Feuchter Boden, nicht unterkellert .... was nun?

02.01.2006



wir haben uns letzten sommer ein kleines, altes Häuschen (Bj. 1947) gekauft und sanieren hauptsächlich in Eigenleistung.
Folgendes: Bisher war in dem Zimmer ein Dielenboden (ca. 25mm) mit Balkenlage auf Kiesbett. Darunter ein Magerbeton, dann kommt - wahrscheinlich - Erdreich. In einer Ecke war der Dielenboden angeschimmelt, wahrscheinlich weil er durch den daraufgeklebten Linoleumboden nicht mehr atmen konnten (die Sünden der 70er !!!) Nun haben wir den alten Boden rausgerissen, und festgestellt, das der darunter liegende Balken - nur einer - ebenfalls sehr leichte Schimmelspuren aufwies und die Nägel komplett verrostet waren. Wir haben somit also auch die alte Balkenlage entfernt und den kompletten Kies raus geschaufelt. Somit haben wir auch entdeckt, das sich der Magerbeton in dieser Ecke in seine Bestandteile auflöst. Der Boden in diesem Bereich ist ganz leicht feucht - nicht nass !
Jetzt sind wir uns sehr unsicher, wie wir den neuen Bodenaufbau machen sollen; die Meinungen gehen von komplett Abdichten mit Bitumen bis zur diffusionsoffenen Bauweise, weil die Feuchtigkeit sonst woanders hinwandert.
Wichtig ist auch zu erwähnen, das wir keinen Estrich einbauen wollen, sondern gerne die bisherige Bauweise weitesgehend übernehmen wollen, da wir bereits beim angrenzenden Wohnzimmer den alten Grundaufbau belassen haben und nur den Belag erneuert haben.
Hat irgendjemand Erfahrungswerte die er mit uns teilen kann?

alex & ilona



...eine Möglichkeit...



... ist :

- keine Absperrung erstellen - Feuchtigkeit sucht sich einen anderen Weg.
-Schotter als untere Lage wäre gut, da grobkörnig,
- darüber ca. 10-15 cm :
"Perlite" oder "mineralischen Silikatleichtschaum SLS 20"
statt Schotter verwenden.
- Balkenlage aus Lärchenholz "trocken" auflagern.
- Fussboden nicht lackieren!
-in 60 - 70 Jahren den Belag erneuern, wie bisher auch.

- das Leben und Sanieren in Eurenm Haus ohne Stress geniesen

Gruß aus Mittelfranken

Horst Paulik



Feuchter Boden



Hallo Alex&Ilona Stadler,

Wie können Sie die Wände beschreiben?In welchem Zustand sind die Aussenwände,Innenwände?

mit freundlichen Grüßen
Mladen Klepac



Zustand Wände



Hallo,

vielen Dank schon mal. Wände etc. sind total trocken. hier ist nichts zu finden.

mfg
Stadler



Können sie erkennen,



ob die Wände eine horizontale Feuchtigkeitssperre haben?



Horizontale Sperre ...



... vorhanden. Entsprechend der damaligen Bauweise ist es ölgetränktes Papier. Soweit ersichtlich auch noch in "relativ" gutem Zustand.

i.stadler



Wenn die



Wände eine funktionierende horizontale Sperre haben und diese in einer Höhe liegt, dass man von innen anschließen kann, tendiere ich (auch wenn ich mit diesem Vorschlag minuspunkte sammeln werde) zu einem Bodenaufbau aus einer kapillarbrechenden Schicht (Kies oder Kalkschotter), Beton, Bitumen-Schweißbahn und Dielenboden auf Lagerhölzern mit einer Schüttdämmung min. in der nach EnEv geforderten Stärke.



Und ich darf einmal (ganz leise) fragen, was die ENEV damit zu tun hat?



Es handelt sich doch um ein altes Gebäude aus 1947.
Und die Sanierung wird in Eigenleistung erbracht!
Welche Nutzung - und somit auch Temperatur/Heizung - ist den vorgesehen?



