Vorgehensweise ok?

09.08.2008


Hallo,

wir haben ein haus (BJ 1956) gekauft und renovieren es gerade.
Ist diese Vorgehensweise ok?
Innenwände mit Rigipsplatten ins Lot bringen, Außenwände mit Rotkalk gewebespachteln und anschließend beidesmal Rauputz drauf ...



Kongret?



Nein!!

Rigips ist Ersatzbaustoff und braucht man eigentlich nicht.
Mit Verputz, ob Kalke oder Lehme ist egal, erreicht man mehr Flair.
Und was meinen Sie mit Außenwände "gewebespachteln"?
Die Außenputzfassade oder die innenliegenden Seiten der Außenwände?
Rauputz ist viel Kunststoff, kann man mit natürlich belassenen Putzen viel besser gestalten.

Grüße
Udo Mühle



Nein!!!



Die richtige Vorgehensweise ist die Erstellung eines gesamten Sanierungskonzeptes. Sonst wirds schauderhaftes und teures Flickwerk.
Zu der Wandgestaltung: Mit dem Rigips innen wird wahrscheinlich Schimmel hinter dem Rigips wachsen. Besser wär da auf alle Fälle, mit einem Kalk- oder Kalkzementputz zu arbeiten. Und bei der Aussenseite sollte man auf jeden Fall über eine Wärmedämmung nachdenken. Aber bitte kein VWS-System mit Styropor und Kunstharzputz.
MfG
dasMaurer





wir haben mal ein bisschen was mit Rotkalk ausgebessert...
Das müssen wir irgendwann reparieren, weil es ist (natürlich) gerissen... Nehmen Sie Sumpfkalk, das geht wirklich gut (Kalk + Sand gemischt). Den können Sie innen und außen nehmen, wenn Sie ihn rauhputzartig möchten, nehmen Sie einfach ein bisschen gröberen Sand...

Anstatt Rigips können Sie auch Schilfrohrmatten verwenden, gibts in jedem Baumarkt.

Grüße Annette (6 Jahre Baustelle ;o)



Alles im Lot-



da beginnt das Problem. Gäbe es eine Verordnung, alle Wände in unseren Häusern müssten ausgewinkelt stehen- dann gäbe es aus purem Widerspruchsgeist ein Nachdenken über die Sucht nach dem rechten Winkel. So aber wird das verbreitete Beispiel abgenommen und eine Wand -selbst im Fachwerkhaus- als "schief" und nicht etwa als "lebendig" angesprochen. Paradox: Auf der erstellten "geraden" Wand soll oft mit einem Finish echt authentische Gefühligkeit aufgebracht werden.
Dieser Baumarktzauber zum Vorhängen und Verkleiden ist nur die erste Stufe einer Ja-Treppe: Überdenken Sie Ihre Vorstellungen vom "richtigen" Wohnen. Schauen Sie zur Abschreckung in die Container: regelmässig werden Sie mit diesen "Lösungen" befüllt.
Bleiben Sie nah am ursprünglichen Material.