statik ,wände entfernen,deckenhöhen ändern,wandaufbau,niedrigenergiehaus

06.03.2009



wir haben ein altes sanierungsbedürftiges Fachwerkhaus erworben.im erdgeschoß wollen wir fast alle wände r ausnehmen,weil wir den raum als laden nutzen werden.wegen der zu niedrigen geschoßhöhen wollen wir uns im erdgeschoß runtergraben,dann soll laut Bauingenieur eine neue Bodenplatte gegossen werden,darauf tragende 2.außenwände hochgezogen ,an denen soll die aussenhaut befestigt werden.(eine weitere frage stellt sich :wie muß der Wandaufbau nachher insgesamt beschaffen sein,damit sich alte und neue materialien "vertragen" hinsichtlich taupunkt,bewegungen,etc. und eine gute Dämmung erreicht wird;kampfziel ist ein niedrigenergiehaus).die obere etage hat leider auch nur 1.90 meter deckenhöhe,da sollen auch 3 wände raus,ansonsten würde ich gerne den krummen charme der anderen wände und wandschränkchen erhalten,ABER:ich möchte gerne die Decke erhöhen und damit aus dem trockenboden darüber einen nur gebückt begehbaren speicherraum o.ä. machen.wie kann ich alle diese meine wünsche realisieren ???.der bauingenieur bevorzugt eine entkernung,bei der nur die 1.geschoßdecke bliebe,damit würde aber innen die identität des gebäudes zerstört,denke ich inzwischen.wer kann mir raten oder von seinen erfahrungen berichten?



wie sie schon selbst erkannt haben:



"damit würde aber innen die identität des gebäudes zerstört"... und wahrscheinlich nicht nur innen! abgesehen von statischen fragen und den sich aus so einem massiven eingriff ergebenden anderen problemen verstehe ich nicht, ob es ihnen um den bauplatz geht oder um das haus. in ersterem fall empfiehlt sich die vielfach bewährte methode, das Dach aufzumachen, und einige zeit zu warten, dann bekommen sie sicher irgendwann eine abrissgenehmigung.... danach können sie sich alle wünsche erfüllen und ein haus nach ihren anforderungen bauen. den "krummen charme der anderen wände" erhalten zu wollen als dekoratives element in einem ansonsten völlig veränderten haus, das jeglichen zusammenhang zwischen konstruktion, raumaufteilung und funktion verloren hat, finde ich ein geradezu groteskes ansinnen. ebenso ihr erklärtes "kampfziel" bei einem solchen gebäude.
was sagt eigentlich das Denkmalamt dazu? oder hat das haus das pech, nicht unter dem Schutz des amtes zu stehen?
mal wieder über soviel ehrgeiz entsetzte grüße, carmen



ratschläge



liebe carmen,nach den schlägen warte ich nun geduldig auf die ratschläge,ich könnte sie gut gebrauchen.vielen dank im vorraus roswitha



hallo roswitha,



ich wollte sie nicht "abwatschen"; auch ich habe im gesamten EG gegraben, um genügend Raumhöhe zu bekommen und die höhe für einen soliden bodenaufbau, und um die gesamten versorgungsleitungen überhaupt in´s haus zu bekommen, und auch bei mir hatte man freie sicht vom EG bis unter´s dach. das ist sicher alles kein problem, ich möchte nur grundsätzlich davor warnen, allzuviel von der substanz zu entfernen, wenn nicht notwendig, oder die konstruktion zu (zer-)stören. das ergebnis wirkt gerade bei fw-häusern einfach unstimmig. ich habe sehr bedauert, daß vieles in meinem haus entfernt/ersetzt werden mußte, weil nicht mehr zu retten oder sogar gefährlich. ich hätte gern mehr erhalten!
leider erhält man immer wieder den rat, radikal zu Entkernen und von einem quasi "rohbaustatus" aus neu aufzubauen; natürlich ist das einfacher, preiswerter, schneller, als erstmal handwerker/architekten zu suchen, die mit dem vorhandenen sensibel und kreativ umgehen können und genügend Erfahrung bei sanierungen (!) haben. sie denken ja genau darüber nach, wie der charakter des hauses trotz des umbaus doch zu erhalten wäre, wenn ich es recht verstehe. steht das haus eigentlich unter denkmalschutz?
können sie fotos von dem "sorgenkind" zeigen und vielleicht die geplanten maßnahmen genauer beschreiben?
als kleinen vorgeschmack auf die möglicherweise auf sie zukommende situation heft´ ich mal ein foto an... nicht erschrecken!
viele grüße, carmen



Umnbau



Sie schrieben etwas von einem Bauingenieur.
Warum fragen Sie nicht den?

Viele Grüße



Mal eine prinzipielle Frage!



Macht bei einem Laden ein Niedrigenergiehaus Sinn? Wenn da z.B alle paar Minuten die Tür auf geht? Ob sich die Dämmmaßnahmen mit derartigen Rahmenbedingungen rechnen?

Gruß Marko



danke erstmal für die ersten denkanstösse



gut,ich versuche herauszufinden,welche dinge an dem haus bleiben könnten,in abstimmung mit zustand und geplanter nutzung.eine hoffnung dabei wäre auch,möglicherweise die baukosten zu senken,wenn nicht erst der großteil des materials heraus und dann wieder hereingebaut werden muß.dass diese Rechnung nicht zwingend aufgehen muß schwant mir schon,die substanz ist wohl aber ganz in ordnung ,soweit das jetzt zu sehen ist-bis auf die "füsse",das ist wohl dann nicht so einfach dort auszubessern denke ich mir.,das dach ist wohl o.k. dank wellasbest schön trocken(ich habe allerdings auch aktive holzwürmer bemerkt),die etage,die ich gerne weitgehend erhalten möchte ist komplett mit rigipsplatten mal"begradigt" worden,darunter vermute ich mal nichts schlimmes im ersten stockwerk,aber wir werden sehen.ich habe mich gerade mit einem fachwerker aus der adressenliste dieser seite verabredet,um noch eine "fachwerkmeinung" zu hören.unser bauingenieur hat seinen schwerpunkt woanders und ich möchte gerne fachliche argumente gegen die entkernung haben,nicht nur meine emotionalen.am ende ist der geschätzte kostenrahmen für die entkernung jedoch schon so hoch wie ein neubau,da können wir uns möglicherweise noch höhere und unerwartete kosten durch denkmalgerechten Umbau nicht erlauben,auch müssen wir in einem jahr mit unserem geschäft da rein und benötigen auch sofort ein vermietbares obergeschoß,um den Kredit zu bezahlen,u.a. deswegen können wir nicht selber basteln und nach und nach das haus sanieren.es steht übrigens nicht unter denkmalschutz .falls ich es technisch hinkriege,bringe ich mal bilder. zu dem niedrigenergieanspruch möchte ich noch anmerken,dass im Winter unsere ladentür leider leider eher wenig auf und zu geht.wird denn niedrigenergie eher nicht gelüftet?wieviele male Türöffnung wären denn bedenklich? roswitha