Ich antworte dann mal



ganz vorsichtig:
Jede Baumaßnahme unterliegt dem Energieeinspargesetz, und damit der Energieeinsparverordnung. Verändere ich ein Bauteil an einem alten Gebäude gibt es hierfür Regeln, die ich einhalten muss. Hierbei ist es völlig unerheblich, wer diese Arbeiten ausführt. Ich gehe natürlich davon aus, dass es sich um ein Wohngebäude handelt. Aber auch niedrig beheizte Gebäude oder Gebäudeteile (Zwischen 12 und 19° Raumtemperatur) müssen bestimmte Bedingungen erfüllen.



damit kann ich sehr gut leben, aber ...



es wäre gut und auch richtig, das Wörtchen "muss" gegen "soll" auszutauschen.



Ob es gut wäre,



das Wort "muss" gegen "soll" auszutauschen, darüber läßt sich trefflich streiten. Mit ziemlicher sicherheit wäre es falsch, denn es geht hier nicht um eine Empfehlung oder Kann-Bestimmung, sondern um ein Gesetz.
Man sagt ja auch nicht innerhalb geschlossener Ortschaften soll man nicht schneller als 50 fahren, sondern man MUSS die Begrenzung einhalten. Ansonsten sagt das grüne Männlein sie MÜSSEN mal eben zur Bank und 50 € überweisen. ;-))



Man muß nicht jeden Unfug mitmachen, nur weil er vorgeschrieben ist!



Das bloße Vorhandensein von Gesetzen wie der ENEV, entbindet einen ja nicht von der Möglichkeit sich selbst eine Meinung zu bilden und gegen den Strom der Unkenntnis zu schwimmen!

Es ist doch so, daß schon nach kurzen Zeiträumen die Fachleute kopfschüttelnd vor der Arbeit Ihrer Kollegen stehen und mit dem Hinweis auf den Stand der Technik von "damals" darauf verweisen, daß man heute das ja ganz anders macht!

Vieleicht denken Sie ja mal an die Eis/Schwimmhalle in Bad Reichenhall! Das ist ein Projekt eines Stararchitekten, welches an den Hochschulen als Musterbeispiel gehandelt wurde! Sicher ein makaberes und besonders herausragendes Beispiel, aber die Liste läßt sich beliebig ausdehnen!

Und dann ist es wohl auch ein Unterschied, ob ich in der Ortschaft zu schnell fahre und damit Menschen gefährde, oder wissentlich mein Haus und seine Bewohner schädige!



Aus meiner Erfahrung ist die Erdfeuchte unter Dielen und Unterbeton selten drückende Feuchtigkeit.
Meist ist es Kondensation.
Daraus erbibt sich dann ein ganz einfacher Lösungsansatz.

Wenn man sicher gehen will, den Boden ausschachten, Schotter oder Kies als kapilar brechende Schicht aufbringen, einen mageren Unterbeton (oder auch Kalkmörtel, er braucht nur so lange bis er abbindet) einbringen, und dann nach Geschmack Tonplatten oder auch Dielen einbringen.

Noch wichtiger als der Fußbodenaufbau ist das Vorhandensein von Strahlungswärme, diese erwärmt neben den Wänden auch die anderen Hüllflächen, eben auch den Fußboden.
Ist die Luftfeuchtigkeit im Haus dann noch möglichst gering steht einem dauerhaft trockenen Fußboden nichts mehr im Wege.

Sie können dabei ruhig auf Dämmung im Boden verzichten, denn wo soll die Wärme denn hingehen? Zum Mittelpunkt der Erde?
Der massive Bodenaufbau stellt vielmehr eine enorme Speichermasse dar. Die sommerlichen Temperaturen von 20 bis 23 Grad werden über Winter durch Zuheizen gehalten!
Fupbodenheizung mit ihren konstruktionellen und gesundheitlichen Risiken sind dann auch unnötig!

