feuchte Innenwände-verstopfte Unterlüftung der Grund?

29.05.2005



Wir möchten ein Haus(Bj ca.1930) beziehen welches ca. 1 Jahr nicht bewohnt und daher auch nicht großartig beheizt und gelüftet wurde. Beim Tapeten entfernen ist uns aufgefallen dass nahezu alle Innenwände unten bis zu einer Höhe von ca. 40cm sehr feucht sind. Es sind aber keine Schimmelflecken zu finden. Wir fanden heraus, dass die Unterlüftung des Fußbodens
an allen Zulüftungen am Außenmauerwerk verstopft war. Könnte das vielleicht der Grund für die Feuchtigkeit an den Innenwänden sein? Das Haus steht sonst recht trocken(der Keller ist auch trocken) und es sind keine weiteren Feuchteschäden zu erkennen.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen
Mit freundlichen Grüßen
C.Meier



Achtung, auf Holz achten



die Ursache ist typisch, die Durchfeuchtung kann davon kommen. Bitte auf Holz achten, hier lauert der Hausschwamm.
Joachim Wießner



Keine Panik



Hallo !

Wartet mal ein paar Wochen bei dem jetzt wärmeren Wetter und guter Lüftung ab. Ich hatte vor 3 Monaten ein ähnliches Objekt übernommen, das auch ein Jahr nicht beheizt und gelüftet war. Mittlerweile sind die Wände wieder getrocknet.

Viele Grüße,
Karsten



sind weitere Maßnahmen erforderlich?



Müssen evtl. weitere Maßnahmen, z.B. durch Heizlüfter oder spez. Wandentfeuchter ergriffen werden? Wir müssen in vier Wochen einziehen. Ist Lüften ausreichend?
Vielen Dank schon mal für die Antworten
Schönen Gruß
C.Meier



Zeitdruck



Hallo !

Ich habe nichts weiter unternommen, die Wände sind allerdings nicht wieder tapeziert und an Einzug ist bei mir noch nicht zu denken. Bei Zeitdruck ist das natürlich was anderes. Mit Entfeuchtern hab ich leide keine Erfahrung.

Viele Grüße,
Karsten



Es ist falsch,



einfach zuzuwarten. Und ausgerechnet im Sommer Lüften zu empfehlen, ist in so einem Fall auch verkehrte Welt. Das Bauwerk ist mangels Nutzung stark unterkühlt und nimmt gerade aus feuchtwarmschwüler Sommerbelüftung eine Unmenge weiterer Kondensatmengen auf. Das sollte doch als Grundwissen bekannt sein, wenn man herumempfiehlt.

Wenn auch oberflächlich etwas Trocknung einsetzt, wird es also unbedingt Zuheizung brauchen, um all die offensichtlich vorhandene überhöhte Feuchte aus dem Bau zu bekommen. Die Austrocknungszahl laut Cadlergues als bauphysikalische Kenngröße verschiedener Wandbildner spielt da die wesentliche Rolle, wie lange es dauern wird. Grundsätzliches dazu auf den Links:


Richtig und falsch heizen



Zu Wandbildnern und
Fachwerk - Technische Daten und Aufklärung



Kondenstrockner



Guten Tag, ich schließe mich dem Kollegen Wissner an. Der Kollege Fischer hat die Voraussetzungen zur Trocknung auf den Punkt gebracht, ergänzen will ich noch, dass bloß kein Gasbrenner zum "Trocknen" eigestzt werden soll, das Abgas enthält nämlich sehr viel wasserdampf. Ich kann mir vorstellen nachts, -wenn nicht im Gebäude gearbeitet wird und deshalb immer wieder die Türen oder Fenster geöffnet werden müssen-, einen Kondenstrockner laufen zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Heizung an?



kann ich auch nachts die Heizung ordentlich aufdrehen und tagsüber wieder runterdrehen und dann lüften?
Schönen Gruß
Christoph Meier



Wenn dann wohl eher umgekehrt



Guten Tag,
wenn dann wohl eher umgekehrt. Das wird aber kaum etwas bringen. Sie sagten doch, dass Sie schnell herein müssen und schnell trocknen müssen, dann kommt nur die Unterstützung mit technischen Geräten in Frage.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Arnold



Ich würde schon meinen,



daß es mit der Heizung gehen sollte. Nur runterdrehen würde ich sie nicht. Und lüften immer, um die Feuchte immer rauszukriegen. Das ist zwar einige Zeit unangenehm warm, aber schon wirksam. Und Sie wohnen ja noch nicht drin, so wie ich es verstanden habe.

Wenn tagsüber die Wände wieder auskühlen, können Sie aus warmer Sommerluft sonst wieder Kondensat aufnehmen.



es wird schlimmer



es ist genau der Fall eigetreten, wie Sie Ihn beschrieben haben. Während der regnerischen Tagen in dieser Woche haben die betroffenen Stellen wieder sehr viel Feuchtigkeit aufgenommem. Ich habe bereits mit einer Bautrocknungsfirma gesprochen. Die wollen natürlich gleich eine Horizontalsperre und einen Sanierputz anbringen. Ist das unbedingt nötig? Vielen Dank für die Antworten.
Mit freundlichen Grüßen
c.Meier



Aber nein!



Lassen Sie sich nicht hereinlegen. Bitte nutzen Sie die Info auf den Links.


Horizontalisolierung ist Blödsinn



Sanierputz auch





Sie brauchen das Gebäude nicht zu lüften und zu heizen, wie ein Wahnsinniger. Das hat man in den 80 und 90er Jahren vielleicht noch gemacht, aber heute doch nicht mehr. Ich würde Ihnen folgendes vorschlagen. Schließen Sie alle Fenster im gesamten Haus. Stellen Sie alle Heizungen auf höchste Stufe. Zusätzlich nutzen sie Ablufttrockner. (erhältlich im Werkzeugverleih) Den Abluftschlauch des Trockners durch eine Enge schmale Lüftung nach aussen verlegen. Den Frischluftschlauch mit automatischer Schaltung ebenfalls nach draussen legen. Bitte nicht direkt neben den Abluftschlauch.
Durch die Wärme sammelt sich die Feuchtigkeit in der warmen Luft und zieht aus den Wänden. Durch den Abluftschlauch wird dieser nach draussen transportiert. Durch den Frischluftschlauch gelangt neue Luft (diese kann wieder neue Feuchtigkeit aufnehmen) nach innen. Dieses Gerät (empfehlenswert sind mehrere dieser Geräte ) zwischen 3 und 7 Tagen laufen lassen. Sie werden den Erfolg sehen.

Vorteile:

kein Dreck
geringe Kosten
schnelle Trockung des gesamten Hauses
geringer Zeitaufwand



Luftentfeuchter



Ich hatte 2 Luftentfeuchter über 3 Wochen tag und Nacht laufen - mit Erfolg. Die Wände wurden trocken. Leider nehmen jetzt, besonders an schwülen Tagen, die Wände wieder Feuchtigkeit auf. Soll ich jetzt das Ganze nochmal durchführen?
Gruß
C.Meier



Zuluft unterbinden



Guten Tag, im Sommer und gerade an den "schwül-warmen tagen" muss die Zuluft von außen in den Keller unterbunden werden, sonst entsteht immer wieder Tauwasser. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold