Fußbodenaufbau Keller/Erdgeschoß zwecks Wohnraum

31.12.2009



Liebe Forumsmitglieder,
habe heute diese Seite gefunden und hoffe, dass ihr mir ein paar Tipps geben könnt.
Ich habe vor fünf Jahren ein Haus von 1900 mit neueren Anbauten gekauft und nach und nach renoviert. Nun bin ich beim letzten Zimmer angekommen und hierauf bezieht sich auch meine Frage. Da mein Haus am Hang steht, ist das, was vorne zur Straße Keller ist hinten ebenerdig zum Garten. Dort gibt es einen Anbau, welcher von den Vorbesitzern als Badezimmer ausgebaut war. Ich habe vor, dort ein Gästezimmer anzulegen, indem ich dem Fußboden eine Wärmedämmung verpasse und dann die Wände (weil krumm und schief) mit Rigips verkleide. Die wurde von mir bereits gedämmt.
Nach der Entkernung des Raumes ergab sich jedoch folgendes Bild:
Da der Putz (5 cm dick!) feucht war, habe ich diesen abgetragen. Danach konnte ich erkennen, dass es sich bei dem Raum wohl mal um ein schuppenähnliches Gebäude gehandelt haben muß - die doppeltgemauerten Ziegelwände stehen nämlich nicht auf einer Bodenplatte, sondern direkt in der Erde. Und offensichtlich waren sie verputzt worden, bevor die ca. 4 cm dicke Bodenplatte gegossen worden ist. Nach dem Abtragen des Putzes zeigte sich rundherum im Raum eine 5 cm breite Lücke zwischen Wänden und Bodenplatte. Dort drin ist Sand, welcher sehr feucht ist. Die Wände sind mit einem sehr sandhaltigen Mörtel gemauert, der Mörtel kommt mir allerdings trocken vor.
Nun meine Frage(n):
Da ich Abraum nur zur Straße durch das Komplette Haus abtransportieren kann, wäre es schön, wenn die alte Platte drin bleiben könnte. Der Raum ist auch hoch genug, um einen Aufbau auf der Platte vorzunehmen.
Wie dichte ich gegen die Feuchtigkeit ab? Kann ich eine zweite Betonplatte (evtl. mit Kunstoff vermischt - gibt es sowas?) darübergießen? Wie mache ich den Übergang an den Wänden sicher?
Kann ich überhaupt Rigips verarbeiten, oder wird es dann dahinter womöglich feucht und schimmelt?
Besteht auch die Möglichkeit, mit Bitumenbahnen nach unten abzudichten, dann zu dämmen und dann Estrichplatten drauf?
Und wie machen ich dann den Übergang zu den Wänden?
Es wäre super, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte. Keller habe ich nämlich schon genug - was mir fehlt ist Wohnraum.
An dieser Stelle schon mal vielen Dank für eure Antwort und einen Silvestergruß aus dem Rheinerft-Kreis.



Nachtrag



Wo ich oben geschrieben habe 'Die wurde bereits von mir gedämmt' - damit ist die Decke gemeint.



Eine vor-Ort-Begehung...



...sollte hier mehr Sinn machen, als sich hier eine, auf schriftliche Erläuterung gefusste Information, erbetene Hilfe zu bekommen.
Da werden sicherlich statische Fragen relevant sein, bautechnische Probleme geklärt werden müssen und daraus erst kann man eine vernünftige Lösung ableiten.
Ihre geplante Rigipslösung hätte ich Ihnen so wieso "um die Ohren" geschrieben!!
Es gibt wesentlich vernünftigere Lösungen, als diese Plattenverkleidungen.
Stöbern Sie doch dazu mal hier im Forum rum!
Würde über eine telefonische Kontaktlinie gern mal mit Ihnen über das anstehnde Thema mit Ihnen sprechen wollen, um Ihnen erste Herangehensweisen zu vermitteln.
035936-45398

Grüße und für's Neue Jahr alles Gute,
Udo Mühle



Hilft alles nix,



Wie schon geschrieben, kommen Sie hier nur einer Vor Ort Beratung weiter.
Vorallem wichtig wegen der Feuchtikeitsursache



Tschäh,



meine vagen Vermutungen aus der Ferne:

Schuppen zum Bad ausgebaut, keine Horizontalsperre in der Wand = Bodenfeuchte kann ungehindert aufsteigen. Spalt wurde mit Absicht gelassen, "damits da schnaufen kann".

4cm sind keine wirkliche Bodenplatte, ob der Untergrund sauber verdichtet ist und alles zwischen Dürre und Unmengen Hangwasser unbewegt mitmacht, wissen die Götter....

Klar kannst du experimentieren: Folie drauf, 10er Balken, dazwischen dämmen, Holzdielen drüber, Wände mit Kalkschlämme streichen, fertig. Wenn du das Feuchteproblem nicht in den Griff kriegst ist das auch schnell wieder rückgebaut und wiederverwendbar und hat nicht die Welt gekostet.

Rigips kannst du hier vergessen, gerade Wände auch noch nachträglich reinziehen, wenn du weisst dass es trocken bleibt.

Es war nie als Wohnraum gedacht und dafür nicht gebaut.....
Guter Rat vor Ort spart dir auf jeden Fall ne Menge Frust.

Gruss, Boris





Die Bodenplatte kann durchaus mit Bitumenschweißbahn abgedichtet werden. Diese muss an die Horizontalsperre der Wand hochgezogen werden.
„die doppeltgemauerten Ziegelwände stehen nämlich nicht auf einer Bodenplatte, sondern direkt in der Erde.“
Hier solltest du erstmal nachsehen ob dort eine Horizontalsperre vorhanden ist. Ohne diese wirst du immer im unteren Bereich der Wände Probleme haben.



Horizontalsperre?



Vielen Dank schon mal für eure Antworten. Mir scheint, hier muß sich wirklich erst mal ein Fachmann umsehen. An was für einen Menschen muß man sich denn da wenden bzw. wie lautet die Berufsbezeichnung?
Und zum Thema Horizontalsperre: wie würde die den bei den gemauerten Ziegelwänden aussehen und wie finde ich die bzw. in welcher Höhe/Tiefe muß ich suchen?
Vielen Dank und Gruß aus Bedburg





Horizontalsperren sind Bitumenbahnen oder Teerpappe die beim Mauern in die Fuge eingelegt wurde. Wenn eine eingebaute wurde hat man die Höhe entsprechend der damaligen Nutzung gewählt. Jetzt sollte sie möglichst im geplanten Fußodenaufbau liegen.
Sie sollten einen SV für Feuchteschäden an Gebäuden hinzuziehen, die finden sie beispielsweise unter dhbv.de



Kurz und bündig!



Hallo Frau Gommel,

hier Ihr Ansprechpartner in Ihrer Region.
Habe schon einige Dinge mit ihm in dieser Region organisiert und auch zur vollsten Zufriedenheit der anfragenden Kundschaft erledigen können.

Viel Erfolg und gutes Händchen Glück,
Udo Mühle

Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN
Fred Heim
Hauptstraße 83
52499 Baesweiler
Tel.: 02401/53078
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