Dämmung Innen oder Außen

13.06.2006



Hallo,

vorab, falls zu diesem Thema schon eine Frage gestellt wurde freue ich mich auch über eine link.

Wir wollen einen alten Schweinestall ausbauen. Die Wände sind doppelt gemauert aus Ziegelsteinen mit einem Lüftungsschacht. Dieser Lüftungsschacht ist aber nicht mehr intakt. Die Mauer hat einige Bruchstellen und von oben ist über die jahre viel Dreck reingefallen.

Wie wird nun eine Außenwand richtig isoliert? Von außen mit Dämmung und evtl. einer Holzverkleidung kombiniert mit Rollputz? Und Innen dann die Wände mit Rigips verkleiden?

Oder nur von Innen mit Rigipsplatten mit Styropor weil man ja die Wärme im Raum halten will?

Oder ist auch beides möglich? Die Frage stellt sich weil der Stall nur als Ferienwohnung genutzt werden soll. Wenn wir innen die Rigipsplatten mit Styropor befestigen haben wir zeitnah einen bewohnbaren Raum und könnten die Außenisolierung auf später verschieben.

Wenn wir innen z.B. nur Rigips machen haben wir noch keine Isolierung und müssten bald die Außendämmung machen. Das ist aber ein Zeit und Geldproblem.

Rigips hatte ich bisher nicht in Frage gestellt, aber es scheint auch damit Probleme zu geben wenn sie nicht dicht auf dem Untergrund kleben.

Die Wände sind sehr unregelmäßig gemauert und an vielen Stellen mal ausgebessert worden und dadurch ist das Mauerwerk nicht sehr ansehnlich. leider.

Danke für Eure Meinungen,

Gruß
Anja



Außendämmung



Hi Anja,
wenn möglich, dämmt man immer "von außen", z.B. Holzweichfaserplatten unter einer hinterlüfteten Vorhangfassade. Ich rate Finger weg von Rigips und Styropor, lieber die krummen Wände krumm lassen und mit Lehmputz uneben Verputzen (geht prima in Eigenleistung) und mit Lehm- oder Kalkkaseinfarben streichen. Fertig. Gibt 'ne urige Ferienwohnung.

Grüße
Stefan



Es gibt in der Tat



schon einige Beiträge zum Thema, ebenso Fragen und Antworten zum Fußbodenaufbau. Grundtenor ist, auf Styropor, Injektion und Bitumenschweißbahnen besser zu verzichten und stattdessen einen kapillar feuchteleitfähigen Aufbau zu realisieren, so bleiben Boden und Wände trocken, wenn ausreichend gelüftet wird. Kalkschotter, Lehm- oder Kalkputz (z.B. auch als Opferputz für salzbelastete Wände) sind "erste Wahl". Stichwort Gleichgewichtsfeuchte und Diffusionsfähigkeit, da gibt es Unterschiede.
Die Materialwahl sollte der vorhandenen Substanz entsprechen, also Kalk- oder Lehmmörtel zur Reparatur der Risse verwenden, keinen Zement z.B., je nach dem, was verwendet wurde.
Feuchte, ruhende Luft in Hohlräumen (Fußboden) begünstigt den Hausschwamm, also hinterlüften oder Hohlräume ausfüllen mit z.B. Lehm-Hozhackschnitzelschüttung.
Heizung ist auch ein interessantes Thema.
Klingt alles erst einmal recht mystisch - lesen Sie fleißig hier im Forum, dann werden Sie schnell schlauer. Wenn Sie sich ein Bild gemacht haben, entwerfen Sie ein Gesamtkonzept - könne Sie ja gern wieder hier vorstellen - am Stückwerk hat man selten Freude ...
Schöne Grüße!





Hallo Anja
Doppelt gemauert ist doch schonmal posiziv.
Doch das mit dem Dreck, dieser ist im Lüftungsschacht gefallern????? ist mir unklar bitte genauer beschreiben.
Die Bruchstellen an Mauer: Meinst Du damit die doppeltgemauerten Wände, (somit statisch tragend)beschreibe dies bitte genauer. Der Stall hat wahrscheinlich auch Fenster, diese wurden (die Stürze) leicht rund gemauert, im laufe der Jahre werden jedoch die Fugen ausgewaschen (Umwelteinflüsse) werden diese nicht nachgefugt können diese in Sich einfallen und das nachfolgende Gewicht der darüberliegenden Mauer kann sich setzen und somit können schwere Risse entstehen. Dies hart irgendwann dann ein Statisches problem. Wie sieht der Untergrund aus??? (Worauf das Haus steht. Anständiges Fundament???
Diese ragen solltest Du erst nachgehen bevor investiert wird.
Werden vorher Probleme nicht angegangen und beseitigt, was vor beginn des Ausbaus noch wenig unkosten mit sich bringt.
Können nach fertigstellung der Sanierung diese vorher ignorierten Probleme Dein Ruin sein.

Doch sollte alles in Ordnung sein, hier zur Dämmung.
Ich empfehle mit Styropor zu Dämmen, außen wohlgemerkt.
Innen würde ich Dir auf jedenfall einen Putz empfehlen und keinesfalls mit Rigips. Somit erhäst Du dir ein super Raumklima. Am besten mit Lehmputz.
Wie sieht es denn mit Eigenleistung aus? oder wärst Du auf Handwerker angewiesen???

