Ansprechpartner für Sanierungskonzept erforderlich

01.07.2013 Alex Voss



Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und werde voraussichtlich diesen Monat den Kaufvertrag für ein Fachwerkhaus (Ende 19. Jhd.) in Melle unterzeichnen.

Noch sind Außenwände und Fachwerk von außen mit "wunderschönen" Bitumenplatten in Klinkeroptik verblendet und die Innenwände mit Rigipsplatten. Es ist somit quasi die Katze im Sack, zumindest was Fachwerk und Außenwände angeht. Denkmalschutz besteht nicht. Die Wände (innen und außen) weisen Feuchtigkeit auf.

Ich suche mangels eigenem Fachwissen im Umkreis Bissendorf/Melle/Osnabrück (PLZ 49143) einen Ansprechpartner der unsere Sanierung konzeptionell vorbereitet und begleitet.
Wir möchten zwar das ein odere andere in Eigenleistung mit Unterstüzung durch Handwerker in der Familie/Bekanntenkreis erledigen, werden aber nicht komplett um Fachkräfte herumkommen.

Wir haben bereits mehrere Jahre in Fachwerkkotten gelebt und möchten diese Art des Wohnens nicht mehr missen.
Es geht uns aber nicht darum in einem Museum zu wohnen. Daher müssen sich die Sanierungsmaßnahmen in erster Linie dem Budget beugen. Wenn dabei dann trotzdem traditionelles und bewährtes Anwendung findet, umso besser!

Ich freue mich auf Rückmeldungen

Alex.



FWH-Kauf



Die Katze im Sack sollten Sie tunlichst nicht kaufen, sondern mit einem fachwerkkundigen Architekten oder Bauingenieur vor dem Kauf die Bausubstanz begutachten und den zu erwartenden Sanierungsaufwand abschätzen lassen.

Den Zustand des Hauses, den Sie beschreiben kann z.B. darauf hindeuten, das mit erheblicher Vermorschung an der FW-Konstruktion zu rechnen ist. Alle Faktoren deuten darauf hin bzw. können in Ihrer Kombination solche Schäden begünstigen. Ein allseits eingepacktes Fachwerk ist immer der ungünstigste Fall.

Das Objekt kann sich nach dem Rückbau der -meist zu 100% nicht fachgerecht ausgeführten -Sanierungsleistungen der Vorbesitzer als "Totalschaden" erweisen und im Grunde abbruchreif sein.

Natürlich kann auch ein solches Objekt wieder restauriert werden, aber nur mit einem Aufwand an Zeit und Geld, der den eines Neubaus deutlich übersteigt. Mit Restaurierung meine ich eine wirklich gründliche Instandsetzung, die keinen Schadenspunkt übergeht und sich an den Problemen nicht vorbeimogelt.

Ich werde öfter zu Begutachtungen auch nach dem Kauf gebeten, wenn die Katze aus dem Sack gelassen worden ist und genau so aussieht, wie zuvor beschrieben.