Salpeter oder was sonst? Was tun?

02.01.2006



Hallo,
Ich bewohne ein denkmalgeschütztes altes Haus, das eigentlich frisch und liebevoll saniert sein soll, doch nun macht sich an einigen Wänden ein weißer Schimmel breit. Auch wenige, kleine schwarze Flecken gibt es. Die Straße liegt direkt am Fluß unterhalb eines recht steilen Hanges, weshalb die alten Häuser (alle so 100-250 Jahre alt) häufig Salpeter haben. Ich schätze dies ist auch unser Problem. Kann man mit einer Lösung aus alkalischen Salzen die Sache zumindest für einige Jahre in den Griff kriegen?



Saniert oder nicht?



Hallo Claus,

ist Ihr Häuschen saniert oder nicht?
Wenn "ja" ;mit was?
Aus welchem Baustoff sind die Mauern?

mit freundlichen Grüßen
Mladen Klepac



Wände sind von innen mit Yton verstärkt.



Das Haus ist "saniert". Die denkmalgeschützte Fassade ist im EG von innen mit Ytonsteinen um 20 cm verstärkt. Der Holzdielenfußboden wude zunächst mit wasserabweisender Folie bedeckt und dann neue Pitchpinedielen verlegt bzw. in Küche und Bädern gefließt. Das Haus ist teilunterkellert. Der schimmelige Bereich hat ein Kellergeschoß. Es gibt jedoch auch einen Bereich mit darunterleigendem Kellergeschoß der nicht schimmelt.
Die Wände die schimmeln sind Innenwände die zum ungenutzten Treppenhaus gehen (Dachgeschoß ist "Rohbau" und wird auch nicht gebraucht). Trotzdem wird im Treppenhaus eine Heizung genutzt die auf Frostwächter steht. Eine Wand geht zu einem großen ungenutzten Schornstein. Auch die Innenwände wurden zum Treppenhaus hin mit Yton verstärkt.



Wände sind von innen mit Yton verstärkt.



Das Haus ist "saniert". Die denkmalgeschützte Fassade ist im EG von innen mit Ytonsteinen um 20 cm verstärkt. Der Holzdielenfußboden wude zunächst mit wasserabweisender Folie bedeckt und dann neue Pitchpinedielen verlegt bzw. in Küche und Bädern gefließt. Das Haus ist teilunterkellert. Der schimmelige Bereich hat ein Kellergeschoß. Es gibt jedoch auch einen Bereich mit darunterleigendem Kellergeschoß der nicht schimmelt.
Die Wände die schimmeln sind Innenwände die zum ungenutzten Treppenhaus gehen (Dachgeschoß ist "Rohbau" und wird auch nicht gebraucht). Trotzdem wird im Treppenhaus eine Heizung genutzt die auf Frostwächter steht. Eine Wand geht zu einem großen ungenutzten Schornstein. Auch die Innenwände wurden zum Treppenhaus hin mit Yton verstärkt.
Das Haus ist aus Backstein gebaut.



Lassen sie die



Situation durch einen Baubiologen vor Ort kontrollieren. Adressen gibt es hier im Marktplatz (oder unter www.baubiologie.de oder www.baubiologie.net).
Ich habe das dumpfe gefühl, dass hier einige bauphysikalische Fehler begangen wurden.



Neues Problem?



@Fred Heim:Kann da nicht irgendwann ein neues,zusätzliches Problem auftauchen mit dem Dielenboden? Kann sich auf dem mit Folie abgedeckten Dielenboden Hausschwamm oder ähnliches bilden?



Ja,



das meine ich auch. Obs nun ein Hasuschwammwerdenkönnte weiß ich auch nicht. Aber es gibt ja auch noch viele andere Möglichkeiten und der Schimmel an den Wänden ist ja auch nicht gesundheitsfördernd. Ich glaube, dass man diese Situation nur vor Ort genau klären kann.



alkalische Salze gegen Salpeter?