Zurück zur Dämmung?
Ich empfehle Dir folgendes System. Diese Arbeisgänge werden auch sehr gut im www. mit Bildern beschrieben.
Übrigens wird dieses Vorhaben auch staatlich gefördert.
Styropor verkleben mit 550 Schäfer Amierungsmörtel.
Anschließend die Platten Dübeln. Anschliesend mit Gewebe dick Amieren das heist das Gewebe einspachteln, und übern Fenster wo die Stürze sitzen nochmal halbquer zum Sturz.
Anschließen Grundieren von PCI z.B und ein anschließender Scheibenputz 0,5 Körnung. Nicht vergessen den Sockelbereich nicht dämmen (Sehr wichtig)

Das unregelmässig gemauerte (aussen) wird durch das dämmen wie ein neues Haus erscheinen, genau so wie das verputzen der Innenwände.

Bevor Du ein Heizungssystem verbaust, empfehle ich Dir vorher eine Wandheizung zu montieren. (supereinfach in Eigenleistung bis zum Verteiler selber zu machen) und spart bis 50% der Heizkosten, und ist nicht teurer als herkömliche und steigert den Wert des dann Hauses.

Ich empfehle Dir Baustoffe vom Fachhändler, wie Putze grundierungen Fliesenkleber Estriche selber anmachen d.h keine Sackware usw. Fliesen (Für wand) und Badewanne usw. ruhig angebote. Doch Bodenfliesen und Bodenbelag sollten wiederum hochwertig sein, d.h Keine billig Tonfliesen auf´m Boden sondern besser Feinstein oder Naturstein mit mind. 7-8 dicke.

Bei Fragen IPaffendorf@web.de bitte Betreff Sanierung angeben.

Gruß
Ingo



wie sehen die Schweinstallwände aus?



Gibt es Salpeterausblühungen? Riecht es noch nach Schweinemist (Ammoniak?). Falls ja, müßte zunächst der Boden komplett ausgebaut werden. Eine Innendämmung bei Salzbelastung würde ich keinesfalls anraten. Wird die FeWo auch im Winter genutzt? Falls nicht erübrigt sich das Dämmproblem.





Hallo,
Danke für die Antworten. Ich werde mal die weiteren Fragen beantworten soweit es mir möglich ist.

Die doppelt gemauerte Wand war oben zum Dach hin immer offen. Auf dem Boden ( direkt über dem Stall) wurde früher Getreide gelagert, dass dann leider auch viele Mäuse und Ratten angezogen hat. Die haben sich in dem Spalt gerne verkrochen und über die jahre ist da eben so einiges von oben reingerieselt.

Der Hof wurde bereits seit ca. 25 jahren nicht mehr bewirtschaftet. Seitdem standen auch keine Tiere mehr im Stall. Soweit ich mich erinnere ( bin jetzt nicht am "Bau") waren keine Ausblühungen am Mauerwerk. Wirt haben den Boden schon ausgehoben weil es noch leicht nach Ammoniak gerochen hat. jetzt riecht es nicht mehr.

Die Statik ist intakt. Das Mauerfundament ist aus Sand - und Bruchsteinen. Bis auf die reine Erde hatten wir den Boden ausgeschachtet und bereits wieder aufgefüllt ( war eine andere Frage)

Ich werde mich mal über Lehmputz informieren, das hört sich sehr gut an. Ich bin mittelmäßig begabt und denke dass ich schon den Lehm irgendwie an die Wand bekommen sollte. Der Raum ist ca. 40 qm groß und 2,50 hoch.

Wir haben die alte Decke rausnehmen müssen wegen der ganzen Ungeziefer, diese hatten sich tief ihre Nester unterhalb der Estrich Platte "eingerichtet". Dabei ist einiges an Lehm angefallen. Den habe ich zum Teil aufgehoben. Kann ich den nun wiederverwenden? Z. B. als ersten Putzauftrag.

Kann man Lehmputz auch streichen? Ich möchte gerne die Wände weiß haben weil der Raum nicht sehr hell ist.

Warum darf der Sockelbereich nicht gedämmt werden?

Danke und herzlichen Gruß!
Anja



Luftschicht Insolieren



Lassen sie am besten der hohle raume zwischen beiden mauerwerks schichten mit heralan order stropur kugellen insolieren diesehr metode ist sehr snellund preise gunstig zu minerstens im der UK im deutschland gipt auch feelle firmen die machendas zwischen der sparen mit alten paapper plus mit papper werde ich nicht empelen für deinem losung
mfg
nigel Crumb





Der Sockerbereich darf wegen Diffusion nicht gedämmt werden.
d.h. Feutigkeit welche duch die Erdfeuchte austritt vom Sockelbereich aufgenommen wird, muss entsprechend wieder abgegeben werden. Aus diesen Grunde den Sockelbereich von min. 80 cm nicht dämmen.

Solltest Du noch nie Verputzt haben, bitte eine entsprechende Fachkraft hinzuziehen. Der Lehmputz kann so gelättet werden das dieser nur noch Grundiert und getrichen werden kann. Hierzu rate ich Mineralfarbe.

Da es sich nicht um ein Wochenendhaus handelt. sollten die Arbeiten entsprechend von einem Fachmann beaufsichtigt werden, wenn Du schon alles in Eigenleistung fertigstellen möchtest. Denke daran das fehlende Arbeitsschritte im ganzen zum Alptraum werden.
Gruß
Ingo



Ach ja



Der abgefallene Lehm würde ich entsorgen.
Für den Sokelputz empfehle ich Schäfer 650.
Den Hohraum ich auch mit Thermohanf versehen, da dieser hervorragende Eigenschaften hat übrigens hann dieser auch lose erworben werden. Unter Google findest Du bestimmt auch Merkblätter der Eigenschaften. Jedoch würde ich den Hohlraum so belassen, gerade wenn Du von aussen Dämmen willst.
Denn diese Luftschicht hat viele gute Eigenschaften.
Gruß
Ingo