Feuchte Kellerwände im Schwarzwald

02.06.2007


Hallo zusammen,

Ich verfolge seit kurzem sehr aufmerksam die Diskussionen um Feuchte Kellerwändein diesem Forum. Was ich gelernt habe ist, dass es aufsteigende Feuchtigkeit nicht gibt, Injektionen nichts bringen und Zaubergeräte Humbuck sind. Nun beabsichtigen wir ein EFH,Bj 1936 mit Keller und Holzständerbauweise zu erwerben. Der Kellerboden bestehtaus verfugten Ziegeln. Der Keller liegt etwa 1,50m unter dem Erdreich und hat viele Fenster.In den Ecken & auf dem Boden sieht man Vermosungen, Wände und Boden sind feucht. In der ehemaligen Waschküche wurde ein Betonboden darübergezogen, wo es jetzt nicht feucht ist. An den Wänden zieht sich in Höhe 1,50m Wasserränder. Salze oder Schimmelbefall sind für uns nicht zu erkennen.
Unsere Idee: Eine äußere Vertikalsperre und eine innere Horizontalsperre einzuziehen. Unser Problem: Wir haben Angst, dass die Feuchtigkeit nicht mehr reparabel ist und ggf. gesundheitsschädlich ist/wird (evtl. auch in die Wohnräume aufsteigt). Zur Info: Das Haus steht seit ca. 4 Jahren leer. Kann jemand etwas zu den Kosten (lfm oder m²) sagen?
Mit freundlichen Grüßen Florian



Feuchte Kellerwände



Hallo Florian,

Deiner Erkenntnis, das es aufsteigende Feuchtigkeit nicht gibt, muß ich widersprechen, wenn das so wäre, würdest Du Dir den feuchten Keller nur einbilden.
Natürlich gibt es kapillaren Feuchtetransport in Ziegelmauern. Allerdings ist die kapillare Feuchte, die über das Fundament und die Außenmauern des Kellers in die Wände dringt, nicht die alleinige Ursache. Es sind immer Salze und Kondenswasser mit im Spiel, wenn Wände feucht sind und Verdunstungsränder zeigen.
Zur Zeit ist die Feuchte nur im Keller, also Euer Wohnraum ist nicht gefährdet. Wichtig ist die sichere Funktion der waagerechten Abdichtungen (eine unter der Kellerdecke, eine oberhalb des Spritzwasserbereiches), damit dies auch so bleibt.
Die Sanierung des Kellers hängt davon ab, wie Ihr ihn später nutzen wollt. Bleibt es bei der Funktion eines einfachen Kellers, so ist eine nachträglich einzubauende senkrechte Abdichtung und die Ableitung von Oberflächenwasser von der Wand weg oft schon ausreichend, um den Feuchteeintrag deutlich zu minimieren. Kondenswasser kannst Du durch richtiges Lüften minimieren. Die Verdunstungsrate über den Fußboden kann man mit dem Einbau einer kapillarbrechenden Schicht (Kies) und einem neuen Fußboden begrenzen.
Ist die Nutzung des Kellers als Aufenthaltsraum gedacht, sind weitere Maßnahmen erforderlich, die man nur vor Ort und in genauer Kenntnis der Umstände abwägen kann, also durch einen Fachmann.

Viele Grüße
Georg



Auch im Schwarzwald gibt es aufsteigende Feuchtigkeit,



da auch hier die physikalischen Gesetze wirken. Reparabel ist das bestimmt auch in diesem Fall. Angucken, Durchmessen, Ursache feststellen und dann gescheite Maßnahmen ergreifen.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Cyba



Formel der kapillaren Steighöhen, auch in Mauerwerk



Hallo Florian

unter dem folgenden Link zu Wiki findet man die Formel für die Steighöhe. Dies steht in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Durchmesser von r = Radius der Kapillarröhre. Daher gilt je kleiner der Poren- ø, je höher steigt eine Flüssigkeit auf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kapillarit%C3%A4t

Auch nachzulesen in der Bauzeitung vom Verlag für Bauwesen GmbH, Ausgabe 1-2/1994, Seite 60 bis 62 schematische Darstellung der Steighöhen oder Ausgabe 10/1991, Verfasser: unter anderem Herr Dr. Michael Balak, Herr Dipl.-Ing. Dr. Amir Samadijavan u.w.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Cyba



Die kapillare Saugfähigkeit ist von untergeorneter Bedeutung



Es gibt im Baustoff z. B Ziegel und Mörtel keine durchgängige Pore!
Vielmehr ist die Saugfähigkeit und die Wasseraufnahme von vielen anderen Gesetzen abhängig.
Dazu verweise ich auf die vielen von mir gemachten Angaben. Nachzulesen im Buch: Gesund wohnen in Altbauten oder in den Schriften auf meiner Homepage.
Frau Cyba es ist äußerst bedenklich, wenn Sie immer auf andere Schriften verweisen und diese nicht richtig verstehen.