Feuchte Natursteinwände mit starken Salzausblühungen

23.10.2006



es geht um die Renovierung eines nicht unterkellerten Hauses mit lehmgefügtem Natursteinmauerwerk. Die Wände reichen bis ca. 60-80cm unter Geländeniveau als Fundament. Der salzwasserhaltige Grundwasserspiegel liegt ca. 2m tief. Es gibt starke Probleme mit Feuchtigkeit und Salzausblühungen. Hat jemand praktische Erfahrungen mit nachträglicher Horizontalsperre für Naturstein-Mauerwerk?
Gibt es ausser Luftkalkputz (für was soll's gut sein wenn immer mehr nachkommt?) etwas wirklich hilfreiches zu tun?





Sehr geehrter Herr Reinecke,

da müssten sie noch ein paar mehr informationen liefern, damit man helfen kann.
wie alt ist das haus, seit wann treten die probleme auf, ist schon mal was saniert worden, wenn ja was, wo liegt das haus sind die wände verputz, wenn ja womit? gibt es bilder?
ein Kalkputz erstmal als operputz macht sinn, wenn das problem tatsächlich am hohen grundwasserspiegel liegt, kann man nur wenig bis garnichts machen, außer dafür zu sorgen, dass die feuchtigkeit und die salze ungehindert aus dem Mauerwerk austreten können.

mit freundlichen grüßen
christian redlich



Gibt es eine nachträglich funktionierende Horizontalsperre für lehmgefügtes NatursteinMW?



Hallo Herr Redlich, schönen dank erstmal für Ihren Beitrag.
Das Gebäude an sich dürfte ca. 100 Jahre alt sein, die Grundmauern sind wahrscheinlich noch ein paar Jahrhunderte älter. Das Haus liegt ca. 15m vom Guadiana-Fluss entfernt der dort in den Atlantik mündet. Das Haus befindet ist Bestandteil des historischen Stadtzentrums von Vila Real de St. Antonio. Bisher sind die Wände über mehrere Sanierungsperioden hinweg immer wieder mit Zementputz gesperrt worden, wenn es besonders schlimm wurde, wurden Vorsatzschalen angebracht. Im Zuge der letzten Sanierung wurde ein mehrlagiger dickschichtiger Luftkalkputz auf den Wänden aufgebracht,der Fussbodenaufbau des EG ist mit Kalkestrich mit Ziegelsplit und Terrecotabelag ausgeführt.
Die Frage die sich uns stellt ist, ob nicht durch den nahen Grundsalzwassersiegel ständig neues Salz und Feuchtigkeit nachkommt und die atmungsfähigen Wände nur den Durchlauf begünstigen -solange das Salz ncht alle Poren bestzt hat. Insofern also noch einmal die Frage, ob es praktische Erfahrungen mit nachträglichen Horizontalsperren für ca. 60cm dicke, lehmgefügte Natursteinwwände gibt? Ich denke nur so macht es Sinn nach erfolgter Sperre abzuwarten dass der Rest an Salz und Feuchtigkeit rauskommt.



Vorsicht wenn Sie Löcher bohren wird das Wasser rausspritzen



Spass beiseite, ich denke dass dies keine aufsteigende Feuchte ist. Eher Kondenswasser, weil die Feuchte und die Temperatur "stimmen". Ich bin nur unterwegs und habe wenig Zeit.
Bitte senden Sie Fotos an meine Adresse oder stellen diese hier ein.



Mauerentsalzung, Trockenlegung



Hallo Herr Reinecke,

um Ihre Frage spontan zu beantworten, Verkiesel, anschließend Siloxan Mikroemulsion nachinjizieren.
Was aber mit dem Boden?

Für die weitaus angebrachtere Methode halte ich eine Vorwandvergelung, was bedeutet,
es wird von innen ein Polyacrylatgel unter die Bodenplatte und vor die erdberüherten Wände injiziert, das Gebäude erhält sozusagen eine neue wasserdichte Außenhaut.
Problematisch bei dieser Anwendung ist, dass diese Gele als Reaktionsmittel eine Salzlösung beinhalten, was zur Folge hat das die Salzbelastung für den EG Bereich kurzzeitig noch erhöht wird.
Dennoch ist dies mein Vorschlag zur Sanierung.
Begründung wie Folgt;
Wie von Ihnen Geschildert ist die derzeitige Salzbelastung des Gebäudes schon als hoch einzuschätzen, was zur Folge hat das die Hygroskopische Feuchte-/Aufnahme der Wand sehr hoch ist. Um diese Feuchte-/Aufnahme zu senken und den damit verbundenen Kristallisationszyklus zu unterbinden, muss der Salzgehalt effektiv gesenkt werden.
Was bedeutet, um einen dauerhaft akzeptablen Gebäudezustand zu schaffen(eine 100% Entsalzung ist nicht möglich) ist das aufbringen von Kompressen oder Opferputz zur Salzentfernung unumgänglich, die Kosten für diesen Putz fallen sowieso an.
Aufgrund Ihrer Schilderung ist von folgende Salzen auszugehen;
Natriumchlorid aufgrund der salzhaltigen Grundwasserbelastung, Magnesiumsulfat in Hydrationsstufe aus der Reaktion von ankerithaltigen Baustoffen(Graukalk der Wände) mit Natriumchlorid, Kalziumsulfat als gelöstes Eigensalz infolge dauernder Durchfeuchtung um die wichtigsten zu nennen.
Zur Reduzierung des Salzgehaltes ist es gleichzeitig nötig, handelsübliche Salzbehandlungsprodukte einzusetzen(Salzsperren). Diese Methode beruht auf der Umwandlung von leichtlöslich in schwerlösliche Verbindungen(Kapselung), jedoch nicht bei der vorkommenden Gruppe von bauschädlichen Nitraten, da es keine schwerlöslichen Nitrate gibt, Produkthersteller verschweigen dies ganz gern!