Ich glaube auch, dass das Haus nicht gut saniert ist. Es liegt jedoch wunderschön am Fluß und hat eine nette Raumaufteilung. Deshalb würden wir gerne noch ein Weilchen dort wohnen. Unser Vermieter ist aber sicher nicht bereit eine vernünftige Sanierung zu bezahlen, denn er sucht eigentlich einen Käufer. Darum habe ich mal in meinem Farbenschrank nachgeguckt und dort ein gegen Schimmel anzuwendendes Fläschchen "alkalische Salze" von Geiger Chemie entdeckt. Es wird in Flüssigkeit eingerührt und auf Wände aufgetragen. Nun frage ich mich nur was das Einatmen der dann auf den Wänden befindlichen Substanz verursacht.



Wände verstärkt...



Hallo Claus,

Warum wurden die Wände verstärkt?,aus statischen Gründen oder um eine bessere Isolierung zu erziehlen?Was ist zwischen der neuen und der alten Mauer?Ist die alte Mauer aus Naturstein?Können Sie feststellen auf was die neue Mauer sitzt?
Man hat für eine Zeitlang die Wohnung bewohnbar gemacht,und das ist daraus geworden.Um ein Haus zu Sanieren sollte Mann sich zuerst den Keller Anschauen /ist zwar keine Mieteinnahme drinn - aber mit Folgen - und die Wahl der Baustoffe sollten genauestens gewählt sein.
So nebenbei; Oft ist für die Denkmalpflege wichtig-;wie schat es aus,welche Baustoffe verwendet werden-...?egal??
Können Sie etwas über den Aussenputz und den Anstrich sagen?

mit freundlichen Grüßen
Mladen Klepac



Backstein wo Fassade geschützt, nach hinten mit Aussendämmung Styropor/Putz.



Das Haus ist ein altes Haus aus schönem roten Backstein mit Verzierungen. Der Mörtel ist größtenteils intakt. Wenige Stellen haben sogar einen, flächigen nicht unerheblichen Abrieb des Backsteins. Zum Hang hin besteht kein Fassadendenkmalschutz, weshalb dort die Fassade oberirdisch mit Styropor/Farbputz von außen verstärkt wurde zwecks Wärmeschutz. Alle anderen Außenwände wurden im Erdgeschoß mit Ytonsteinen von innen verstärkt. Wobei die Fensterausschnitte ausgespart wurden, wodurch viele kleine, reizvolle Absätze in den Räumen entstanden. Unter jedem Fenster steht ein Heizkörper. Das Dachgeschoß wird nicht genutzt und hat einen extrem weichen Fußboden (richtig unheimlich!). Manchmal riecht es dort sehr unangenehm. Früher war es mal ausgebaut und die letzten Wansreste des ehemaligen Badezimmers die noch vorhanden sind, sind ganz schwarz eingetrocknet schimmelig. Die befallenen Räume im EG sind "das große Zimmer" welches wir gar nicht brauchen und darum auch nur einen Heizkörper angedreht haben und täglich 1x 10 Minuten Stoßlüftung machen. Weiter ist das Schlafzimmer betroffen im Bereich eines neuen Einbauschranks, weshalb die Kleidung anfängt zu schimmeln. Wir lassen ihn jetzt immer offen. Jedoch ist der Schrank erst ab einer Höhe von ca. 60 cm. mit einer Tür versehen, so daß der Schimmel an der Wand nicht "eingeschlossen war, da sich bislang nur Schimmel im unteren Wandbereich bildet. Das Schlafzimmer wird immer erwärmt und Nachts immer ein Fenster geöffnet, da wir es weder kalt noch stickig mögen. Ganz neu habe ich gestern Schimmel im Eingangsbereich entdeckt, der bislang unbeheizt blieb, jetzt habe ich aber einen Heizkörper auf kleiner Stufe angestellt.



Ich bleibe dabei:



Ohne Panik machen zu wollen rate ich ihnen dringend einen Sachverständigen in die Wohnung zu holen. Was sie beschreiben scheinen mir heftige bauphysikalische, gesundheitsgefährdende Mängel zu sein und sie werden das Problem hier im Forum nicht lösen können und Eile ist geboten.



