Feuchtes Mauerwerk im Keller /Salzausblühungen

29.05.2011


Feuchtes Mauerwerk im Keller /Salzausblühungen

Hallo

Ich habe eine Fragen an die Experten für Feuchtigkeit im Mauerwerk.

Unser Haus (DHH) ist 20 Jahre alt. Wir haben das Haus vor 3 Jahren gekauft. Problem: Im Keller ist in allen 3 Kellerräumen die Wand die an das Nachbarhaus (bzw andere Doppelhaushälfte) grenzt im unteren Bereich feucht. Es sind wirklich nur die Wände, die an die andere Doppelhaushälfte grenzen. (Dahinter ist wohl die übliche Dehnungsfuge) Diese Wände sind aus Kalksandsteinen gemauert. Die anderen Wände (Außenwände) sind aus Beton. Die Zwischenwände (Kelleraum zu Kellerraum) sind auch aus Kalksandstein gemauert. In einem Raum löst sich im unteren Bereich (ca. 30 cm hoch) die Tapete. In den anderen Räumen löst sich im unteren Bereich die Farbe und blättert ab. Aus den Fugen rieselt der Putz und es sind flauschige Salzausblühungen zu sehen. Vor ca. 6 Jahren gab es nach Auskunft unserer Vorbesitzer einen größeren Wasserschaden im Keller. Das Wasser stand 15 cm hoch. In unsrem Keller wird zeitweise Wäsche getrocknet.

Frage: Was könnte die Ursache für die feuchten Wände die ja ausschließlich an das Nachbarhaus grenzen sein. Wenn es Kondensationsfeuchte ist dann müßten doch alle Wände feucht sein. Oder ? Und warum nur im unteren Bereich des Mauerwerks ? Darüber ist die Wand trocken.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter.....

Ich habe mal ein Bild von der Wand gemacht.(Dort wo ich die Tapete entfernt habe.





>>>“Was könnte die Ursache für die feuchten Wände die ja ausschließlich an das Nachbarhaus grenzen sein?”<<<

Es könnte Wasser in die Fuge zwischen die Häuser gelangen.
Dort sind die Keller auch nicht abgedichtet, es passt halt keiner in den Spalt um die Abdichtung dort aufzutragen.

Mal die Fugenabdichtung der beiden Häuser überprüfen (lassen).

>>>“Wenn es Kondensationsfeuchte ist dann müssten doch alle Wände feucht sein. Oder ?“<<<

Richtig, vor allem die Außenwände.

Grüße
Oliver Struve



da



gebe ich Oli 100% recht, auch ich würde dort die "Quelle" suchen, allerdings nicht nur von Vor, auch von unten kann Wasser zwischen die Wände gelangen und kappilar am Dehnungsstreifen über die horizontale Absperrung hinaus nach oben gelangen. Patentrezept habe ich für so eine Situation aber leider auch keins.



Seneca



Wo kommts denn her? gute Frage. Auf die Antwort kannst du lange warten, denn dein Gebäude kann nicht sprechen. Also musst du aktiv werden. Du kannst einen Fachmann dafür beauftragen oder erst mal selber Nachforschungen anstellen.
z.B.
-Frag mal Deinen Nachbarn obs da auch so aussieht oder wie es in seinem Keller aussieht (Vollflächig verfließt, Sperrputz etc.)
- Mal in die Wand bohren ob es tatsächlich eine Dehnungsfuge gibt oder ob durchgemauert ist.
-Mal den Putz abschlagen und nach Horizontalsperren schauen.
-Putz abschlagen ist sowieso ne gute Idee, dann Schauen obs noch weiter ausblüht.

Als nächstes kann man z.B. ein Feuchtigkeitsprofil der Wand erstellen lassen. Das kostet ein wenig zeigt einem aber deutlich wie sich die Feuchtigkeit in der Wand verteilt. Da kann man dann schon mal die Feuchtigkeitsquelle eingrenzen, ob von Außen, von unten von innen (Kondensfeuchte oder hygroskopische Salze).
Wäre ja alles nur halb so schlimm, wenn du nicht so ein modernen Baustoff im Haus hättest. Kalksandsteine verlieren nämlich bei andauernden Feuchtigkeits und Salzbelastungen ihre Druckfestigkeit, da sollte man schon handeln.



seneca



Danke für die schnelle Rückmeldung


Die Fuge ist von außen sichtbar unbeschädigt. Habe mit unserem Nachbar gesprochen. Der sagt, dass SEINE Wand (zur Dehnungsfuge hin) trocken sei. Das finde ich sehr merkwürdig. Wenn Wasser in die Dehnungsfuge eintritt dann müßte er doch das gleiche Problem haben.



