Schluss mit feuchten Aussenwänden! Aber wie?

21.12.2006



Wir bewohnen ein ca. 50 Jahre altes Naturklinkersteinhaus in Ostfriesland. Folgende 2 Probleme möchten wir lösen.

1. Erdgeschoss: Die Aussenwände sind stellenweise mehr oder weniger von innen feucht. Zumindest hinter Sofa, Schrank, Regal u.s.w. Ich möchte das Problem wie folgt angehen. Lattung auf die Wände anbringen, zwischen den Latten Styroporplatten einlegen, Fermacellplatten auf die Lattung schrauben

2. Obergeschoss: Zwischen Dachpfannen und Zimmerwände ca. 80 cm Luft. Zimmerdecke, Schräge und Drempel bestehen aus ca 6 cm dicken grobfaserigen dunkelen Platten,ev. mit Beton angereichert. Im Winter kommt es wahrscheinlich durch Kondenzwasser am Drempel zu Feuchtigkeitsbildung. Ich möchte das Problem wie folgt angehen. Lattung auf die Wände anbringen, zwischen den Latten Styroporplatten einlegen, Fermacellplatten auf die Lattung schrauben

Halten Sie unser Vorhaben das Problem zu lösen für annehmbar ??





Sehr geehrter Herr Eickhoff,

die angestrebte Ausführung für beide Bauteile halte ich für völlig ungeeignet, weil Sie damit nur eine Problemverlagerung bzw.
Verschärfung betreiben. Um den eigentlichen Ursachen Ihrer feuchten Bauteile auf den Grund zu gehen, sind weitergehende Angaben zum Wandaufbau nötig. Damit eine Sanierung nicht in die falsche Richtung geht, sollten Sie vielleicht überlegen, einen Fachplaner einzuschalten, evtl. lassen sich dann die Arbeiten in Eigenleistung ausführen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Kibies



ja



Herr Kibies hat recht! (Was ist eigentlich Naturklinker?)
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold





Mein Tipp:
Machen Sie sich selber ein Weihnachtsgeschenk und lassen Sie die Sache von einem Fachmann untersuchen. Damit meine ich jemanden mit Kenntnissen in Bauphysik und keinen 08/15-Handwerker, der die Schäden nur verstecken will. Ich selbst besitze ein hundert Jahre altes Lehmhaus und der Vorbesitzer hat ähnliche Maßnahmen unternommen, um Feuchtstellen aus der Außenwand "verschwinden zu lassen".
Durch solche Maßnahmen verschlimmern Sie die Sache nur, auch wenn kurzfristig keine Nässe mehr zu sehen ist. Wohin soll denn die Feuchtigkeit, wenn Sie Styropor u.a. davorschrauben? Die Nässe wird im Mauerwerk nur noch höher steigen. Als Erstes ist sicherzustellen, dass die Mauer "atmen" kann, d.h. die Feuchtigkeit muss an die Raumluft abgegeben werden (regelm. Lüftung). Dann ist die Ursache zu klären und entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen.
Denken Sie bitte auch an Schimmelbildung zw. Styropor und Wand. Die Langzeitschäden bei solchen falschen Sanierungen können gravierend sein.
Aber um den vorzubeugen, gibt es ja solche Foren!

Ich wünsche Allen ein Frohes Fest!



Woher kommt denn die Feuchte?



Richtig ist was meine Vorschreiber geschrieben haben und deswegen warnen - so nicht.
Wenn an der Innenseite eine Dämmung angebracht werden soll, dann muss auch die Physik beachtet werden.
Einfach ausgedrückt - was auch innen immer vor die Wand kommt, verhindert (je besser diese Dämmung ist), dass diese Wand warm wird.
Meist liegt dann ein Problem vor, wenn innen falsch geheizt und gelüftet wird.
Welche Heizung (Erwärmung) ist in den Bereichen wo die Feuchteschäden auftreten?