Heftig...- heftig und traurig



aber kein Einzelfall!

Hallo Claus,
Fehlt noch das Sie erzählen,es sind Plastikfenster eingebaut/ein super Boden für Sporen-und die sieht man nicht.Wie kann man etwas entfernen was man nicht sieht?

Alles rausreissen?!-Ist leicht gesagt.Oder auch Falsch?

Der Schlafraum muss eine gesunde Atmosphäre haben,dammit sich der Körper erholen und regenerieren kann.

Fred Heim hat natührlich recht,eine Vorort Besichtigung ist wichtig.
Nur liegen die Gründe offensichtlich auf der Hand.
Man hat versucht mit falschen Mitteln gegen das Wasser anzukämpfen.
Der Mensch hat nunmal,oder sehr oft,die Eigenschaft,gegen die Natur und nicht mit der Natur zu arbeiten;z.B.Anti-Schimmel etc,etc.

Beginnt man nun von unten die Wände abzudichten,steigt das Wasser immer höher,bei günstiger porenbeschaffenheit auch bis zum viertem Stockwerk.Und Altbau kann mann nicht vergleichen mit Neubau.Wenn das jemandem nicht weiss,sind schnell falsche Baustoffe gewählt.

Mit freundlichen Grüßen
Mladen Klepac



Ja-was tun?



Schimmel an Innenwänden die zum Treppenhaus gehn,dazu Schimmel im Schlafzimmer,dann Schimmel im Wohnzimmer,jetzt Schimmel im Eingangsbereich,schwarz eingetrockneter Schimmel im ehemaligen Bad-dessen Sporen noch rumfliegen können,muffig stinkender Dachboden,Styropordämmung -wahrscheinlich mit Kunstharzputz,mit Folien eingepacktes Holz-Puh Puh Puh-schweres Kaliber wenn man das mal alles zusammenfasst!Denke dasselbe wie Herr Heim-schalten sie einen Baubiologen oder Sachverständigen ein!Kontaktadressen dazu finden sie unter www.baubiologie.de.Diesen Schritt empfehle ich ihnen dringenst!Ohne Panikmache-manche Häuser sind wegen der Gesundheitsgefahr die vom Schimmel ausgeht schon für unbewohnbar erklärt und schlußendlich abgerissen worden!Lassen sie sich beraten-Ihrer Gesundheit und ihrem Haus zuliebe!!



Entschuldigung-



hab gerade erst geschnallt das Sie nicht Besitzer sondern Mieter sind!Versuchen sie ins Gespräch mit ihren Vermieter zu kommen!Ist doch auch in seinem Interesse wenn er einen Käufer sucht-für eine Schimmelbaracke wird er schwerlich einen finden!Ansonsten?Mieterschutzbund,Mietminderung?Wenn sie schon Miete zahlen haben sie doch auch ein Anrecht auf einen gesunden Wohnraum!Viel Glück bei den Verhandlungen!



Danke an alle! Auch wenn das Ergebnis eher noch erschreckender ist als gedacht.



Allen die versucht haben mir Tipps zu geben hier noch einmal vielen Dank. Wir werden wohl doch umziehen müssen.

Schade!



Salpeter



Prima, wie so saniert wird.
Mir gefällt der Teil mit dem "Fläschchen alkalischer Salze", das klingt geheimnisvoll und wissenschaftlich. Wenn ich alkalische Salze brauche, gehe ich an einen sack mit Weißkalkhydrat, kalk- oder Kalkkaseinanstrich hilft auch gegen Schimmel. Ach so, was denn nun Schimmel oder Salpeter:hier ein Tip wie sie (nicht streng wissenschaftlich) Nitratsalze erkennen können: Wenn Sie Racher sind, brennende Zigarette an ein paar Kristalle halten. Ansonsten ein stück Löschpapier anzünden, ausblasen und ein paar Kristalle auf den glimmenden Rand streuen. Ansonsten holen Sie sich einen guten Fachmann.