Mit den besten Grüßen von der Ostsee

Der Ingo


Foto:

In diesem Haus wurde nur eine Kiesschicht auf den Boden gebracht, dort kam ein magerer Unterbeton drauf!
Auf diesen Unterbeton wurden einfach mit Mörtel Ziegelsteine verlegt, und hinterher normal verfugt.
Wenn der Boden dann richtig trocken ist, kann man den Boden mit Hartöl, und wenn man etwas mehr Zeit hat, auch einfach Leinenöl geben!



Nun ja,



die Diskussion hatten wir ja schon öfter, aber noch nie mit einem so schlechten Beispiel. Aus diesem Grund werde ich dieses Thema nach einer kurzen Bemerkung auch abbrechen.
Es gibt natürlich eine vielzahl von Gründen, warum man eine Eissporthalle nicht mit einem Wohnhaus vergleichen kann, aber eines dürfte sicher sein: Zum Zeitpunkt des Unglücks entsprach die Halle eben nicht mehr den Normen und Vorschriften. Warum auch immer!



Und nun zum Thema:



- Der auf dem Foto gezeigte Steinboden hat also im Winter eine Oberflächentemperatur von 20-23°? Das Foto bekomme ich natürlich auch mit einem gedämmten Fussboden hin. Und die vorhandene Masse kann ich natürlich noch besser nutzen, wenn die gespeicherte Wärme nicht ins 10-12° kältere Erdreich abfließt.
- Das gut gedämmte Häuser bei der Beheizung Energie sparen, ist in der Praxis längst bewiesen. Man kann sich allenfalls darüber streiten, nach wievielen Jahren sich die Investitionskosten bezahlt machen.
- Wieviel Heizenergie benötigt das Gebäude auf dem Foto oder ein anderes nicht gedämmtes Gebäude. Ich kenne einige Beispiele, welche Probleme nichtgedämmte Gebäude machen können und wieviel Heizenergie sie benötigen, ich habe selber eines.
- Das der Einsatz von Masse in den Gebäuden einen positiven Einfluß auf das Raumklima haben kann, bestreite ich nicht. Aber auch das hat nichts mit der Frage zu tun, ob das Gebäude außenseitig gedämmt ist.

Welchen Vorteil ein ungedämmter Fussboden gegenüber einem gedämmten haben soll, konnte ich bisher noch nicht erkennen. Außerdem kann man sich natürlich fragen wie schön es ist auf einem massiven Steinboden zu leben und zu arbeiten. Mein Fall wäre es mit Sicherheit nicht.

Ich bin der Meinung, dass wir es uns nicht leisten können unsere Wohnhäuser ungedämmt zu belassen.



Horizontalsperre



Haallo Ilona Stadler.

Wäre es möglich für Sie,den Höhenunterschied zwischen Horizontalsperre und Lagerhölzer (-oder+ angeben)vom Holzboden zu messen,eine Skizze wäre auch gut-wenn möglich.

@Fred Heim
Eine Bitumenbahn mit der Horizontalsperre zu verbinden und auch dicht zu bekommen , ist meiner Ahnung nach theoretisch möglich.
Ausserdem zählt Bitumen wegen hohen Gehaltes an Kohlenwasserstoffen,Benzol,Phenol zu den krebserregenden Stoffen.

Mit freundlichen Grüßen
Mladen Klepac



@Mladen Klepac,



die Alternative zur Bitumenbahn könnte sein?



Alternativ



@Fred Heim
Hallo,

an den Aussenwänden ungebrannte Tonröhren legen
Diese haben die Eigenschaft die Feuchtigkeit vom Fundament anzuziehen.Von Fall zu Fall eventuell Fläcchendrainage.

Grüße
Mladem Klepac



Für was sollte eine Drainanlage in diesem Fall gut sein?



