Innenwände für unser Fachwerkhaus

01.07.2007



Hallo wir sind dabei eine alte Scheune von 1900 zu sanieren. Die alten Kieferschwellen sind gegen Eiche ausgetauschtworden, die Fächer haben wir it den alten Steinen neu ausgemauert.
Wir haben eine diffusionsoffene Außenwand. 8 cm Dämmlehm im Gefach danach 10 cm Kork. Sehr schönes System von Haacke Cellco.
Heute haben wir angefangen zu putzen. Für die Feuchträume ist Kalkpuz für die Wohnräume Lehmputz vorgesehen. Beides von Bayosan.
Jetzt müssen wir nur noch die Innenwände ziehen. 3 Quer. Eine beim Bad eine bei der offenen Küche. Eine beim Arbeitszimmer. Jeweils mit Integration des Aussteifungsriegels.
Zwei weitere Wände bilden einen Gang, der Küche Bad und Arbeitszimmer begrenzt, und von dem Eigang zum Wohnzimmer führt.
Jetzt die Frage: Welches Material sollte man verwenden. Ytong wohl nicht ;-))Wir dachten an Kalk-Sandsteinwände mit jeweis zum Raum korrespondierenden Putz.
Die Wände haben keine tragende Funktion. Soll ich die Wände auf die Sole die XPS Dämmung oder auf den Heizestrich stellen. Freue mich auf Ihre Antwort.

Mit besten Grüßen Thomas



Innenwände



Normalerweise werden im Fachwerk die Bundwände auch im Fachwerk erstellt. Vorteil: Die Anbindung der Wände untereinander und an den Außenwänden.
Wie wollt Ihr starre gemauerte Wände an die Fachwerkwände anschließen?
Diese konstruktiven Probleme solltet Ihr als Laien lieber nicht angehen, sondern einem Planer überlassen, es sei denn, Ihr kennt Euch mit Halfenschienen o.ä., Aussteifungen, Knicklängen usw. aus.
Was Ihr in Eigenleistung stellen könnt, sind Trockenbauwände, die könnt Ihr zur Not auch auf den Estrich stellen.
Das man eine massive, schwere Wand aus Kalksandstein nicht auf einen Heizestrich stellen kann, sollte Euch wohl selber klar sein.
Also,
möglich ist Trockenbau, Gasbeton, Kalksandstein, Ziegel, Trockenlehmsteine.
Gegründet wird auf die Abdichtung der Bodenplatte, die hoffentlich für die Belastung ausgelegt wurde.
Die Anschlüsse an Fachwerkwände sind außer bei Trockenbau gesondert als Bewegungsfuge auszuführen, auf Aussteifung ist zu achten.
Wieso wollt Ihr keinen Ütong, aber Kalksandstein?
Das Material ist dasselbe, nur die Rohdichten und der Porenraum sind anders.

Viele Grüße
Georg Böttcher





Vielen Dank für die umfassende Antwort.
Trockenbau haben wir uns auch schon überlegt. Uns wurde allerdings davon abgeraten.
" Die Wärmespeicherung wäre nich so gut", wegen der Fußbodenheizung wurde uns geraten den Heizestrich durch Wände zu unterbrechen. Den Mittelgang wollten wir als zusätzlcihe Aussteifung verwenden.Brauht man die überhaupt?
Was wäre denn am besten für das Fachwerk?
Freue mich auf Deine Antwort. Gruß Thomas



Innenwände für Fachwerkhaus



Das mußt Du Deinen Planer fragen, ich bin kein Hellseher.

Viele Grüße
Georg