Sägen von Lehm

14.05.2008



Hallo.
Da mir schon einmal in diesem Forum sehr gut geholfen wurde und ich auch sonst die Beiträge mit Spannung verfolge, möchte ich mich heute wieder mit einem Problem an Euch wenden:
Ich möchte in meinem Haus einige Lehmwände umsetzen. Um den alten Lehm zu behalten, hatte ich eine Zerlegung in tragbare Stücke geplant.
Jetzt meine Frage:

Ist es möglich, ca. 100 Jahre alte Lehmwände mit Hobbymitteln zu sägen und wenn ja, Wie und Womit?

Vielen Dank imVoraus für Eure Antworten.

MfG Tilo.



Wandpuzzle?



Man kann die Wände einreißen, sprich auseinander bauen und an anderer Stelle wieder aufbauen, aber eben nicht in Deiner angedachten Weise.
Zu definieren wäre ganz einfach, ob es sich um Staken-, Ständer- oder Stampflehmwände handelt.
Ein Umbau und ein Neubau von Wänden aus Lehm ist generell möglich, doch dann eben u.U. mit Ständerwerk, Lehmmaterialien (teilweise auch mit den Altmaterialien) etc.

Ihre angedachte "Puzzle"-Variante wird eher keinen Sinn machen.
Vielleicht einmal ein Bild mit einpflegen, damit man eine bessere Vorstellung vom Ort des geschehens bekommt.

Helfende Grüße

Udo



Lehmwände sägen ?



Ich stelle mir eine zersägte Stampflehmwand auch furchtbar schwer vor, also alles andere als handlich: 50 mal 50 und 20 dick wären ca. 110 kg.
Und wie wollen Sie die Elemente mit ihren unregelmäßigen weil handgeführten Schnittkanten wiederverwenden ?

Grüße



Lehmwände sägen ?



Hallo Herr Klatt,
Was für eine Lehmwand ist es denn?
viele Grüße



Danke



Danke erst einmal für die Antworten.

Es geht nicht um den Wiederaufbau der Wände, sondern erst einmal primär um den Abbau und die Lagerung.
Um die alten Wände besser transportieren und lagern zu können, wollte ich sie in ca. 30x30 cm große Stücke bei 12 cm Dicke zersägen.
Die genaue Bezeichnung der Wände weiß ich nicht, es handelt sich um ganzflächige Wände von Fachwerk zu Fachwerk mit Stroheinschlüßen.
Deshalb die Frage der Sägemöglichkeit.

Danke im Voraus.

MfG Tilo.



Großer Hammer



Zerschlagen Sie die Wand ganz einfach in ihre Bestandteile.
Also Ausfachungen heraushauen, Staken herausnehmen, Balkenwerk entfernen (absägen oder auseinanderpuzzeln) und dann alles zwischenlagern.
Die Lehmmaterialien Sorten rein (Stroh/Heu und Lehm) zusammen und absolut trocken auf eine entkoppelte Unterlage (Plane) in eine Scheune oder Schuppen und Fremdmaterialien entsorgen oder im Grundstück auffüllen (alte Putze, Steine, Ziegelrester etc.).

Die übliche Do-it-yourself-Methode eben.

Staubige Grüße

Udo Mühle





Die beste Methode ist wirklich die von Udo beschriebene, ich hab´s schon hinter mir...:
- sehr staubig, bitte fotografieren und Freunde hinterher fragen, wer da wohl auf dem Bild ist
- Du lernst das Material Lehm gut kennen und bekommst einen Eindruck davon, was unsere Altvorderen so alles beigemischt haben -und es hielt-
- trotzdem auch noch die kraftschonendste, weil Du selbst bestimmen kannst, wieviel zu in den Eimer packst und nicht von einer "Norm"größe abhängig bist
- wenn Du trotzdem sägen willst, hat sich bei mir eine Bügelsäge bewährt, allerdings gingen im Verlauf der nun 3jährigen Bauzeit so ca. 20 Sägeblätter drauf, die werden relativ schnell stumpf
kannst mir ja mal mailen, um ein paar Erfahrungswerte abzufragen.
Egal, wie Du es machst, viel Erfolg, viele Helfer und und und..