Das von uns verwendete Polyacrylatgel ist für aggressive Wässer zugelassen und von einem unabhängigen Prüflabor bestätigt (umfangreiches Gutachten der Deutschen Bundesbahn, als AG) zur Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit liegen vor.
Durch die komplette Vergelung des Baukörpers ist das Gebäude Permanent von der Bodenfeuchte getrennt und dauerhaft geschützt.


Puhhhh......ich mach das hier eigentlich als Zeitvertreib!

MfG j.h.schröters



Aber wen hilft dieser Zeitvertreib???



Was soll hier eine Vorwandvergelung??
Man merkt halt sofort was diese Empfehlungen für eine Qualität beinhalten wenn man liest:
Um diese Feuchte-/Aufnahme zu senken und den damit verbundenen Kristallisationszyklus zu unterbinden, muss der Salzgehalt effektiv gesenkt werden. Ja wie geht denn so etwas?
Das Salz soll so einfach verschwinden, aber wie und wohin?
Man kann zwar einige Salze von leichtlöslich in schwerlöslich umwandeln, aber das Salz wird deswegen auch nicht weniger. Aber welchen Sinn dies hier haben soll???
Für was ein Gel in einem Fundament gebraucht wird ist mir auch schleierhaft.
Herr Schröters es sei mir erlaubt, darauf hinzuweisen, dass seit diesem Jahr der Beruf eines Holz,- und Bautenschützers erlernt werden kann. Wie ich finde - längst überfällig um auf einem besseren Niveau diese Leistungen anbieten zu können.
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Für was ist denn der Hinweis auf das Gutachten der DB AG in diesem Zusammenhang geeignet?
Sie haben sich mit viel Halbwissen ausgerüstet, aber selbst wenn Sie dies verdoppeln, wie soll Herrn Reinecke damit geholfen werden?
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Auf die Fragen trifft keine Ihrer Werbung für ...welches Gel auch immer zu!



schön wenn sich Kompetenzen ergänzen.....



Hallo "Isar Bautenschutz"
Ich werde mich hier nicht zu fachlichen Kompetenz äußern.
Dies sollen die Besucher dieses Forums tun, ist sicher nicht schwer beim stöbern durch gewisse Beiträge.
Schön wäre aber wenn Sie sich wenigstens mit Namen äußern würden, gebietet der Anstand.
Ein Mindestmaß dessen sollte man schon besitzen.

Zur Sache, wie bereits angeführt sollte das Salz mit einem Kompressenputz bei gezielter Konfektionierung bis zu 90% abgeführt werden können und anschließend eine Salzsperre aufgebracht werden. Wer lesen kann ist klar im Vorteil!?

Ihnen hier noch mal eine Vorwandvergelung zu erklären spar ich mir, wird mir ehrlich gesagt zu mühselig!

Eines noch Herr "Isar Bautenschutz"
Ich erhebe, im gegensatz zu Ihnen nicht das Recht auf allwissen und Unfehlbarkeit, gern bin ich bereit von anderen, auch hier in der Community, zu lernen, tricks und kniffe aufzuschnappen.
Von Ihnen jedoch höre ich hier nur Kritik, keinen konstruktiven Beitrag.
Halten Sie das für den tieferen Sinn dieses Forums?
Ich will ihnen ja gern glauben dass Sie ein guter Holz und Bautenschützer sind nur müssen Sie dabei beleidigend werden?

MfG j.h.schröters



Ja das finde ich gut, wenn Sie sich nicht mehr dazu äußern.



Man muss ja nicht zu allem seinen Senf dazugeben.
Aber Herr Schröters man merkt halt schon, dass Sie nicht gut lesen können, denn sonst würden Sie meinen Namen auch sehen.
Der steht nämlich neben Isar Bautenschutz.
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Und wenn Sie keinen einzigen konstruktiven Beitrag von mir gefunden haben, ja dann zeigt dies doch Ihre Kompetenz.
Aber auch, dass Sie dieses Forum nur so zum Zeitvertreib besuchen - schnell mal einige sehr fragwürdige Antworten einstellen, die jedoch mehr Fragen aufwerfen als jemanden helfen können.
Klar, dass Sie sich mit den aufgeworfenen Fragen nicht weiter beschäftigen können.
Ich lege auch keinen Wert darauf.
Dies ist jedoch kein Forum für Auseinandersetzungen und deswegen sollten Sie, wenn Sie glauben etwas zu meinem Qualifikationen beitragen zu müssen, meine e.mailadresse kontaktieren. Dazu verwenden Sie bitte folgende Adresse: elektroosmosetaugtnix@mauertrocken.de
Und noch ein schönes Wochenende.