Sollte hier das Wasser eingeleitet werden oder warum sonst?
.
Weiter, obwohl es hier überhaupt nicht relevant ist eine Verbindung der Horizontalsperre braucht auch nicht Wasserdicht zu sein!
Dies ist doch keine Abdichtung, sondern es soll "nur" die kappilare Saugfähigkeit unterbunden werden. Also für was soll es dicht sein?
.
Was sollen die Tonröhren???
Dies Ideen sind von anno Dazumal, aber auch hier war es Nonsens. Diese dienten in den 50-70er Jahren dazu Wasser verdunsten zu lassen....aber auch Salze mitzutransportieren und anzureichern. Dies soll doch nicht das Ziel sein oder?



Was sollen die Tonröhren



Hallo Bromm Edmund,

Es sind keine Ideen.(Missverständnis?)
Es sollte Feuchtigkeit vom Fundament entzogen werden.
Die ungebrannten Tonröhren entziehen die Feuchtigkeit vom Fundament weg und leiten es zum Belüftungsschacht.

Und es ist eine Horizontalsperre vorhanden.

Sie schreiben es soll die kappilare Saugfähigkeit unterbunden werden-

Das finden wir alle auch- aber wo befindet sich die Horizontalsperre Ihrer Meinung nach?

Mit freundlichen Grüßen
Mladen Klepac



@ Freds "Na ja!"



Ich versuche mich auch immer elegant aus Diskussionen zurückzuziehen, wenn ich merke, daß meine Argumente nicht die Richtigen sind.
Sie haben ja dann auch noch ein paar Thesen in Ihrer zweiten Antwort hinzugefügt, derer ich mich dann auch noch widmen werde.

Das Beispiel ist nicht gerade sehr schön aber es bleibt eben ein Beispiel! Eine ähnliche Geschichte gab es vor ein paar Jahren doch schon mal?!
Seinerzeit stürzte das Dach der Dreifachturnhalle der Staatlichen Berufsschule in Dachau ein.
Nur daß damals niemand zu Schaden kam!
Wenn ich das Ende der Sache richtig verfolgt habe war auch damals niemand Schuld an dem Unglück. Auch dieser Bau wurde seinerzeit dem Stand der Technik entsprechend ausgeführt!
Es sollte mich nicht wundern, wenn dies auch in Bad Reichenhall wieder der Fall sein wird.
Abgesehen davon, sind 30 Jahre für ein Bauwerk kein Zeitraum in dem mit seinem Einsturz oder seiner Vollsanierung gerechnet werden muß!

Denn ich denke das können wir uns nicht leisten!

Das Argument, daß eine Eissporthalle kein EFH sei, währe nicht so leicht von der Hand zu weisen, wenn...
ja wenn eben derselbe Unfug nicht auch bei Wohnhäusern veranstaltet werden würde! Es gibt genügend Häuser die bereits nach kurzem, und ein Zeitraum von 10 bis 20 Jahre ist recht kurz, unbewohnbar oder Vollsanierungsfälle sind! Nicht wenige Bauherren haben nach 20 Jahren gerade mal die Hälfte Ihres Kredites getilgt!!!!!

Das können wir uns nicht leisten!!!!!



Bis gleich


Der Ingo



Kann ein ungedämmter Fußboden wirklich warm sein?



Ich werde versuchen die Punkte jeweils einzeln zu behandeln.
Hoffentlich bleibt es übersichtlich!

1.
Der Fred bezweifelt, daß der abgebildete Boden im Winter wirklich so warm ist, wie ich angegeben habe. Ich habe zur Zeit mein Infrarotthermometer verlegt, sonst hätte ich gleich hier mal ein Beweisfoto abliefern können.
Daß der Fred bezweifelt, daß ich den Fußbodenaufbau wirklich
ohne Dämmaterial aufgebaut habe, ignoriere ich hier.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Ich habe für den Fred aber gleich noch etwas was seinen Glauben an die Dämmstofftheorie erschüttern könnte:

Das Lichtenfelser Experiment! Googlen Sie mal nach!

