projekt "Häuschen 2" lieb gewonnen, habe einige Fragen.

Es handelt sich um ein Massivbau mit innenliegendem Holzständerwerk in Sandstein-basiertem Steilhang mit Südlage.

Bestandsaufnahme:
Heizung, Heizungsinstallationen, Sanitär, Elektro und Kunststoffenster (Wärmeverglasung) sind in 2001 neu eingebaut.
Haus optisch insgesamt in gutem Zustand:
Halb, aber überirdisch gemauert unterkellert, darüber 2 Etagen und Spitzboden.
Dach von 1970 - dicht, müsste aber in absehbarer Zeit neu eingedeckt werden, da keine Isolierung und Dachschrägen anteilig auch Wohnbereich (1. Etage) tangieren.

Decke zwischen Keller und 1. Wohnebene Beton mit eingezogenen Eisen-U Profilen und zum Wohnraum aufgebrachter Dielung. Eisenträger sind an dem Anschluss an die Sandsteinmauer, die die Kellergrenze bergseitig bedeuted, stark korrodiert.
Decke zwischen 1. und 2. Wohnebene Holz mit aufgebrachter Dielung sowie unterseitig Lehm-Strohputz (erstaunlicherweise nicht schwingend)

Nordseitig zum Hang - Bereich der Nichtunterkellerung - an den Außenmauern feucht. Innen teilweile Putzabplatzungen.

Trotz massiver Wänden von 38 cm ist der Heizwert/m² mit 250 kwh + X brutal schlecht. Entweder haben die Besitzer enorm viel Warmwasser verbaucht (Gesamt-Wasserverbrauch 119 m³/Jahr) oder die Hütte verbraucht extrem viel Energie.

Frage:
Ist ein nicht isoliertes Dach oberhalb der 2. Wohnetage derart negativ von Bedeutung, dass der Wärmeverlust in der (lt. Besitzer) nur beheizten 1. Wohnebene so groß sein kann? Denn Isolieren 38èr Wände "nicht von Natur" aus gut?

Vielleicht gibt es in diesem Forum Erfahrungen, die besagen, dass eine derartige Energiebilanz von vonrherein nicht in den Griff zu bekommen ist.

Der m² Preis der Immobilie beträgt ca. 1100 € (Grundstückkosten geschätzt abgezogen)

Ich danke für Anregungen.

Gruß
Florian



ich befürchte,daß die feuchte Nordwand



die Hauptursache für den hohen Heizenergieverbrauch sein könnte. Erfahrungsgemäß wird in solchen "feuchte-Wand -Nordräumen" die Heizung doppelt so hoch aufgedreht,wie in trockenen Südwest-Räumen. Natürlich wird der nichtgedämmte Speicherboden (oder ungedämmtes Dach) auch einiges zum Heizenergieverbrauch beitragen.



doch nur 28èr Wände



Hallo,
entgegen der Konstruktionszeichnung hat das Haus nur "normale" 28èr Wände.
Auch dies wird sicherlich zum Wärmeverlust beitragen.

Um eine Isolierung kommen wir nicht herum.
Gru