Sandsteinhaus Innen zum Teil Nass.

27.08.2011



Hallo,

wir haben ein altes Sandsteinhaus von 1972. Das Haus ist äußerlich im guten Zustand und die Sandstein Mauer sind 1. Meter dick. Der Keller ist leicht feucht. Er wird jedoch nicht genutzt.
Einige räume bzw. die Wände sind im Wohnbereich Nass. Wir sind mit einen Messgerät durch das Haus gegangen. Nicht jede Wand weißt erhöhte Messungen auf.

Was ist zu tun? Wie kommen wir am Preiswertesten davon?



das



kann an der jetzigen Luftfeuchte liegen, dann kontensiert dies an den kalten Wänden aus (alte Burgen usw. haben jetzt fast immer einen feuchten Steinfußboden. Um den Unterschied zu erkennen, muß man sich das vor Ort näher ansehen. Stell doch aml eine kalte Flasche Wein in den Raum - dann siehst Du den Effekt klar und hast sogleich ein einfaches Gegenmittel - mittels Kondensentfeuchtung kann man die Luftfeuchtigkeit absenken. Ob Du Weinflaschen nimmst, Entfeuchter oder Salz - das Ergebnis ist das gleiche.
Im Winter ist dieser Effekt dann vorbei, da die kalte Winterluft wesentlich trockner ist.





Das Problem besteht eigentlich das ganze Jahr!
Es ist halt so, dass einige Wände Nass sind. Könnte eine Drainage helfen?

Lg



Nasse Sandsteinwände



Nein.
Viele Grüße



?



Was hilft?

Lg



was hilft:



sobald die Luft wärmer ist, als deine zahlreichen Kubikmeter Sandstein, konsequent auf's Lüften und auch auf's Atmen verzichten.

So große Massen an Sandstein werden immer kälter sein, als die Umgebungsluft weil:

entweder ist es draußen warm und man lässt die feucht-warme Luft durchs Fenster 'rein

Oder es ist kalt und man heizt, dann nimmt die warme Luft die Feuchtigkeit aus der Atemluft auf, insbesondere, wenn man nicht permanent lüftet.

einfach mal die Temperatur der Wand messen mit einem dieser kontaklosen Thermometer.
Dann ein Glas Bier nehmen (die Flasche Wein tut's natürlich auch), dass genau diese Temperatur hat und abwarten, ob das Glas beschlägt. Da spielt die Frage ob ein Bierdeckel 'drunter liegt, gar keine Rolle.


Ist das alte Sandsteinhaus echt von 1972?



Moin Marcel,



mit den paar Info's kann hier niemand wirklich was anfangen ausser raten.......

Was hilft ist rauszufinden wo wie Wasser in die Wände reinkommt.

Möglich wären z.B:

-undichte Fensteranschlüsse oder Sockel
-fehlende Horizontalsperre
-undichte Abwasserrohre
-Oberflächenwasser durch Gefälle zur Hauswand


Ein paar Fotos helfen uns auch.....

Gruss, Boris



Daten



Also ich möchte nochmal die Daten des Hauses korrigieren. Das Haus ist von 1902. Vor kurzen war eine Firma da, die uns empfohlen hat, ins Mauerwerk zu bohren und Paraffin rein zu spritzen. Leider ist diese Methode teuer. Der Gedanken alleine wenn ins alte Mauerwerk gebohrt wird, halte ich für bedenklich. Ich habe für euch mal ein paar Fotos gemacht.
Der Keller wird und muss nicht bewohnt werden....



Foto 2



Foto 2





schönes Gebäude!

Dass die Wände nass sind, hattest Du geschrieben, vom Nachmessen wird aber auch nicht besser.

Temperatur messen, das könnte aber weiterhelfen.

Welche Wände sind nass? Außenwände oder auch innen.
Sind die Wände (manchmal) kälter als der Taupunkt oder niemals?

Das mit der temperierten Flasche war kein Spaß.

Habt Ihr irgendwo Fliesen an der Wand (vielleicht sogar Innen- und auch Außenwand)? Die sollten ja ungefähr die Oberflächentemperatur der Wände haben, sind aber für Feuchtigkeit undurchlässig. Wenn sie beschlagen, ist's Kondensatfeuchte, wenn sie trockenbleiben, aber der Rest der Wand nicht, kommt die Feuchtigkeit aus der Wand. Dann müsste man nachsehen wo die Feuchte in die Wand eindringt.
Wenn das so st, wären bauliche Maßnahmen vielleicht sinnvoll.

Wenn's jetzt noch nicht so spät wäre, würde ich noch ein Foto aus einer Garage beisteuern, die quasi im Souterrain liegt und auch mit irgendwelchen Mittel injeziert wurde.

Der Erfolg ist, dass diejenigen Wandanteile, die abgedichtet wurden und unter dem angrenzenden Boden liegen, gauso kalt sind wie zuvor und natürlich genausoviel Kondenswasser haben wie zuvor. der Unterschied ist, dass es die Wand aber nicht mehr regulieren kann. Dort, wo die Wand von beiden Seiten belüftet und temperiert ist gibt's das Problem gar nicht.
So etwas möchtest Du in Deinem Haus definitiv nicht haben.

So viel Sandstein ist ein Problem. Eigentlich müsste man permanent heizen, bis die Wand dauerhaft über dem Taupunkt temperiert ist.

Was ist denn auf den Wänden 'drauf?



Den



Effekt mit dem Beschlagen kennen auch Brillenträger, da hilft auch keine Drainage :-)

Hygrometer, gutes Thermometer und ein paar Aufzeichnungen, dann lässt sich klären, ob es Kondensat ist. Das mit der Weinflasche kann jeder selber nachvollziehen. Sozusdagen angewandtes Schulwissen, doch meist passen da die Schüler nicht auf - zu was braucht man auch relative und absolute Luftfeuchte ?! ......



ich hatte ja noch ein Bild versprochen:



ein halb Dutzend mal übergestrichen, dann mit irgendetwas aus dem Baumarkt injeziert, nun treten auch Ausblühungen auf, die vorher gar nicht da waren.

Das das alles nur drückendes Wasser ist, kann man sich eigentlich nicht vorstellen, denn außerhalb der Garage tritt das Problem nicht auf obwohl die dahinterligenden Verhältnisse gleich sind. Dort ist die Wand mit einem "modernen" Putz versorgt worden, allerdings geht sie nach Süden und dürfte im Sommer, wenn das Kondenswasserproblem auftritt, deutlich wärmer sein.

Zur Erklärung: das Erdreich hinter der Mauer reicht bis knapp unter die Mauerkrone und in selber Höhe hinter der vergammelten Wand.