Nicht nur Dämmstoffe, sondern auch und vor allem Masse dämmt! Vor allem ohne die bereits hinreichend bekannten Risiken und Nebenwirkungen!

2.
Daß gedämmte Häuser wirklich Energiesparen ist längst bewiesen?
Bewiesen ist auch, daß massive Häuser und vor allem Strahlungswärme beheizte Häuser deutlich sparsamer und vor allem gesund für Mensch und Bausubstanz beheizt werden können!

Der Fred räumt schon sicherheitshalber ein, daß es sich (wenn überhaupt) erst nach Jahren rentiert zu dämmen.

Hier plädiere ich für zwei Arten der Betrachtung!

Einerseits für die rein betriebswirtschaftliche!
Investition + Zinsen - (evtl.)Ersparnis - Kosten für Schäden
Da soll noch ein Plus vor dem Ergebnis stehen?

Rechnete sich eine Investition nach 3 Jahren - gut!
Nach 5 Jahren - auch nicht schlecht!
Nach 10 Jahren - Finger weg!
Noch später? Was für eine Rentabilität?

Die Zweite, was tue ich mir selbst und meinem Haus an?



3.
Wie viel Heizenergie ein Haus wie das abgebildete verbraucht, kann am Ende des Jahres gern veröffentlicht werden, dann ist das Haus 3 Jahre bewohnt.

Aber sind denn Heizkosten alles? Der Energiebedarf eines Hauses ist nur ein Merkmal einer Behausung.
Für mich stehen andere Kriterien im Vordergrund:
Behaglichkeit, Gemütlichkeit, Dauerhaftigkeit und nicht zuletzt Schönheit!

Niemand würde noch Mittelklasseautos fahren, wenn es nur um den Spritverbrauch ginge!


4.
Masse ist gut! Sehe ich auch so!
Außen gedämmte Masse ist noch besser? Sehe ich anders!

Wer dämmt muß sperren! Wer leichte Baustoffe verbaut, muß sie vor Feuchtigkeit auch von innen schützen. Das geschieht im Allgemeinen durch Dampfsperren oder dampfsperrende Bauteile.
Trotzdem haben fast alle Baustoffe zumindest eine minimale Dampfdiffusionsfähigkeit. Und eingedrungener Wasserdampf wird kondensieren. Wo wohl? In der Dämmung! Kann das Wasser von dort noch wieder verschwinden? Kaum! Der Dämmwert wird sich kontinuierlich verschlechtern, der Ernergieverbrauch steigt wider, Feuchtigkeit geht mit Schimmel einher!

Das können wir uns nicht leisten!

Abgesehen von dieser Problematik besteht noch eine weitere!
Hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen, verbunden mit Feinstaub durch falsche Heizungsanlagen, bekannt als Stickigkeit und "trockene Heizungsluft", beschrieben als sick building syndrom.

Kann man vieleicht nur ein bischen Dämmen? Vieleicht! Vieleicht gibt es Grenzwerte. Aber wenn im Kalbfleisch auch nur ein bischen Hormon nachgewiesen wurde lassen es doch auch alle liegen. Warum beim dämmen nicht?




Schlußendlich zu den Vorteilen ungedämmter Fußböden!

Die Vorteile sind die Gleichen wie bei anderen Bauteilen! Vorausgesetzt es wird mit Strahlungswärme geheizt!!!!!!

1. Die Feuchtigkeit kann durch die Konstruktion verdunsten!
Es gibt dann kein Feuchtigkeitsproblem! Weder im Boden noch in den angrenzenden Wänden! (es sei denn, sie wohnen am Hang, und durch Ihr Haus fließt hin und wieder der Bach von nebenan!)

Darum ging es doch eigentlich am Begin der Diskussion!
Trockene Wände und Böden haben eine schlechte Wärmeleitfähigkeit!