Gut



Schon mal etwas eingegrenzt. Wenns nicht von Au?en kommt, dann von innen oder unten. Meine Vermutung sind hygroskopische Salze. Nach dem Wasserschaden ahben sich Salze aus den KS-Steinen gel?st und sind an die Oberfl?che gewandert. Jetzt werden die Wandoberfl?chen immer wieder feucht, da die Salze die Luftfeuchtigkeit binden.
Also Salzbelasteten Putz abschlagen und mal nen paar wochen abwarten, ob sich neue Ausbl?hungen zeigen. Alternativ kann man auch einen Opferputz aufbringen. Da hat man dann erst einmal ein wenig Ruhe. Nichts desto trotz im zweifelsfall durch ein Feuchteprofil die Verteilung ermitteln.



Feuchtes Mauerwerk



Hallo,
ist die Wand eigentlich zur Zeit noch naß? Das ist mit einem guten Feuchtemeßgerät schnell rauszubekommen. Wenn ja, scheint emzet schon Recht zu haben und die aufsteigende Feuchtigkeit kommt von der Bodenplatte. Manche Baufirmen vertrauen voll auf eine WU Bodenplatte- ich habe schon Häuser trocken gelegt, bei denen bewußt oder unbewußt keine Abdichtung auf der Bodenplatte eingebaut wurde (war ja eine WU Bodenplatte).
Sollte also das Wasser von unten kommen, würde ich die Verwendung einer guten Injektage (so tief wie möglich im Fußbodenniveau ) oder die Verwendung einer Xypex-Kalkkristallabdichtung incl. eines Zementputzes und eines Sanierputzes empfehlen. Damit habe ich gute Erfahrungen auch bei Kalksandsteinwänden gemacht.
Bei Fragen einfach melden.
Mfg Frank Tabatt
www.bau-sanierung-tabatt.de





Naja Herr Tappert,

ganz schön schlampig analysiert.

1. WU- Betonbauteile verhindern nicht nur das aufsteigen von Feuchte sondern sind auch Druckwasserdicht, diese Konstruktionen werden extra deswegen besonders im Grundwasserbereich eingesetzt (da gibt es nichts besseres und dichteres) sie entsprechen den allgemein anerkannten Regeln der Technik (aaRdT)
2. Mal darüber nachgedacht warum nur die eine Wand zum Nachbarhaus betroffen ist?
3. Was soll die Kombination aus Dichtungsschlämmen, Zementputz und dann Sanierputz bewirken?

Ganz ehrlich Herr Tappert, hier passt nichts zusammen.



Feuchtes Mauerwerk



Guten Morgen Herr Struve,
Sie arbeiten aber auch nicht 100%ig- das fängt bei meinem Namen an!
1. Ob ein WU Beton wirklich einer ist , hängt von verschiedenen Bedingungen ab, z.B. ob er richtig verarbeitet wird- mein Hinweis bezieht sich daher auf mögliche Qualitätsmängel , so das der WU Beton seine angedachte Aufgabe gar nicht wahrnehmen kann.
2.Weiterhin habe ich auch schon Objekte saniert, wo einfach an einer Wand die Mauersperrlage vergessen wurde- das kommt halt auf dem Bau schon mal vor und würde solche lokalen Schäden erklären. Außerdem habe ich es so gelesen, das andere Räume auch Schadensbilder aufweisen - lesen Sie die Anfrage von Herrn Seneca mal richtig durch.
3. Ist Xypex nicht nur eine einfache Dichtschlämme , durch sie kommt es zur Bildung von wasserunlöslichen Kalkkristallen , die die kapillaren verschließen und so langfristig die Wand abdichten.
Mfg Frank Tabatt





Herr Tabatt

1. Selbst wenn es kein WU Beton wäre würde durch eine Bodenplatte wohl kaum Feuchtigkeit in den Größenordnungen aufsteigen. Die Kapillarstruktur gibt da nicht viel her.

