Feuchte Wände

18.07.2011


Hallo allesamt,

wir haben einen alten Bauernhof gekauft. Die Mauern aus gebranntem Ton stehen auf einem Sandsteinfundament.
Neulich hatten wir einen Sanierer und einen Gipser da. Beide diagnostizierten Feuchte Wände bis ca. 1 m Höhe. Das war uns auch vorher schon klar. Nur was wir nun tun müssen ist weiter ungeklärt.

Beide rieten uns zu Kiesol und diversen Sanierputz-Geschichten. Eine andere Alternative wäre das Mauerwerk Stück für Stück aufzuschlitzen und eine Horizontalsperre einzubringen.

Bei beiden varianten habe ich Bedenken. Die gesamte Kiesol-Aktion ist sehr teuer und ich habe schon mehrfach gelesen, dass das nicht 100% wäre und auch nicht von Dauer.
Beim Schlitzen mache ich mir etwas sorgen um entstehende Risse im mauerwer. Davon hab ich nämlich schon einige und immerhin wird der gesamte Kraftfluss nach un nach unterbrochen. Der Mörtel in den Fugen ist eher Sand-artig und lässt sich sehr leicht auskratzen.

Man muss noch erwähnen, dass das Haus seit 5 Jahren nicht geheizt wurde (unbewohnt) und im Winter mal die Heizung geplatzt ist.

Wie soll ich weiter vorgehen? Möglicherweise erledigt sich das ja wenn wieder geheizt wird. Ich habe Bedenken, jetzt alles auszubauen und in einem jahr festzustellen, dass ich alles wieder rausreißen muss.

Über Rat und Tips würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank im Voraus!

MfG

Simon



Finger weg



von Chemiepampen oder der Gleichen...Logisch denken und Handeln.

Hier mal Intresanter Link zum Thema ...
http://www.konrad-fischer-info.de/2aufstfe.htm

Weitere Infos gerne auf Anfrage

LG.Peter Schneider



Feuchte Wände



Wenn Sie einige Fotos von der Außenwand und dem Umfeld bringen, kann man zu Ihrem Problem etwas mehr sagen.
Vorab nur soviel:
Natursteinsockel wurden früher als Sperre gegen Wasser von unten und aus dem Spritzwasserbereich eingesetzt. Vorausgesetzt es ist ein Sockel aus dichtem, wenig porösen Sandsteinquadern brauchen Sie keine waagerechte Abdichtung.

Viele Grüße





Hallo Simon,

bei so feuchten Wänden dürfte es eine klare Ursache geben. Sandsteinfundament und Ziegelmauerwerk sind eigentlich optimal. Bei richtigem Putz und richtiger Beheizung ist wohl keine Horizontalsperre nötig, solange von Außen keine Feuchtigkeit ansteht. Chemie hat hier nichts verloren, gerade der Sandstein könnte – wenn Salze mit im Spiel sind – schnell darauf reagieren.
Bilder wären sehr hilfreich um die Sache besser beurteilen zu können.

- Woraus besteht der Außen- bzw Innenputz?
- Wo steht das Haus, gelegentlich habe ich in der Pfalz zu tun?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Bilder



Hallo,

ich hab gerade nur dieses Bild zur Hand. Vll. kann man da schon eine Aussage treffen. Andernfalls werde ich das nochmal von Innen und Außen ordentlich fotografieren.

Entschuldigt die Unordnung :-)

Freundliche Grüße

Simon Fruth





Hallo Simon,


so richtig erkennen kann man da leider nichts.

-Was ist das für ein Betonfundament und ist es unter der ausgelegten Folie feucht?
- Sollen Außen und/oder Innenwände feucht sein und wie wurde das festgestellt?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Hier die Fotos



Hallo, habe endlich ein paar Bilder machen können.

Ansicht von Außen



Noch eins



...und Ansicht von Innen.

Kann man immer nur ein Bild anhängen?



Feuchte Wand



Das ist ein zweischaliges Mauerwerk.
Trotz dessen macht es auf dem Foto einen guten Eindruck; Feuchtespuren kann ich nicht erkennen.
Ich bin sehr skeptisch, was den Rat bezüglich des Einbaues einer Horizontalsperre angeht.

Viele Grüße



Wie gehts weiter?



Was würden Sie denn vorschlagen?

Gibt es Methoden und Geräte um hier eine Verlässliche aussage zu treffen? Meine Angst ist natürlich, dass ich jetzt Geld und viel Arbeit investiere und in kurzer Zeit erfahren muss, dass ich das hier falsch gemacht habe.

Ein anderer Punkt, der mir noch im Kopf herumschwirrt: Das Grundwasser scheint recht tief zu liegen. Folglich kommt die Feuchte ja nur aus anstehendem Regenwasser. Der Hof ist aus Kopfsteinpflaster (relativ uneben) und der Wasserabfluss vll. nicht 100%ig top. Macht eine Drainage Sinn? Auch hier scheiden sich ja die Geister.

Freundliche Grüße



Nasse Wand



Hallo Simon,
eine verlässliche Aussage kann man nur treffen wenn man sich die Gesamtsituation vor Ort ansieht.
Um den Spritzwasserbereich vor der Wand zu entschärfen brauchen Sie keine Dränung; die ist bei Ihnen grundsätzlich überflüssig.
Schaffen Sie einen spritzwasserbrechenden Streifen vor der Wand, leiten Sie das Oberflächenwasser von der Wand weg, dichten Sie den unteren Sockelbereich (die äußere Wandfläche ab Oberkante Gelände bis in etwa 30 cm Tiefe) mit Putz und einer mineralischen Dichtschlämme.

Viele Grüße




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