2. Wenn sie den Boden dämmen, müssen Sie den Estrich als Platte ausbilden. Es gibt Firmen, die gerissene und abgesackte Estriche sanieren! Für viel Geld! Sicher gibt es in Deutschland mehr als eine Firma, und sicher hat sie auch mehr als einen Auftrag im Jahr!
Auch gibt es Firmen, die abgesoffene Estriche wieder trockenblasen!
Ein offener Fußbodenaufbau kann allein wieder trocknen!

3. Die Kosten! Es ist nun mal günstiger Materialien nicht zu kaufen und nicht einbauen zu lassen! Nicht ausgegebenes Geld spart richtig!


Was nun den Geschmack betrifft, über den läßt sich wohl kaum streiten!
Ich behauptete bestimmt nicht, daß immer und überall Ziegel in den Boden sollen, als Alternative schlug ich auch Dielen vor!!!!
Das abgebildete Haus ist im Übrigen unser Musterferienhaus!
Dort haben wir absichtlich in Küche, Bad und Wohnzimmer diese Ziegel verlegt! Es ist dann völlig egal wie viel Wein auf dem Boden vergossen wird, oder ob die Schuhe ausgezogen werden oder nicht!

Übrigens steht es auch dem Fred frei mal unser Musterferienhaus zu besuchen, und sich davon zu überzeugen, daß der Boden dort wirklich 20 bis 23 Grad warm ist.
Wenn er verspricht, hinterher das Loch wieder fachgerecht zu verschließen, darf er auch gern mal nachsehen, ob ich nicht doch heimlich Dämmung unter den Boden gelegt habe!


Mit den besten Grüßen von der Ostsee


der Ingo



vielen dank für die beiträge !!



hallo zusammen,

an dieser stelle schon einmal danke für die beiträge (obwohl wir hier offensichtlich eine grundsatzdebatte vom Zaun gebrochen haben ...)

wir haben uns mit allen varianten ausgiebigts beschäftigt, uns dann noch mit entsprechenden fachleuten beraten und haben - denke ich - eine gute lösung gefunden. wir werden auf den einfachen bodenaufbau, ähnlich dem von ingo geschilderten, zurück greifen: schotter, magerbeton, holzbalkenlage, dielenboden. (ob mit oder ohne dämmung zwischen der balkenlage, darüber "streiten" wir noch. hat ja auch was mit dem Taupunkt zu tun, der dann weiter ins hausinnere verlegt wird, oder?)
dies scheint uns die beste lösung zu sein, zumal wir - wie eingangs erwähnt - auf einen estrich verzichten möchten. und bei einer dampfsperre, sprich bitumenbahn, ohne estrich haben wir ziemliche bedenken was den Geruch und die gesundheitliche Belastung angeht; wie mladen ja erwähnt, gehört bitumen zu den krebserregenden stoffen!

also nochmals vielen herzlichen dank!
und natürlich werden wir die diskussion weiterhin mit großem interesse verfolgen.

beste grüße
ilona + alex



ohne dämmung ??



ich kann nicht glauben, dass ihr ernsthaft überlegt auf eine dämmung im fußbodenberich zu verzichten...



Berichtet doch in einem Jahr mal vom Ergebnis!





