Feuchte Wände bei Schiefer-Bruch-Bauweise

01.02.2005



Hallo,
die Außenwände (und die meisten Innenwände) unseres Hauses sind aus Schieferbruch gebaut. Dieser Baustoff zieht wohl, wie ein Schwamm, Wassser an, und zwar sowohl in der vertikalen Ebene als auch horizontal(es sind keine Drainagen gelegt). Da wir das Haus zudem lediglich als Ferien- und Wochenendhasu nützen, haben wir außerdem das Problem, dass keine dauernde Belüftung der Räume stattfindet, und dass im Winter nicht ständig geheizt wird. Bislang haben wir alle paar Jahre, wenn die Tapete Feuchte Stellen zeigte, neu tapeziert, würden aber gerne eine bessere Lösung finden. Da wir wie gesagt das Haus nur als Feriendomizil nutzen, favorisieren wir eine kostengünstige Lösung, die mit möglichst wenig Aufwand realisiert werden kann.
Gibt es hier Möglichkeiten?
Danke für die Hilfe

Grüße

Kristina Marschall



Feuchte Wände



...können vielfältige Ursachen haben. Der Schieferbruch, besonders der stark brüchige Lahn- oder Taunusschiefer, neigt durch die Struktur des Materials dazu, in seinen Schichten das Wasser zu lagern und zu speichern. Die Art des Eindringens stellt sich sehr unterschiedlich dar; eine Hauptursache ist hier sicherlich die Kappilarität im Gefüge des Steins. Abhilfe schafft man dadurch, indem man die Oberfläche der Wand so gestaltet, daß das Wasser wieder austreten und an der Oberfläche abtrocknen kann. Hier kommt es auf die Materialwahl des Putzes bzw. auf die begleitenden Maßnahmen an. Doch eine grundlegende Festlegung dieser sollte erst nach einer genauen Kenntnis der Ursachen erfolgen...

Bei dem Bildbeispiel läuft das Wasser direkt aus der Wand. Ursache hier ein alter Brunnen in ca. 400 m Entfernung und der unangemessene Wandaufbau!

Mit Grüßen aus Limburg
Uwe Berghammer



Ich glaube,



dass sie das Feuchtigkeitsproblem nur mit einem Sachverständigen vor Ort klären können.
Bezgl. der Lüftung könnte man über eine dezentrale Lüftungsanlage nachdenken.



feuchte wände



hallo Ferienhausbesitzer
die Antwort ist doch schon fast selbst gegeben worden:
um das Haus aufgraben und drainage, kiespackung legen, so tief wie möglich und nötig ...
die Oberflächen / alten Putz weg vorallem die Tapeten, etc mit reinem Kalkputz oder Lehm verputzen, Heizung mit in den Sockelbereichen verlegten Heizrohren, gekoppelt evtl an Solarthermie (einfachbauweise) - Strahlungsheizung nutzen

Der Lehmputz kann als "Opferputz" herhalten und leicht ergänzt werden ...

mfG

FK