2. Ich hab schon die Frage von Seneca richtig gelesen und auch verstanden.
>>>“Es sind wirklich nur die Wände, die an die andere Doppelhaushälfte grenzen.”<<<
Ob eine Sperre drin ist lässt sich schnell, durch entfernen des Putzes und öffnen des Fußboden feststellen. Siehe Foto, hie sind es sogar zwei Sperren.
[pubimg 25648]

3. Ich weis auch was Xypex ist, kann man ja alles auf der Web- Seite nachlesen.
Entwickelt wurde es für Beton und hier vor allem als Zusatzmittel.

Wenn Sie davon ausgehen das die Mauersperrbahn vergessen wurde, dann würde doch Ihre Innenabdichtung aus Dichtungsschlämmen, Zementputz und Sanierputz, warum auch immer, zwangsläufig dazu führen das dann die Feuchte weiter aufsteigt.

Jetzt erzählen Sie aber bitte nicht das Ihr Xypex durch einstreichen der Wandoberfläche die Kapillaren im gesamten Mauerquerschnitt verschließt.


Grüße
Oliver Struve



Moin Seneca,



kannst du den Schadensverlauf etwas ausführlicher schildern?

Habt ihr vor drei Jahren da noch nix gesehen (wellige Tapete)?

Was war das für ein Wasserschaden? Eine danebengelaufene WaMa reicht da wohl kaum...

Was ist das für schwarzes Zeug hinter der Fliesenkante und wie hoch ging das?

Erstmal hört es sich danach an, als hätten sie die Wand nach dem Wasserschaden nicht genügend ausgetrocknet, sondern nur nach innen abgesperrt, was sich jetzt rächt.

Dass Wasser von aussen nur bei dir eindringt und beim Nachbarn nicht, halte ich für nahezu ausgeschlossen.

Grüsse, Boris





Hallo Seneca,

ich würde nach wie vor die Aufstandsfuge im Bereich der Gebäudetrennfuge für die wahrscheinlichste Schadensursache halten.

Vor dem Hintergrund das im Nachbarhaus derartige Schäden nicht vorhanden sind rate ich Ihnen mal rauszubekommen:

1. ob beide Keller mit den gleichen Materialien erstellt wurden.

2. ob die Keller zeitgleich oder eventuell erst der des Nachbarn und etwas später Ihrer errichtet wurde.
So könnte die Wand des Nachbarn in diesem Bereich vor dem Bau Ihres Kellers von außen abgedichtet worden sein und hier der Grund liegen warum Ihr Nachbar diese Schäden nicht hat.

3. Liegen beide Kellersolen auf der gleichen Höhe oder ist die Sole de Nachbarkeller eventuell etwas höher?

4. Der Wasserschaden vor 6 Jahren, gab es den wirklich oder hat man Ihnen, um einen lapidaren Grund für die feuchte Wand vorzugaukeln, möglicherweise nur erzählt das es einen gab?
Wenn 15 cm Wasser im Keller stand sollten Schäden an allen Wänden sichtbar sein.

5. Wie sieht die Gebäudetrennfuge im erdberührten Bereich aus, haben Sie die mal freigelegt?

Bevor Ihnen jemand seriös sagen kann wie der Schaden zu beheben ist muss die Ursache zweifelsfrei bekannt sein.

Also wie FK immer so schön schreibt “Anamnese - Diagnose - Therapie”

Grüße
Oliver Struve



learning by thoing



hallo seneca,
nimm statt xepe, ratzfatz, die hilti, und hau die gipskake weg,
was ist es für ein putz, bei der weißen farbe und dem wasserschaden war doch sicher hui und flott mit goldband an der baustelle, schnell billig prima, umsatz,
guckst du, wände feucht eine bohrlochsperre wurde für teures geld im isoflickflac verfahren eingebaut, die feuchte steigt ja hoch, 10 cm hoch putz erneuert, wäre der putz 25 cm hoch erneuert worden hätte sogar der bauherr mit brille die Dachpappe gesehen, es hat sogar 6 jahre gehalten, das dunkle ist parafux, nix feucht

grüße aus frankn
martin