@ Ingo



aber auch an Ilona und Alex
Ingo, du machst mir richtig viel Arbeit, aber ich wollte mich gar nicht aus der Diskussion heraushalten. Zu den Tonrohren, die angeblich die Feuchtigkeit entziehen ist mir nur nichts mehr eingefallen und dann schweig ich lieber stille.
Zu 1. Ich bezweifle, dass der Boden ohne Fußbodenheizung eine Oberflächentemperatur von > 20° hat. Aber du wirst das Thermometer schon wieder finden. Dass der Boden ohne Dämmung ausgeführt wurde bezweifle ich natürlich nicht, wie sollte ich. Das "Lichtenfelser Modell" wurde hier ja schon des öfteren erwähnt und ich habs auch schon in life gesehen. Nur, was hilft ein solches Modell, wenn ich in der Praxis andere Tatsachen feststelle. Wobei ich nicht bezweifle, dass Wärme bei entsprechend massiven Bauteilen länger benötigt, um die andere Seite zu erreichen. Dies machen wir uns im sommerlichen Wärmeschutz auch zu Nutzen, und hier funktioniert es auch. Im Winter messe ich an der massiven 40 cm starken Ziegelwand 17° Oberflächentemperatur, sowohl nach Süden bei voller Sonneneinstrahlung wie auch nach Norden und bei einem hohen Anteil von Strahlungswärme durch großflächige Heizkörper (mir ist schon klar, dass eine reine Wandflächenheizung besser ist!).
2. Von 3 Jahren Amortisationszeit zu reden ist lächerlich, selbst von 10 Jahren zu reden ist uninteressant, 15-20 Jahre ist wirklich gut, wir bauen unsere Häuser aber für 80 Jahre und mehr. Gebäudetechnik muss sich natürlich auf 10-15 Jahre rechnen, da sie mit 20 Jahren veraltet ist. Was tue ich mir selbst und meinem Haus und der Umwelt an?
--> natürlich so viel Gutes wie irgend möglich. Energieverschwendung ist nicht das Ziel meiner Arbeit.
3. Ich habe bewusst von Heizenergie und nicht von Heizkosten gesprochen und noch wichtiger ist die Primärenergie.
Wer Dämmt muss sperren? Jain! Pauschal ist das nicht richtig. Alle eingesetzten Materialien sollten eine möglichst hohe Dampfdiffusionsfähigkeit besitzen. Die Betonung liegt auf „möglichst“ und aus diesem Grunde ist eine gute Planung und eine gute Ausführung wichtig.

Man sollte nicht ein bisschen Dämmen sondern soviel wie nötig und Grenzwerte gibt es natürlich wie schon beschrieben. (Mit Kalbfleisch hat das ganze nun wieder gar nichts zu tun und es bleibt auch nur 14 Tage liegen, danach ist das Problem schon wieder vergessen)

Schlußendlich ungedämmte Fußböden haben gar keinen Vorteil daran ändert auch die Strahlungsheizung nichts. Die Vorteile der Strahlungsheizung kann ich bei gedämmtem Fußboden viel besser nutzen.

1. Die Feuchtigkeit des anstehenden Erdreiches muss nicht durch meine Fußbodenkonstruktion ziehen. Oder soll etwa die Innenraumluft ins Erdreich diffundieren?
2. Ich kann den Boden dämmen, ohne das ich Estrich brauche, Ich kenne Firmen die Estriche herstellen, die nicht reißen, absacken oder „absaufen“. Ich bin auch für einen offenen Fußbodenaufbau, aber nach innen, nicht zum feuchten Erdreich.
3. Stimmt natürlich, es ist immer günstiger weniger Energie einkaufen zu müssen. Nicht ausgegebenes Geld spart richtig! Und eingesparte Energie schont so ganz neben her auch noch die Umwelt!

Ostseeurlaub, könnte man bei Zeiten mal drüber nachdenken, leider sind die paar Tage, die ich hab, für die erste Zeit ausgebucht und der Winter ist auch nicht meine Hauptreisezeit (ist keine Ausrede ;-) ist aber ganz schön weit von hier)

Viele Grüße aus dem Rheinland





..eine Möglichkeit...

... ist : wie schon am 2.1.06 vorgeschlagen:

- keine Absperrung erstellen - Feuchtigkeit sucht sich einen anderen Weg.
-Schotter als untere Lage wäre gut, da grobkörnig,
- darüber ca. 10-15 cm :
"Perlite" oder "mineralischen Silikatleichtschaum SLS 20"
statt Schotter verwenden.
- Balkenlage aus Lärchenholz "trocken" auflagern.
- Fussboden nicht lackieren!
-in 60 - 70 Jahren den Belag erneuern, wie bisher auch.

