Was für ein Pilz an den Fugen? Hausschwamm?




Hallo,
wir sanieren zur Zeit ein altes Haus aus den 1920er Jahren.
Den Putz hatten wir bereits letztes Jahr zu 90% von den Wänden geholt.
An einer Ziegelwand im Erdgeschoss bilden sich nun (bzw. es ist uns jetzt erst aufgefallen) dunkle Punkte an den Fugen, die mich sehr an Schimmelpilz erinnern.
Kann das sein, bzw. um was für einen Pilz kann es sich wohl handeln?
Was könnte man dagegen tun?

Hier ein paar Bilder:










Danke für die Hilfe schonmal.

By the way: Weiß jemand, wie ich diese Frage einem Schwerpunktthema zuordne?
Bei den Schwerpunktthemen finde ich das Thema "Hausschwamm".
Bei Erstellung einer neuen Frage gibt es jedoch nur "Kernbereich" und "Organisationsbereich". Dort finde ich das Thema "Hausschwamm" nicht.

Gruß
Luke



Wahrscheinlich harmlos



Wenn man die Suchfunktion hier mit dem Stichwort "Hausschwamm" füttert, findet man reichlich Schadbilder.
Das hier sieht nach harmlosen Ausblühungen oder Schimmel, der vom Staub lebt, aus.
Lassen, abbürsten oder Wand mit Kalkfarbe weisseln.



Putzt



Wie sah denn der Putz vor der Entfernung aus ???
Waren die Wände nass...
Warum musste der Putz von den Wänden entfernt werden.

lg .Peter



Erstmal Danke für die Einschätzungen,



die Wände im Erdgeschoss waren vor der Sanierung alle feucht.
Ich konnte das Problem jedoch vermutlich zu 99% lösen.
Die Wände waren mit Gipsputz auf alten Resten eines Kalksandputzes verputzt, jedoch offensichtlich, bevor der Estrich verlegt wurde.
Der Gipsputz reichte demnach an der Wand bis ins Erdreich und hat natürlich reichlich Wasser gezogen. Also haben wir den kompletten Gipsputz entfernt und in die Fuge zwischen Estrich und Wand wasserdichten Sperrmörtel eingebracht. Das hat die Wände erstmal zum Trocknen bewegt.
Am Ende soll alles mit Luftkalkmörtel verputzt werden.
Ich hatte auch schon gedacht, dass es irgendwie nach Schimmel aussieht. Allerdings ist nur eine Wand davon betroffen auf einer Fläche von schätzungsweise 2 mal 2 Metern.
Ich dachte zuerst, dass es vielleicht Rest von Kuhdung oder Ähnlichem sind, mit dem die Wände offensichtlich mal unter dem alten Kalksandputz grundiert wurden (unter Teilen des alten Putzes fanden wir jedenfalls schwarzbraune Reste mit strohähnlichem Material. Wenn man jedoch ganz genau hinsieht, dann sieht man, dass ein kleiner Flaum auf der vermeindlichen Pilzoberfläche ist.
An diesen Stellen kann man die schwarzen Flecken mit einem Schraubendreher recht leicht abkratzen und auch der Mörtel direkt dahinter scheint etwas weich zu sein. Jedenfalls läßt sich das Zeug gut von den Fugen abkratzen.
Ich will halt nur sichergehen, dass hier nichts bausubstanzgefährdendes vorliegt.

Mfg
Luke



Schimmel



Wie ich vermutet habe gab es wohl in der Vergangenheit massive Baufeuchte.Ich gehe davon aus das einer dieser beiden Pilze bei ihnen vorhanden ist.
Entweder Stachybotrys chartarum/ oder Chaetomium globosum/.

Aufgrund ihres hohen Feuchtebedarfs gelten beiden Pilzarten als Anzeiger einer längeren
Durchfeuchtung. Die Stoffwechselprodukte
von /Stachybotrys chartarum/ gelten als toxisch. Es sollte eine
Bestandsaufnahme der Pilzbelastung im Objekt
vorgenommen werden, bei der Sanierung müssen die bekannten
Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden.
Weitere Infos gerne auf Anfrage.

lg.Peter Schneider



Ein abschließendes Statement



Ich wollte nochmal kurz das Ergebnis verkünden.
Ich habe die Wandbereiche unter Vorkehrung erforderlicher Sicherheitsmaßnahmen mit Sansosil S010 behandelt und anschließend die Fugen ausgekratzt.
Das Resultat ist keine erneute Schimmelbildung.
Beim genaueren Betrachten habe ich festgestellt, dass der alte Mörtel wohl mit Stroh-Hächsel vermengt war.
Vermutlich hat das dem Schimmel einen guten Nährboden gegeben.