- das Leben und Sanieren in Eurenm Haus ohne Stress geniesen

Gruß

Horst Paulik



@Fred!



Ich habe leider nicht viel Zeit,

aber bei allen Bemühungen Deinerseits, und auch unter der Voraussetzung, daß es noch mehr verantwortungsvolle Planer und fachlich versierte Baufirmen gibt:

Bei einer sehr großen Anzahl der BV wird es doch Ärger geben!

http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/45931$.cfm


Ich bin aber noch nicht fertig, bis bald!


Der Ingo



Lichtenfelser Experiment



Eine kleine Anmerkung zu diesem Experiment:
Interessant, aber grundsätzlich gilt für jedes (physikalische) Experiment: Eine Interpretation ist nur im Rahmen der Versuchsbedingungen möglich.
D.h., WÄRE die typische Innenraumtemperatur von Wohnräumen ca. 1000°C oder höher, WÄRE der Temperaturaustausch via Strahlung wirklich bestimmend. Bei den typischen Temperaturen von ca 20°C zu sagen wir mal 0°C draussen, ist der klassische Wärmeübergang und natürlich Wärmetransport durch Konvektion -soweit möglich- sicherlich nicht vernachlässigbar. Zudem darf man bei allem nicht die Zeitkonstanten des Wärmetransports und der Wärmespeicherung vernachlässigen: Wie dick soll eine Mauer sein, damit die Wärme des Sommers im Winter verfügbar ist? Bei extremen Wärmepuffern stellte sich ohnehin (ohne Heizung) die Jahresdurchschnittstemperatur ein. Bei uns leider -soweit ich weiss- doch unter gemütlicher Raumtemperatur.

Mein Tipp an alle: Genau hinsehen, und evtl. selber mal nachdenken! Manchmal reicht schon die Schulphysik.

Uli



Feuchter Boden



Hallo Ilona, Hallo Alex,

"vielen dank für die beiträge !!

---Forenreferenz-----------
vielen dank für die beiträge !! -
hallo zusammen,

an dieser stelle schon einmal danke für die beiträge (obwohl wir hier offensichtlich eine grundsatzdebatte vom zaun gebrochen haben ...)

wir haben uns mit allen varianten ausgiebigts beschäftigt, uns dann noch mit entsprechenden fachleuten beraten und haben - denke ich - eine gute lösung gefunden. wir werden auf den einfachen bodenaufbau, ähnlich dem von ingo geschilderten, zurück greifen: schotter, magerbeton, holzbalkenlage, dielenboden. (ob mit oder ohne dämmung zwischen der balkenlage, darüber "streiten" wir noch. hat ja auch was mit dem taupunkt zu tun, der dann weiter ins hausinnere verlegt wird, oder?)
dies scheint uns die beste lösung zu sein, zumal wir - wie eingangs erwähnt - auf einen estrich verzichten möchten. und bei einer dampfsperre, sprich bitumenbahn, ohne estrich haben wir ziemliche bedenken was den geruch und die gesundheitliche belastung angeht; wie mladen ja erwähnt, gehört bitumen zu den krebserregenden stoffen!

also nochmals vielen herzlichen dank!
und natürlich werden wir die diskussion weiterhin mit großem interesse verfolgen.

beste grüße
ilona + alex mehr ...
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"

Ein Beispiel einer Dämmung,

Wo Feuchtigkeit im Spiel ist,oder mit dieser zu rechnen ist.
Foto zeigt Neubau- Keller
Aufbau ist;
-Bodenplatte ohne Stahlmatten (Störung,Magnetfeld),
-5 cm Korkplatten
-8 cm Kalkestrich (Kalkhygrat,Sand,Kies)
-3 cm Dielen (Nut-Feder)

Grüße
Mladen



Oh je



Servus
jetzt hat´s doch den ganzen Text Kopiert,hatte es nicht im Sinn,schon wieder was gelernt.

Grüße Mladen